Wetter Sommer 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2017 - Wetter­prognose vom 29. April: der Frühling lässt noch auf sich warten

Am Wochenende wird es etwas trockener und auch spürbar wärmer, bevor es zum Wochenstart - und damit auch am Feiertag am 1. Mai - von Westen wieder unbeständiger und kühler werden kann. Im weiteren Verlauf der Woche positioniert sich dann ein Tiefdrucksystem über Deutschland, so dass mit weiteren Niederschlägen bei mäßig kühlen Temperaturen gerechnet werden kann. Zum aktuellen Stand pendeln sich die Werte auf +7/+12 Grad ein und können mit etwas Sonnenschein auf +13/+17 Grad ansteigen.

K(r)ampf der Wettersysteme

Beide Wettermodelle berechnen das Hochdrucksystem zum 5. Mai bei Island, allerdings gibt es darüber hinaus auch unterschiedliche Entwicklungsvarianten. So lange das Hochdrucksystem aber westlich von Europa verweilt, ist so schnell nicht mit einem "knallerwarmen" Wetter zu rechnen. Und dennoch - im Detail wird es sehr wohl darauf ankommen, wie sich die Wettersysteme zueinander verhalten werden. Nach den aktuellen Berechnungen halten sich das Hoch und das Tief auf dem Atlantik die Waage, so dass nicht allzu viel passiert. Sollte aber die südlich verlagerte Tiefdruckrinne von Neufundland, den Azoren bis über die Mittelmeerregion nur etwas weiter nach Osten vorankommen, oder das Hochdrucksystem noch weiter nach Westen ausweichen können, so stünde eine relativ rasche Veränderung der Großwetterlage bevor. Das Zirkulationsmuster ist aber mit dem Hoch bei Island und dem Tief über dem Azoren als "gestört" zu bezeichnen. Das diese Entwicklung sehr wahrscheinlich ist, zeigt sich in einer negativen Bewertung des NAO- und des AO-Index Wertes.

Was hat das für Folgen?

Im Winter ist die gestörte Zirkulation ein Highlight für alle die sich einen Winter mit Kälte und Schnee wünschen. Im Mai kommt es ganz darauf an, wie sich das Hochdrucksystem positionieren und die Tiefdruckrinne über die Mittelmeerregion vorankommen mag. Entscheidend sind die Positionen hinsichtlich der Frage: wird es kalt, oder wird es wärmer?

  • Das amerikanische Wettermodell berechnet das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 4. bis 12. Mai zunehmend westlicher über Island und Grönland, während die Tiefdrucksysteme nicht weiter nach Osten vorankommen können. In Folge dessen gelangen kalte Luftmassen aus nördlichen Richtungen bis über das südliche Skandinavien, während die Tiefdrucksystem gemäßigt milde Luftmassen aus dem Süden nach Norden pumpen. Deutschland liegt zwischen diesen unterschiedlich temperierten Luftmassen.
  • Das europäische Wettermodell berechnet die Verlagerung des Hochdrucksystem im Zeitraum vom 4. bis 9. Mai ebenfalls nach Westen, liegt aber letztlich mit einer Position zwischen Grönland und dem östlichen Kanada noch weiter westlicher, was den Einfluss auf das Wetter über Mitteleuropa abschwächen kann. Da auf der Rückseite des Hochdruckgebietes zwischen Grönland und dem europäischen Nordmeer kalte Luft arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden kann, regt das wiederum die Tiefdruckproduktion über Island an. Mit anderen Worten ist auch nach diesen Berechnungen nur mit einem mäßig milden, bzw. kühlen Wettercharakter über Deutschland zu rechnen.

Kontrollläufe: für die Jahreszeit leicht zu kalt

Die Kontrollläufe bestätigen den Trend der letzten Tage. Zwar zeigt sich Anfang Mai gegenüber dem April ein grundsätzlich positiver Temperaturverlauf, liegt aber mit einer Abweichung von 0,5 bis 3 Grad noch unter dem Jahreszeit typischen Wert. Zum Vergleich: aktuell liegt die Abweichung bei 3 bis 7 Grad im zu kalten Bereich. So liegt das Temperaturspektrum am 6. Mai zwischen +9 bis +21 Grad (Mittelwert: +13/+15 Grad) und am 12. Mai zwischen +8 bis +21 Grad (Mittelwert: +14/+16 Grad). Da ist nicht allzu viel Bewegung zu erwarten, was sich aber in den kommenden Tagen noch ändern kann. Warum? Wie bereits erwähnt: sollte die Tiefdruckrinne südlich weiter nach Osten vorankommen, so gelangt Deutschland, Österreich und auch die Schweiz auf die warme Vorderseitenanströmung. Blockiert allerdings das Hoch die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik, so ist ein Zustrom kühlerer Luftmassen zum Beginn des zweiten Mai Drittels möglich.

Kühles Wetter an den Eisheiligen nicht auszuschließen

Betrachtet man die Kontrollläufe im Zeitraum der Eisheiligen (11. bis 15. Mai) genauer, so zeigt sich in der Entwicklung der Temperaturen in 1.500 Meter eine Abwärtstendenz, was - schon alleine mit der Hochdruckposition westlich von Europa - eine kühlere Nordströmung nicht ausschließen lässt. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt / normal / zu warm, wo es eine höhere Wahrscheinlichkeit für kältere Temperaturen mit Beginn des zweiten Mai Drittels geben kann.

Diagramm Temperaturen Mai 2017 vom 29. April

Langfristmodell: kaum Veränderungen in der Wetterprognose Sommer

Das Langfristmodell berechnet den Mai mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im leicht zu warmen Bereich. Für den Juni und Juli liegt die Abweichung mit +0,5 bis +1 Grad ebenfalls im leicht zu warmen Bereich und sinkt erst zum August mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad in den normalen Bereich ab. Im Niederschlagsverhalten gibt es keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber den Sollwerten, wobei der Mai im Trend leicht zu trocken und der August leicht zu nass ausfallen könnte. So ergeben sich zum heutigen Stand gegenüber den letzten Tagen kaum Veränderungen in der Entwicklung des Sommerwetters.

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2017 vom 29. April 2017

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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