Mit Hilfe eines nach Osten abziehenden Hochdrucksystems wird sich im Zeitraum nach dem Vatertag am kommenden Wochenende der Sommer mit Werten zwischen +22 bis +27 Grad durchsetzen können.

Mit Hilfe des Hochdrucksystems können bis Ende Mai und Anfang Juni sogar noch etwas wärmere Luftmassen nach Norden in Richtung Deutschland geführt werden, bevor die ersten atlantischen Tiefdrucksysteme in Form von kräftigen Schauern und Gewittern für eine Abkühlung sorgen können. Ein ansteigendes Unwetterpotential zum Sommeranfang ist zum heutigen Stand jedenfalls nicht auszuschließen und bestätigt sich auch in den Simulationen von heute Nachmittag.

Update zum Pfingstwetter 2017

Das Spektrum der Temperaturen liegt Ende Mai und Anfang Juni etwa um +6 bis +12 Grad über dem langjährigen Mittelwert im viel zu warmen Bereich und wird den Monat Mai deutlich zu warm ausfallen lassen können. Der aktuelle Temperaturmittelwert der bereits vergangenen Mai Tage liegt schon mit +0,47 Grad über dem Mittelwert im zu warmen Bereich. Somit steht schon heute fest, dass der Frühling 2017 nach einem zu warmen März, einem weitgehend normalen April und nach dem zu warmen Mai im Schnitt zu warm ausfallen wird. Aber das nur am Rande, eine ausführliche Verifikation des Wetters im Frühling erfolgt Ende Mai. Das sich der sommerliche Temperaturüberschuss von bis zu +30 Grad und mehr nicht lange halten wird, ist verständlich, da die Luftmassen zum Sommerbeginn gerne noch instabil und zu Schauer und Gewitter neigen und nicht selten kommt es im ersten Juni Drittel auch noch einmal zu einer kühleren Temperaturphase, der sog. Wettersingularität der Schafskälte. Und diese Abkühlung vom Sommerwetter berechnet das amerikanische Wettermodell heute Nachmittag erneut - und das passend zum Pfingstwochenende.

Amerikanisches Wettermodell - kräftige Schauer und Gewitter mit Unwetterpotential zu Pfingsten

Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 1. bis 5. Juni mit einer hohen Neigung zu Schauern und Gewittern, welche örtlich auch Unwetterpotential erreichen können. Dabei können die Temperaturen langsam aber stetig zurückgehen. So werden bspw. am 1. Juni noch Temperaturen im Bereich zwischen +19 bis +27 Grad und am Pfingstmontag, dem 5. Juni von +16 bis +22 Grad simuliert. Das ist für den ersten Sommermonat relativ frisch, passt aber gerade noch so in das normale Temperaturgefüge. Ob diese Abkühlung tatsächlich so kommen mag, bleibt zu heutigen Stand noch abzuwarten, denn die sog. Kontrollläufe berechnen auch sommerliche Wettervarianten bis und über Pfingsten und der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt mit +2 bis +4 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert. Somit hat das erste Juni Drittel durchaus eine erhöhte Wahrscheinlichkeit zu warm auszufallen und diese Veränderung kommt auch in der heutigen Wetterprognose des Langfristmodells für den Sommer 2017 an .

Langfristmodell: das Wetter im Sommer 2017 wird zu warm

Vor allem der Juni hat in den Berechnungen des Langfristmodells gegenüber den letzten Tagen eine Veränderung erfahren. So lag die Abweichung mit -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich, heute simuliert das Langfristmodell für den ersten Sommermonat aber eine Abweichung von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis zu warmen Bereich. Für den Juli und August bleibt alles wie gehabt. Der Juli hat demnach eine Abweichung von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis zu warmen und der August mit -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich. Vor allem aber der August 2017 hat demnach eine Tendenz auch leicht zu kalt auszufallen. In der Niederschlagsberechnung wird der Juni und Juli leicht negativ (zu trocken) und der August leicht positiv (etwas zu nass) berechnet. Alles in allem ist nach diesen Berechnungen ein normaler, durchschnittlicher und durchwachsener Sommer 2017 in Deutschland zu erwarten, welcher im Trend auch zu warm ausfallen kann.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 23. Mai 2017

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