Wetter Sommer 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Sommer 2017 - Wettervorhersage vom 05.07.2017: Kommt nach der sommerlichen Hitzeperiode eine Abkühlung?

Die kühlen Temperaturen aus den ersten Julitagen haben zu einem Temperaturdefizit gegenüber dem langjährigen Mittelwert von rund -1,1 Grad geführt. In den kommenden Tagen setzen sich von Süden her aber sommerlich warme bis hochsommerlich heiße Temperaturen durch, welche im Schnitt um 3 bis 7 Grad über den für Juli typischen Werten liegen kann. Voraussichtlich hält sich die Sommerhitze bis zum Start in die neue Woche, wobei die Wetterlage selbst als labil zu bezeichnen ist und teils zu kräftigen Schauern und Gewittern führen kann.

Temperaturdefizit wird rasch abgebaut

Bereits zum Ende der ersten Julidekade kann das Temperaturdefizit mit hoher Wahrscheinlichkeit abgebaut und in die positive - zu warme - Richtung gedreht werden. Ob der Sommer im Juli zu warm ausfallen kann, hängt also auch maßgeblich von der Wetterentwicklung im zweiten Julidrittel ab.

Chancen auf stabiles Sommerwetter stehen nicht gut

Beide Wettermodelle berechnen das Azorenhoch westlich von Europa und zudem eine hohe Tiefdruckaktivität von Neufundland über Island/England bis nach Skandinavien. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen den Fronten und wenige hundert Kilometer Positionsverschiebung der Wettersysteme können entscheidend darüber sein, ob tiefer Luftdruck, oder ein Hochdruckkeil des Azorenhochs das Wetter über Deutschland bestimmt. Soweit sind sich die Wettermodelle über die Entwicklung der Großwetterlage einig. Im Detail können daraus sowohl eine sommerlich warme, als auch kühle, windige und wechselhafte Wetterlage im Zeitraum vom 12. bis 20. Juli entstehen. Es gibt aber auch noch eine weitere Gemeinsamkeit der Simulationen. Bedingt durch die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik und das passive verhalten des Azorenhochs ist eine stabile Sommerwetterlage wenig wahrscheinlich. Schaut man sich die Berechnungen der sog. Kontrollläufe an, so wird die Sommerhitze bis zum 12. Juli größtenteils gestützt, sinkt aber zum 13. Juli markant ab und könnte bis zum 20. Juli gegenüber den Jahreszeit typischen Werten auch leicht zu kühl ausfallen. So liegt das Temperaturspektrum am 10. Juli zwischen +18 bis +34 Grad (Mittelwert: +23 Grad über dem Norden und +28 Grad über dem Süden) und am 18. Juli zwischen +16 bis +25 Grad (Mittelwert: +19 bis +20 Grad). Deutlich zeigt sich der Verlauf der Sommertemperaturen im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen im Juli 2017 vom 05.07.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Juli 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wettertrend Sommer 2017: Langfristmodell mit weiterer Korrektur

Wie bereits vor ein paar Tagen erläutert ist aufgrund der sommerlich heißen Wetteraussichten in den kommenden Tagen ein Temperaturüberschuss zu erwarten und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Langfristmodell darauf reagieren würde. War die Abweichung in den letzten Tagen im Juli 2017 mit -1 bis +0,5 Grad noch im Trend leicht zu kühl berechnet worden, so wird in der heutigen Wetterprognose der Juli über dem Westen und Süden mit -0,5 bis +0,5 Grad normal (Trend leicht zu warm) und der Osten und Norden mit -1 bis +0,5 Grad normal (Trend leicht zu kühl) berechnet. In der Interpretation spricht das für eine Hochdruckposition über den Azoren, wovon der Süden und Westen "profitieren" kann, während der Norden und Osten immer wieder von Tiefdrucksystemen und kühleren Temperaturen beeinflusst werden könnte.
Der August 2017 erfährt ebenfalls eine Korrektur. So lag die Abweichung in den letzten Tagen und Wochen stets im Bereich zwischen -0,5 bis +0,5 Grad und wurde nun auf -0,5 bis +1 Grad angehoben. Mit anderen Worten bleibt es dabei: das Wetter im Sommer 2017 hat ein hohes Potential durchwachsen und durchschnittlich warm und im Trend leicht zu warm auszufallen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 05.07.2017

Zusammenfassung der Wetterprognose Sommer 2017

  • Eine Hitzewelle ist vom 5. bis 12. Juli sehr wahrscheinlich
  • Stabile Sommerwetterlage nicht zu erwarten
  • Hohe Neigung zu Schauern und Gewittern mit örtlichen Potential für Unwetter
  • Temperaturdefizit von Anfang Juli kann abgebaut und ins positive umgekehrt werden
  • Zweite Julidekade hat hohes Potential zu kühl und wechselhaft auszufallen
  • Sommerwettertrend 2017 normal, durchwachsen mit Tendenz zu warm auszufallen

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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