Die Temperaturen bleiben noch bis einschließlich Sonntag im sommerlich warmen Bereich, sinken aber mit einem Wetterwechsel ab den späten Sonntagnachmittagsstunden im Verlauf der kommenden Juliwoche spürbar ab und erreichen vielfach noch Werte zwischen +20 bis +25 Grad und bei länger andauerndem Regen Werte zwischen +16 bis +22 Grad. Somit liegen die Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert im etwas zu kühlen Bereich. Begleitet wird der Temperaturrückgang durch teils unwetterartige Wetterereignisse in Form von Schauern und Gewittern am Sonntagabend, in der Nacht auf Montag und auch tagsüber.

Sommerwetter lässt noch auf sich warten - kommt die stabile Wetterlage in der letzten Julidekade?

An der relativ kühlen bis gemäßigt warmen Wetterlage ändert sich bis zum 16. Juli nur wenig. So können immer wieder Tiefdrucksysteme auf Deutschland, Österreich und die Schweiz übergreifen und besonders über dem Alpenraum für einiges an Niederschlag sorgen. Die Temperaturen pendeln sich auf +20 bis +25 Grad ein und können mit länger anhaltendem Regen mit +17 bis +23 Grad auch darunter liegen.

Das amerikanische Wettermodell berechnete in den letzten Tagen immer wieder die Möglichkeit einer Hochdruckbrücke von den Azoren über Mitteleuropa bis nach Skandinavien, was den Tiefdruckprozess über Deutschland weitgehend unterbinden und für stabilere Wetterverhältnisse sorgen könnte. Diese Variante wird heute im Zeitraum vom 16. bis 23. Juli erneut berechnet, was die Wahrscheinlichkeit für eine stabile Sommerwetterlage noch im Juli erhöht.

Das europäische Wettermodell zeigt einen ganz ähnlichen Ansatz, was die Sommertemperaturen von +23 bis +28 Grad bereits ab dem 16. Juli wieder in Aussicht stellt.

Kontrollläufe kurz kühl, dann Aufwärtstrend in Richtung Sommer

Die Kontrollläufe bestätigen den Temperaturrückgang ab dem 11. Juli und mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 16. Juli anhaltend. Der Mittelwert liegt in diesen Zeitraum etwa um 2 bis 5 Grad unter dem, was für die Jahreszeit sonst üblich wäre. Vom 16. bis 22. Juli berechnen die Kontrollläufe einen stetig ansteigenden Temperaturmittelwert, welcher bereits ab dem 16. Juli wieder den Normwert erreicht und darüber hinaus auch positiv ausfallen kann. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm der Kontrollläufe der Verhältnisse von zu kalt, normal und zu warm.

Diagramm Temperaturen im Juli 2017 vom 08.07.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Juli 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wettertrend für den Sommer 2017: normal bis zu warm

Die Temperaturen im zweiten Sommermonat Juli könnte nach einen zu kalten Start, einer heißen Zwischenphase und mit einer gemäßigten zweiten Julidekade gegenüber dem langjährigen Mittelwert normale Konditionen aufweisen. Wie der Juli letztlich von den Temperaturen her ausfallen wird, hängt somit von letzten Julidrittel ab und nach den aktuellen Wetterprognosen der Wettermodelle ist eine Sommerwetterlage gar nicht einmal so abwegig.
Das Langfristmodell berechnet mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad weitgehend normale Temperaturen Juli, welche über dem Norden mit einer Abweichung von bis -1 Grad auch etwas zu kühl ausfallen können. Auffällig sind die in der heutigen Wetterprognose des Langfristmodells deutlich negativen Niederschlagsberechnungen im Juli (deutlich zu trocken).
Für das Wetter im letzten Sommermonat August 2017 berechnet das Langfristmodell eine Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad im normalen und in Trend mit einer Abweichung von bis +1 Grad eine leicht zu warme Temperaturentwicklung. Und auch für den August wird die Niederschlagserwartung negativ (zu trocken) simuliert.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 08.07.2017

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