Zwar gibt es für das Wetter kurz vor Ostern einen Trend, welcher in eine normale Temperaturentwicklung geht, jedoch bleiben die Schwankungen noch hoch, so dass eine gesicherte Detailprognose zum Wetter an Ostern noch nicht erstellt werden kann. Entscheidend wird sein, wie sich die Wettersysteme zueinander positionieren werden. Heute Nachmittag wurde erneut eine kühlere Variante zwischen dem 6./8. April mit einer nachfolgenden Verlagerung des Hochdrucksystems über das östliche Europa bis zum 11. April berechnet, was für Deutschland einen wärmer werdenden Temperaturcharakter wahrscheinlicher macht. Kurz vor Ostern werden die Simulationen von heute Morgen bestätigt, was einen Kaltlufteinbruch - wie er in den letzten Tagen noch berechnet wurde - weniger wahrscheinlich macht. Nichtsdestotrotz ist man in den Berechnungen der Wettermodelle von einer früh sommerlich warmen Wetterlage an Ostern genauso weit entfernt wie von einer zu kalten Wetterlage - der Mittelwert der Simulationen bewegt sich im Jahreszeit-typischen Bereich, was Temperaturen zwischen +14/+18 Grad, örtlich bis +20 Grad bringen kann.

Wie aber wird das Wetter im Frühling und Sommer? Nach dem viel zu warmen Wetter im März schickt sich nun auch der April dazu an, zu warm auszufallen. Unterstützt wird das Ganze von den Langfristmodellen, welche den April durchweg mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad zu warm berechnen. Da spielt es fast schon keine Rolle mehr, wie das Wetter im Mai ausfallen wird - der Frühling hat ein sehr hohes Potential insgesamt zu warm auszufallen. Allerdings lohnt sich ein Blick auf den Mai, welcher durch die sog. Eisheiligen (zum Beginn des zweiten Mai-Drittels) durchaus auch eine kältere Temperaturphase ausweisen kann. Die Langfristmodelle berechnen jedenfalls eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, als dass der Mai mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad normal bis leicht zu warm ausfallen könnte. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der April leicht zu trocken und der Mai leicht zu nass .

Leichte Veränderungen haben sich in den Berechnungen des Langfristmodells für das Wetter im Sommer ergeben. Der Juni könnte mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad leicht zu warm, der Juli mit +0,5/+2 Grad zu warm und der August mit -0,5/+1 Grad normal bis leicht zu warm ausfallen. In Summe nach einem zu warmen Frühling also auch ein zu warmer Sommer, welcher im Niederschlagsverhalten kaum Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert zeigt.
Diagramm für Temperatur- und Niederschlagsentwicklung Frühling und Sommer 2017 vom 3. April 2017

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