Beide Wettermodelle berechneten heute eine weitgehende Übereinstimmung darin, dass nach den nun bevorstehenden frühlingshaft milden Tagen Ende März / Anfang April ein weiterer Wetterwechsel erfolgen kann. Ein Tiefdrucksystem nähert sich Ende März Mitteleuropa und sorgt entlang seiner Vorderseite für einen kräftigen Warmluftschub in Richtung Deutschland, Österreich und der Schweiz, so dass die Temperaturen sich schon näher an der +20 Grad als an der +10 Grad Marke bewegen können. Am 31. März / 1. April erreicht das Tiefdrucksystem Skandinavien und kann über Deutschland kühlere Luftmassen und einen unbeständigeren Wettercharakter herbeiführen - in der Übergangsphase wären auch gewittrige Regenfälle nicht auszuschließen. So könnten die Temperaturen bis zum 3. April auf Werte zwischen +5/+14 Grad zurückgehen - ein gewisser Entwicklungsspielraum bleibt also noch offen.

Wetterwechsel nur von kurzer Dauer?

Der April ist bekannt dafür, dass er macht was er will. Das hängt vor allem mit den rasch abwechselnden Großwetterlagen zusammen, da sich im April die Landmassen schneller als die Meeresoberfläche erwärmen können. Bedingt durch den Temperaturunterschied neigt das Wetter zu Turbulenzen, was zum wechselhaften und unbeständigen Wettercharakter im April führen kann. So verwundert es auch wenig, dass die Wettermodelle in den letzten Tagen immer wieder auch ein Hochdrucksystem im Zeitraum vom 4./8. April im Bereich zwischen England, Skandinavien und Deutschland berechnen. So könnten daraus drei Wetterentwicklungen entstehen, welche sich im Grundsatz von einer Hochdruckwetterlage Mittel- / Osteuropa mit milden Temperaturen oder einer unbeständigen Nordwest- / Westwetterlage bei gemäßigten Temperaturwerten und einem unbeständigen Wettercharakter unterscheiden können.

Nach der Statistik wird es Anfang April kälter

Das eine Abkühlung Anfang April nicht unwahrscheinlich ist, zeigt der langjährige Mittelwert, welcher in den ersten April-Tagen etwa um 2 bis 3 Grad gegenüber Ende März absinken kann. Anders formuliert ist eine Abkühlung durchaus typisch für den April und entspricht einer Singularität, bei der es im Zeitraum vom 1./9. April nicht selten noch einmal zu Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab kommen kann. Wie wahrscheinlich ist solche eine Wetterentwicklung? Die Kontrollläufe stützen zwar einen Temperaturrückgang Anfang April, jedoch sind Varianten mit Temperaturen unter der +5 Grad Marke in den aktuellen Simulation so gut wie nicht vertreten. Viel wahrscheinlicher hingegen ist eine Jahreszeit typische Temperaturentwicklung, welche bis zum 8. April eine leicht zu warm Tendenz aufweist. In der Niederschlagsprognose zeigt sich im Zeitraum vom 1./3. April eine mäßig hohe Niederschlagsneigung, welche darüber hinaus schwach bis mäßig ausfällt. Der Aufbau von einem neuerlichen Hochdrucksystem im Verlauf des ersten April-Drittels ist somit nicht abwegig.

Frühling zu warm, Sommer zu warm

Der März hat aktuell eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +2,8 Grad im deutlich zu warmen Bereich. Hinsichtlich der nun bevorstehenden milden Temperaturen sollte die Temperaturabweichung in Richtung +3 Grad ansteigen können. Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wetterprognose für den Frühling und Sommer mit einer Abweichung von +1/+2 Grad einen ebenfalls deutlich zu warmen April. Der Mai zeigt mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad eine abfallende Temperaturtendenz, welche im Juni, Juli und August mit +0,5/+2 Grad wieder im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich liegen kann. In Summe fällt aber nach diesen Berechnungen zum heutigen Stand sowohl der Frühling, als auch das Wetter im Sommer zu warm aus.

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