Die hochsommerliche Hitzewelle erreicht am Donnerstag mit kräftigen Schauern und Gewittern ihren vorläufigen Höhepunkt und nachfolgend kühlt sich insbesondere über dem Norden bei wechselnder Bewölkung das Temperaturniveau auf +18 bis +23 Grad ab, während es über dem Süden mit +23 bis +28 Grad weiterhin sommerlich warm, aber eben nicht mehr so heiß bleiben kann. Die Niederschlagsneigung ist - mal abgesehen von Starkregenereignissen bei Gewittern - bis einschließlich Sonntag als schwach zu bewerten.

Droht bis Ende Juni die nächste Hitzewelle?

Nein, stabiles Sommerwetter war bisweilen nicht zu beobachten und die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells bestätigen die wechselhaften Temperaturen zwischen sommerlich und hochsommerlich. Die Großwetterlage zeigt sich mit einem Tief am 28. Juni zwischen Island und England und einem Hochdruckgebiet zwischen der Mittelmeerregion und dem östlichen Europa ähnlich strukturiert, wie das heute der Fall ist. So können auf der Tiefdruckvorderseite zunächst sehr warme, später auch feuchte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden, was das Temperaturniveau rasch auf hochsommerliche Werte ansteigen lassen kann. Simuliert werden bspw. für den 29. Juni Tageshöchstwerte, welche im Bereich zwischen +27 bis +33 und örtlich bis +38 Grad liegen können. Nach den heutigen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells ist in den letzten Junitagen mit einer ansteigenden Neigung zu unwetterartigen Schauern und Gewittern zu rechnen, welche im Detail aber noch abgewartet werden muss.

Das europäische Wettermodell stützt in seiner aktuellen Wetterprognose bis Ende Juni 2017 die hohe Wahrscheinlichkeit einer erneuten hochsommerlichen Hitzewelle im Zeitraum vom 26. bis 30. Juni mit einer ganz ähnlichen Variante, wie es das amerikanische Wettermodell berechnet.

Sommer oder Hitze?

Sommerwetter mögen die meisten Menschen, übermäßige Hitze ist aber nicht jedermanns Sache und für manche stellt die Hitze auch eine körperliche Belastung dar. Als "schön" sind deshalb Temperaturen jenseits der +30 Grad Marke nicht zu bezeichnen und schon gar nicht, wenn dazu die Luftfeuchtigkeit ansteigt. Über kurz oder lang wird solch eine Hitzewelle im Sommer häufig durch unwetterartige Wetterereignisse beendet. Wie wahrscheinlich sind aber die Simulationen der Wettermodelle? Die Kontrollläufe stützen gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen zu warmen Temperaturverlauf im letzten Junidrittel, wobei sich die Simulationen der Wettermodelle etwa um 3 bis 5 Grad über dem Mittelwert der Kontrollläufe bewegen. Anders formuliert ist eine neuerliche Hitzewelle im Zeitraum vom 26. bis 30. Juni nicht auszuschließen. So liegt das Temperaturspektrum am 26. Juni zwischen +17 bis +33 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden und +27 Grad über dem Süden) und am 30. Juni zwischen +16 bis +30 Grad (Mittelwert: +19 bis +21 Grad). Der sich normalisierende Temperaturtrend der vergangenen Tage für den letzten Junitag bestätigt sich in den Kontrollläufen heute erneut und steht für einen Wetterwechsel. Was sich daraus für ein Wetter im Juli 2017 entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend.

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