Wetter Sommer 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Sommer 2017 - Wetter­trend vom 1. Juni 2017: Stabiles Sommerwetter erst einmal nicht in Sicht

Ab Freitag wird der Wettercharakter unbeständiger und mit vermehrten Schauern und Gewittern ist zu rechnen. Kurz vor Pfingsten können am Samstag die Temperaturen nochmals ansteigen, bevor über Pfingsten die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone Deutschland, Österreich und die Schweiz erreichen können. So kann das Wetter über Pfingsten  mit hoher Wahrscheinlichkeit wechselhaft und regnerisch bei zurückgehenden Temperaturen ausfallen.

Darin stimmen die Wettermodelle weitgehend überein. Was noch fraglich ist, ist die Wetterentwicklung nach Pfingsten. Kehrt der Sommer zurück oder setzt sich die Schafskälte durch? Nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle bleiben beide Optionen bewahrt und im Detail wird es darauf ankommen, wie sich das Tiefdrucksystem zwischen Island und England und ein Hochdruckkeil des Azorenhochs verhalten wird.

 

Von Hochsommer bis Schafskälte - der Sommer 2017 weiterhin in der Orientierungsphase

Einfach vorherzusagen ist die kommende Wetterentwicklung nicht. Oftmals spielen nur wenige hundert Kilometer eine entscheidende Rolle. Im wesentlichen kann man aber zwei Wetterentwicklungen bis Mitte Juni als wahrscheinlich betrachten.

  • Sommer: Sollte sich der Hochdruckkeil von den Azoren über Mitteleuropa bis nach Skandinavien ausdehnen können, so wäre im zweiten Juni Drittel mit einer Verlagerung des Hochdruckkomplexes bis über das östlichen Europa anzunehmen. Die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone könnten dadurch blockiert werden und mit einer südwestlichen bis südlichen Anströmung der Luftmassen wäre typisches Sommerwetter mit warmen Temperaturen und einem zu Schauern und Gewittern neigenden Wettercharakter zu erwarten.
  • Schafskälte: Die zweite Wetterentwicklung besteht im Durchbruch der atlantischen Frontalzone über Mitteleuropa. Kurz und knapp wäre bei dieser Variante bis Mitte Juni mit einer wenig sommerlichen Wetterlage zu rechnen, bei der es zu zeitweilig länger andauernden Niederschlägen bei mäßig warmen Temperaturen kommen kann.
 

Schafskälte oder Sommer - was ist wahrscheinlicher?

Die Schafskälte ist so ziemlich die letzte Wettersingularität, welche die Temperaturen nochmals ordentlich abkühlen lassen könnte und sie hält sich oftmals auch nicht für eine längere Zeit. Schaut man auf die Entwicklung der Temperaturen nach den sog. Kontrollläufen, so zeigt sich im Zeitraum vom 4. bis 7. Juni eine kühlere Temperaturphase, bei der die Werte dennoch größtenteils im Jahreszeit typischen Bereich liegen können. Mit Werten zwischen +15 bis +20 Grad dürfte es aber vielen zu kalt sein. Im Zeitraum darüber hinaus zeigt sich ein ansteigender Temperaturtrend, welcher mit seinem Mittelwert über dem langjährigen Durchschnittswert liegen und diesen Überschuss mit einem Mittelwert von +20 bis +23 Grad bis Mitte Juni halten kann. Anders formuliert: Schafskälte ja, danach aber zunehmend sommerliches Wetter.

 

Diagramm Temperaturen im Juni 2017 vom 1. Juni

Die Verhältnisse der Kontrollläufe Juni 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

 

Sommer 2017: Langfristmodell mit weiteren Korrekturen

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wetterprognose für den Sommer 2017 eine kleine Korrektur und äußert sich dadurch, als dass der Juni mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm ausfallen könnte, während im Juli die Abweichung mit -0,5 bis +0,5 Grad in den normalen Bereich zurück gerechnet wurde und im Trend mit einer Abweichung von bis zu +1 Grad auch leicht zu warm ausfallen kann. Für den letzten Sommermonat August bleibt alles so, wie es in den letzten Tagen und Wochen bereits berechnet wurde: Normal, mit der Tendenz auch leicht zu warm ausfallen zu können.
Im Niederschlagsverhalten werden die ersten beiden Sommermonate Juni und Juli etwas zu trocken und der August gegenüber seinen Sollwert normal und in der Tendenz leicht zu nass berechnet. Nimmt man den Durchschnitt der Sommermonate, so spricht diese zum heutigen Stand mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad für ein zu warmes Wetter im Sommer 2017, während die Niederschlagsabweichung kaum Auffälligkeiten aufweist.

 

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 31. Mai 2017

Vergleich Sommerprognose Langfristmodell mit Abweichung zum Mittelwert

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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