Zunehmend hoher Luftdruck setzt sich in den kommenden Tagen durch. So scheint bei einem auf östliche Richtungen drehenden Wind häufiger die Sonne und es bleibt weitgehend trocken. Die Temperaturen steigen meist auf Werte zwischen +7/+12 Grad, können aber mit längerer Sonnenscheindauer auf bis +10/+15 Grad ansteigen, was häufiger über dem Westen und Südwesten der Fall sein könnte (Details s. Wetter März).

Hochdruckbrücke kommt

Der Grund für den zunehmend trockenen Wettercharakter ist ein Hochdrucksystem, welches am Wochenende über Deutschland liegt und mit einer östlichen Grundströmung relativ trockene Luftmassen nach Deutschland führt. Im Verlauf der kommenden Woche gelingt zwischen einem Hochdrucksystem über den Azoren und dem westlichen Russland der Brückenschlag über Deutschland, was den überwiegend trockenen und auch größtenteils sonnigen Wettercharakter bis zur Wochenmitte erhalten kann.

Hochdruckbrücke labil, Hochdruckkern Mitteleuropa kann für wärmere Temperaturen sorgen

Im Zeitraum vom 12./15. März ist nach den Berechnungen beider Wettermodelle ein Erhalt der Hochdruckwetterlage sehr wahrscheinlich, so dass mit einer nordöstlichen Grundströmung zunächst etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Im Zeitraum vom 14./17. März berechnen beide Wettermodelle die Möglichkeit eines autarken Hochdrucksystems über Mitteleuropa, was neben einem trockenen Wettercharakter auch ansteigende Temperaturwerte zur Folge haben kann. So werden bspw. am 15./16. März Tageshöchstwerte von +8/+13 Grad und über dem Westen und Südwesten örtlich bis +16 Grad berechnet.

Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bleibt hoch

Der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada und Grönland in Richtung Neufundland bleibt intakt und lebt im Verlauf der kommenden Woche wieder auf. In Folge daraus steigt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik an und ermöglicht zum heutigen Stand im Zeitraum vom 16./23. März drei mögliche Wetterentwicklungen für Deutschland, Österreich und der Schweiz.

In der ersten Variante wird der hohe Luftdruck bis zum 17. März über Mitteleuropa abgebaut und verläuft über den Azoren in einer von West nach Ost flach verlaufenden Hochdruckachse. So haben die Tiefdrucksysteme freie Bahn und können sich zum 18./19. März bis über den skandinavischen Raum positionieren, was letzten Endes zum Beginn des letzten März-Drittels zu einer aktiv-dynamischen Westwetterlage führen kann.

In der zweiten Variante ist die Grundkonstellation zunächst ähnlich wie in der ersten Variante. Allerdings gelingt bei dieser Variante der Aufbau eines Hochdruckkeils von den Azoren in Richtung Mitteleuropa, was zu einer Blockade der Tiefdrucksysteme führen kann. Eine teils wechselhafte, aber durchaus milde Südwestwetterlage wäre nach dieser Variante durchaus möglich.

In der dritten Variante bleibt hoher Luftdruck über Mitteleuropa dominant und verlängert eine ruhige und sonnig-milde Wetterlage bis in das letzte März-Drittel hinein.

Kontrollläufe bestätigen eine schwache Niederschlagsneigung im zweiten März-Drittel

Welche der Varianten ist am wahrscheinlichsten? Die Kontrollläufe weisen eine nur sehr schwache Niederschlagsneigung vom 12./18. März aus, was die Hochdruckvariante über Mitteleuropa wahrscheinlicher als andere Varianten macht. Darüber hinaus zeigt sich eine ansteigende Niederschlagsneigung, was für einen Übergang in ein westlich orientiertes Strömungsmuster spricht. Durch die höhere Wahrscheinlichkeit von Hochdrucksystemen und im weiteren Verlauf eines westlichen Strömungsmusters steigt auch das Temperaturniveau gegenüber den letzten Tagen leicht an. So liegt das Temperaturspektrum am 18. März zwischen +6/+16 Grad (Mittelwert: +9/+11 Grad) und am 25. März zwischen +3/+20 Grad (Mittelwert: +9/+10 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +4), normal (+5/+10), zu warm (>+11), liegen am 20. März bei 20/40/40 und am 25. März bei 35/40/25. Kältere Varianten bleiben noch erhalten und schließen einen kühlen Start in das letzte März-Drittel nicht gänzlich aus.

Wahrscheinlichkeiten der Temperaturentwicklung im letzten März-Drittel

Langfristmodell bestätigt deutlich zu warmen Temperaturen im März - Frühling leicht zu warm

Die Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert betragen nach den aktuellen Berechnungen des Langfristmodells +1/+2 Grad und liegen damit deutlich im zu warmen Bereich. Für den April wird die Abweichung mit +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen und für den Mai mit -0,5/+1 Grad in normalen bis leicht zu milden Bereich simuliert. Im Schnitt liegt die Abweichung der Frühlingsmonate zwischen +0,5/1 Grad über dem Westen und +1/+2 Grad über dem Osten im zu milden Bereich. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der März zu nass, der April zu trocken und der Mai zu nass, was zu einem leicht positiven Niederschlagsergebnis (zu nass) im Frühling führen kann.

Wetter im Sommer 2017 normal?

Für die Sommermonate verändert das Langfristmodell seine Berechnungen der letzten Tage nur geringfügig. So zeigt sich im Wettertrend ein leicht zu warmer Juni und Juli, gefolgt von normalen Temperaturen im August. In der Niederschlagserwartung zeigt sich zum heutigen Stand ein leicht zu trockener Juni, ein zu nasser Juli und ein gegenüber dem Sollwert normaler August. Im Schnitt zeigt sich nach den Berechnungen des Langfristmodells zum aktuellen Stand ein normaler Sommer 2017.

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