Hochsommerlich heiß wird das Wetter im Verlauf der Woche werden. Der Höhepunkt der "kleinen" Hitzewelle könnte am Donnerstag, den 22. Juni 2017 mit Temperaturen von +25 bis +30 Grad und örtlich gar bis +35 Grad erreicht werden. Der Preis für die sommerliche Hitze sind schwül-warme Luftmassen, welche sich am Donnerstag und auch in der Nacht auf Freitag in Form von unwetterartigen Schauern und Gewittern entladen können. Details hierzu bleiben aber noch abzuwarten.

Sommerliche Hitzewelle nur von kurzer Dauer?

Der Grund für den heftigen Anstieg der Temperaturen ist die Ostwärtsverlagerung des Hochdrucksystems von Deutschland über das südöstliche Europa, bzw. die Mittelmeerregion. Gleichzeitig strebt die atlantische Frontalzone in Richtung Skandinavien und sorgt im Verbund mit dem Hoch für die warmen und heißen Sommertemperaturen. Aber auch diese Sommerperiode hat keine Substanz, was zum kommenden Wochenende das stete Auf und Ab der Temperaturen im Juni 2017 bestätigt. So können über dem Norden die Temperaturen am Freitag und Samstag voraussichtlich auf +18 bis +23 Grad zurückgehen, während über dem Süden mit +22 bis +28 Grad die "Abkühlung" geringer ausfallen kann.

Unbeständiges Wetter bis Ende Juni

Eine stabile Großwetterlage hat es im Sommer 2017 bislang noch nicht gegeben und markant ist das stete Wechselspiel aus Hoch- und Tiefdruckeinfluss im schnellen Wechsel. Entsprechend können die Temperaturen mit der Tiefdruckvorderseite rasch auf sommerliche Temperaturen ansteigen und mit der nachfolgenden Rückseite des Tiefdrucksystems auf kühlere Werte absinken, wobei der Übergang der Temperaturen mit kräftigen Schauern und Gewittern einhergehen kann.

Das amerikanische Wettermodell berechnet in seiner heutigen Simulation bis Ende Juni keine großartigen Veränderungen dieser Großwetterlage, so dass es wohl bei einem Auf und Ab der Temperaturen bleiben wird, diese aber stets über dem langjährigen Mittelwert liegen können. Zudem wird vom 26./27. Juni bis 30. Juni mit einer südwestlichen Grundströmung eine erhöhte Neigung zu Schauern und Gewittern simuliert, welche zum Ende des ersten Sommermonats Unwetterpotential aufweisen können.

Das europäische Wettermodell stützt die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells in den Grundzügen, sodass auch nach dieser Simulation mit einem wenig beständigen Sommerwetter bis Ende Juni zu rechnen ist.

Kontrollläufe: sommerlich warmes letztes Juni Drittel

Der Juni 2017 hat gegenüber dem langjährigen Mittelwert aktuell eine Abweichung von rund +1,5 Grad vorzuweisen und nach den Berechnungen der Wettermodelle ist für das letzte Juni Drittel keine signifikant länger andauernde "Kältewelle" zu erkennen. Betrachtet man die Simulationen der Kontrollläufe, so ist mit einem Temperaturüberschuss von +1 bis +4 Grad sogar mit dem Gegenteil zu rechnen, was den Juni 2017 mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm ausfallen lassen könnte. So liegt das Temperaturspektrum am "kältesten" Tag, dem 25. Juni zwischen +16 bis +27 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden und +26 Grad über dem Süden) und am 30. Juni zwischen +16 bis +33 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden und +23 Grad über dem Süden).

Diagramm Temperaturen im Juni 2017 vom 19.06.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Juni 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wie sich der Sommer im Juli 2017 weiterentwickeln kann, ob zum Hochsommer auch stabile Wetterlagen möglich sind und welche Großwetterlage zum Siebenschläferzeitraum zu erwarten ist, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter im Juli 2017.

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