Der Sommer macht Anfang Juli mit einer zwischenzeitlich sehr hohen Eintreffwahrscheinlichkeit eine Pause und die atlantische Frontalzone versorgt Deutschland mit einem Tiefdrucksystem über Skandinavien mit frischen Temperaturen, starker Bewölkung und zeitweiligen Niederschlägen. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert können die Temperaturen in den ersten Julitagen etwa um 2 bis 5 Grad zu kalt ausfallen.

Kontrollläufe stützen einen kühlen Start in den Juli mit anschließender Normalisierung

Gerade in der für den weiteren Wetterablauf im Sommer 2017 relativ wichtigen Zeitspanne des Siebenschläferzeitraums wird es spürbar kühler, doch umso wichtiger ist die Entwicklung der Großwetterlage darüber hinaus. Handelt es sich nur um ein kühles Lüftchen, bevor die Erhaltungsneigung wieder einsetzt, oder kommt nun das Ausgleichsverhalten mit einem verregneten Sommer? Die Kontrollläufe jedenfalls stützen - und das auch bereits seit mehreren Tagen - ein Normalisierungstrend der Temperaturen im Zeitraum vom 5. bis 10. Juli, was im nachfolgenden Diagramm deutlicher erkennbar ist:

Diagramm Temperaturen im Juli 2017 vom 25.06.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Juli 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Hochsommerphase im ersten Julidrittel wenig wahrscheinlich

Die Kontrollläufe berechnen zugleich aber auch eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine hochsommerliche Wetterphase in den ersten zehn Julitagen. Vielmehr ist zum heutigen Stand ein durchwachsener Wettercharakter mit einer erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeit mit Temperaturen im Bereich zwischen +19 bis +24 Grad vom 5. bis 10. Juli wahrscheinlicher.

Langfristmodelle: normaler bis zu warmer Sommer 2017

Der Juni 2017 hat gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen beachtlichen Temperaturüberschuss von +2,6 Grad vorgelegt und sollte sich in kommenden Tagen bis Ende Juni nur noch geringfügig verändern. So startet der Sommer 2017 mit einem gehörigen Temperaturüberschuss und die nachfolgenden Sommermonate Juli und August müssten jeweils um mehr als 1 Grad zu kalt ausfallen, um den Sommer noch auf Normaltemperaturen zu bringen. Blickt man auf die Statistik der vergangenen Jahre, so ist es aber schon mehr als 20 Jahre her, als dass ein Sommer normal ausgefallen ist. Insofern wäre es kein "Hexenwerk" den Sommer 2017 zum heutigen Stand als normal bis zu warm auszugeben.

Statistik: Die Sommer der letzten 20 Jahre

Statistik: Die Sommer der letzten 20 Jahre

Das Langfristmodell berechnet die beiden verbleibenden Sommermonate Juli und August jeweils mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich und im Trend mit einer Abweichung von bis +1 Grad zu warm. Andere Langfristmodelle, wie bspw. vom DWD, berechnen den Sommer 2017 mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent zu kalt, 38 Prozent normal und 42 Prozent zu warm. Das METOffice und auch das Langfristmodell der NASA berechnen eine ganz ähnliche Sommerprognose, welcher mit höherer Wahrscheinlichkeit um +0,25 bis +1 Grad etwas zu warm ausfallen kann. Zusammenfassend bleiben die Langfristmodelle ihren Wetterprognosen der letzten Wochen treu und berechnen ein normales und durchschnittliches Wetter im Sommer mit dem Trend zu warm auszufallen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 25.06.2017

Was ist ein normaler Sommer?

Wir sind in den letzten Tagen wieder häufiger gefragt worden, was den ein durchschnittlicher Sommer für die Monate Juli und August für Temperaturen zur Folge haben kann. Typisch für Deutschland sind Werte zwischen +22 bis +26 Grad, häufiger bis +28 Grad und seltener über +30 Grad. Dazu wechseln sich Schön- und Schlechtwetterperioden in regelmäßigen Abständen ab.

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