Kalt, mit Optionen auf Schnee- und Graupelschauer - so waren die Simulationen der Wettermodelle von heute Morgen für das Wetter am Osterwochenende. Doch wie gesichert ist diese Wetterprognose? Heute Nachmittag bestätigt sich der Trend. So liegt über Skandinavien ein zentrales Tiefdrucksystem, während über England ein Hochdrucksystem sich positionieren kann. Im Detail wird es nun darauf ankommen, ob sich dieses Hochdrucksystem an Ostern über das südliche Deutschland verlagern und mit einer westlichen, teils südwestlichen Grundströmung mildere Luftmassen nach Deutschland führt, oder ob sich das Hochdrucksystem auf den Atlantik zwischen Grönland und Island verlagert. In diesem Fall wäre mit einer kalten Trogwetterlage Mitteleuropa über Ostern zu rechnen. Der sog. Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells simuliert heute Nachmittag durchaus eine Variante, welches den Hochdruckkern zum Ostersonntag über die Alpen verlagert und zumindest am Karsamstag und Ostersonntag mit +8/+15 Grad für etwas mildere Temperaturwerte sorgen könnte. Der Blick auf die Kontrollläufe zeigt durchaus das Potential für einen ansteigenden Temperaturtrend, allerdings sei auch erwähnt, dass dieser sich im Mittel gerade einmal den für die Jahreszeit normalen Temperaturen annähern kann. So liegt das Temperaturspektrum zwischen +4/+17 Grad bei einem Mittelwert von +11/+13 Grad.

Frühling: Im Zeitraum darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell letztlich doch die Verlagerung des Hochdrucksystems nach Westen, was den Weg für die Kaltluft aus nördlichen Richtungen frei und das Wetter für den Rest der Osterferien unbeständig und kühl werden lassen kann. Anders formuliert: eine stabile Wetterlage mit frühlingshaft milden Temperaturen ist im Zeitraum vom 11./24. April zum aktuellen Satnd nicht in Sicht. Der Temperaturtrend ist vielmehr normal mit der Tendenz leicht zu kalt auszufallen. Das spiegelt sich auch in den aktuellen Wetterprognosen des Langfristmodells wieder. So wird die Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen -0,5/+1 Grad im normalen bis allenfalls leicht zu warmen Bereich berechnet. Das ist im Vergleich gegenüber den letzten Wochen eine negative Entwicklungstendenz für den April. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich eine über dem Westen eher trockene Entwicklung, welche über dem Osten gegenüber dem Sollwert auch normal ausfallen kann. Interessant bleibt die Berechnung für den Mai, welcher mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad normal berechnet wird. Interessant deshalb, da der Rekordmärz mit einer Abweichung von +3,7 Grad ordentlich vorgelegt hat und es nun den Anschein hat, als ob sich das warme Wetter aus dem Februar und März im April und Mai umkehren könnte (Ausgleichsverhalten). Nichtsdestotrotz könnte das Wetter im Frühling 2017 - gerade wegen dem März - letztlich zu warm ausfallen.

Sonnenflecken - Sonnenaktivität
Sommer: Für den Sommer gibt es zwei Theorien. Entweder er folgt dem Klimawandel und wird der 21. zu warme Sommer in Folge - dessen Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, oder aber er wird anders: normal, und unbeständig. Randfaktoren hierzu sind die geringe Sonnenaktivität im abnehmenden Zyklus (siehe Diagramm) und die Auffällige Positionierung von Hochdrucksystemen weiter nördlich, welche eine "normale" West- bis Südwestwetterlage durch meridionale Strömungsmuster verhindert. Auffällig sind diese Muster seit Oktober letzten Jahres. Meridionale Wetterlagen sind nicht gerade für einen warmen Sommer förderlich. Das Langfristmodell berechnet den Sommer mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad leicht zu warm (Juni: +0,5/+1 Grad; Juli +0,5/+2 Grad; August +0,5/+1 Grad). Im Niederschlagsverhalten zeigen sich kaum Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert - im Trend leicht negativ (zu trocken).

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