Sommerlich warm von Sonntag bis einschließlich Dienstag, örtlich können am Montag und Dienstag mit bis über +30 Grad auch hochsommerliche Werte erreicht werden. Der Sommer 2017 besticht bisweilen aber durch sein beständiges Auf und Ab der Temperaturen und von einer wenig stabilen Großwetterlage. So folgt am Mittwoch bereits die nächste Abkühlung, bevor zum Donnerstag die Temperaturen schon wieder eine ansteigende Tendenz aufweisen können (Details s. Wettervorhersage Juni).

Sommerliches Wetter bis Ende Juni?

Betrachtet man die Entwicklung der Großwetterlage nach den Simulationen der Wettermodelle, so ist ein Hochdrucksystem über England für den gemäßigten Temperaturanstieg am Donnerstag verantwortlich, was sich von der atlantischen Frontalzone allmählich nach Osten abdrängen lässt. In Folge daraus sind zum heutigen Stand drei Wetterentwicklungen bis Ende Juni 2017 möglich.

  • Sommervariante: In der ersten Variante verlagert sich das Hochdrucksystem mit seinem Kern entweder direkt über Mitteleuropa, oder über das östliche bis südöstliche Europa und sorgt neben viel Sonnenschein und trockenem Wetter für sommerlich warme Temperaturen, welche im Zeitraum vom 23. bis 30. Juni anhalten können.
  • Wenig stabiles Sommerwetter: in der zweiten Variante bleibt sich der Wettercharakter im Juni treu und sorgt auch für die restlichen Tage des ersten Sommermonats für einen unbeständigen, teils sommerlich warmen und teils kühlen Wettercharakter. Weder die atlantische Frontalzone, noch das Hochdrucksystem kann sich nachhaltig durchsetzen.
  • Kühle Aussichten: in der dritten Variante hält sich das Hochdrucksystem nicht lange, wird nach Osten abgedrängt und löst sich schließlich auf. Das ermöglicht es der atlantischen Frontalzone sich bis über Skandinavien zu positionieren und auf dem Atlantik gelingt der Aufbau von hohen Luftdruck von den Azoren bis Grönland. Das wäre für das Sommerwetter die "ungünstigste" Konstellation, da solch eine Wetterlage durchaus für einen längeren Zeitraum Bestand haben und aus nördlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann.

Kontrollläufe: alles normal?

Welche der Wetterentwicklungen ist wahrscheinlicher - die Sommervariante, die durchwachsene oder gar die kühle Variante? Die Kontrollläufe bleiben auch heute ihrem Trend der letzten Tage treu und berechnen im Zeitraum vom 23. bis 27. Juni einen Temperaturanstieg, welcher mit seinem Mittelwert deutlich über dem langjährigen Mittelwert im positiven Bereich liegen kann. Im Zeitraum vom 28. bis 30. Juni normalisiert sich das Temperaturspektrum wieder. Anders formuliert zeigt sich das letzte Juni durchaus sommerlich warm, wenngleich eine stabile Sommerwetterlage zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich ist. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen im Juni 2017 vom 17.06.2017

Die Verhältnisse der Kontrollläufe im Juni 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Sommer 2017 normal mit Trend zu warm auszufallen

Die aktuelle Temperaturabweichung der bereits vergangen Juni Tage liegt aktuell bei rund +1,5 Grad und sollten sich die heutigen Simulationen im letzten Juni Drittel bestätigen, so hat der Juni 2017 eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit deutlich zu warm auszufallen. Für die Sommermonate von Juli und August berechnet das Langfristmodell eine Abweichung von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis zu warmen Bereich, was im Umkehrschluss zum heutigen Stand einen zu kalten Sommer 2017 weniger wahrscheinlich macht.
Dass der Sommer 2017 etwas zu warm ausfallen könnte zeigt sich auch anhand der Statistik, nachdem der letzte zu kalte Sommer schon 20 Jahre zurück liegt und es im Zuge des Klimawandels ein leichtes ist, die Jahreszeiten entsprechend zu warm zu prognostizieren. Ein weiterer Fürsprecher für einen zu warmen Sommer sind die Berechnungen des Langfristmodells in der Niederschlagswahrscheinlichkeit, welche über alle Sommermonate hinweg als normal (über dem Norden) bis zu trocken (über dem Süden) berechnet wird. Ein kalter Sommer würde sich durch eine hohe Tiefdruckaktivität abzeichnen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 17.06.2017

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