Das Auf und Ab der Temperaturen im Sommer 2017 geht weiter. Passend zu Fronleichnam (in überwiegend katholischen Regionen ein Feiertag) zeigen sich die Temperaturen mit +22 bis +27 Grad im durchaus sommerlichen Bereich, gehen aber zum "Brückentag" am Freitag auf kühlere +17 bis +23 Grad zurück. Zudem steigt die Neigung zu Schauern und Gewittern ab Donnerstag von Süden her an.

Wechselhaftes Sommerwetter entspringt auf dem Atlantik

Eine erhöhte Wetteraktivität von Neufundland bis nach Skandinavien reichend, sorgt abwechselnd für eine warme "Vorderseite" und nachfolgend kühleres "Rückseitenwetter". Eine stabile Sommerwetterlage ist bis zur Mitte des ersten Sommermonats nicht zu erwarten. Darüber hinaus berechnen die Wettermodelle weiterhin unterschiedliche Wetterentwicklungen, welche sich von sommerlich warm bis für die Jahreszeit deutlich zu kühl entwickeln können. Mit höherer Wahrscheinlichkeit aber zeigt sich der Zeitraum vom 16. bis 18. Juni mit Temperaturen zwischen +17 bis +23 noch gemäßigt warm und darüber hinaus sind nach den Berechnungen der Wettermodelle vom 18. bis 24. Juni zwei unterschiedliche Wetterentwicklungen zu erwarten.

  • In der ersten Variante setzt sich die atlantische Frontalzone über dem skandinavischen Raum fest und sorgt mit einem Hoch zwischen den Azoren, Island und England über Deutschland, Österreich und der Schweiz für ein nördliches Zirkulationsmuster, welches in Etappen deutlich kühlere Luftmassen heranführen kann. Simuliert werden bspw. am 20. Juni Tageswerte zwischen +13 bis +19 Grad bei einem regnerischen Wettercharakter.
  • Anders die Zweite Variante, bei der sich der Hochdruckkeil des Azorenhochs über Mitteleuropa durchsetzen und somit den Tiefdruckeinfluss von Skandinavien her unterbinden kann. Mit einer südwestlichen Grundströmung wären sommerliche Temperaturen zwischen +20 bis +25 Grad bei einem ebenfalls wechselhaften Wettercharakter zu erwarten.

Kontrollläufe: Hop oder Top

Die Begrifflichkeit "Hop oder Top" gebrauchen wir in den letzten Tagen häufiger und auch heute wieder geht das Sommerwetter entweder in die deutlich zu warme, oder eben zu kalte Richtung. Eine "Normalität" der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert ist zum Ende des zweiten und zum Beginn des letzten Juni Drittels weniger wahrscheinlich. Die Schwankungen der Temperaturen sind beachtlich und betragen in der Differenz zum 20. Juni rund 12 Grad.
Zum Vergleich: für eine vernünftige Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert. Da ist also noch Entwicklungsspielraum gegeben, wobei die höhere Wahrscheinlichkeit zum Beginn des letzten Juni Drittels bei einer für die Jahreszeit leicht zu kalten Temperaturentwicklung liegt. So liegt das Temperaturspektrum am 18. Juni zwischen +15 bis +24 Grad (Mittelwert: +19 bis +20 Grad) und am 25. Juni zwischen +17 bis +30 Grad (Mittelwert: +20 bis +22 Grad). Der Mittelwert liegt anfangs noch knapp unter dem und später um den Jahreszeit typischen Wert.

Diagramm Temperaturen im Juni 2017 vom 11.06.2017

Die Verhältnisse der Kontrollläufe im Juni 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodelle: normale Wetterentwicklung im Sommer 2017

Die Langfristmodelle des DWD, NOAA, NASA, METOffice und IRI bleiben in ihren Berechnungen der letzten Wochen und auch Monaten für das Sommerwetter 2017 konstant. Demnach sollen die Temperaturen gegenüber dem vieljährigen Mittelwert in den Sommermonaten von Juni bis August normal und in der Tendenz leicht zu warm ausfallen. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich nach den Berechnungen der Langfristmodelle eine eher zu trockene Niederschlagstendenz im Sommer 2017.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 11.06.2017

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!