Frühlingshaft milde Temperaturen sind bis zum Start in die neue Woche nicht zu erwarten. Stattdessen dreht der Wind am Montag auf nördliche Richtungen und kann etwas kühlere Luftmassen heranführen. Insbesondere am morgigen Donnerstag sind über Süddeutschland ergiebige und auch länger andauernde Regenfälle zu erwarten. Aber auch sonst ist mit einem wechselhaften und unbeständigen Wettercharakter zu rechnen. Bis einschließlich Montag zeigt sich der Schwerpunkt der Niederschläge mit 20-50 l/m² etwa südlich der Mittelgebirge, wobei im Stau der Alpen auch 40-140 l/m² möglich sind. So sind in den höher gelegenen Zentralalpen teils erhebliche Neuschneemengen zu erwarten (Schneeprognose), während über den gebieten nördlich der Mittelgebirge mit 8-20 l/m² weniger an Niederschlag zu erwarten ist (im Stau der Mittelgebirge sind bis 40 l/m² möglich).

Zweite März-Drittel: Wettermodelle uneinheitlich in der Wetterentwicklung

Das amerikanische Wettermodell berechnet auch heute wieder den Versuch vom Aufbau einer Hochdruckbrücke von den Azoren über Mitteleuropa bis zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland. Das gelingt größtenteils auch bis zum 15. März, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine nordöstlich ausgerichtete Grundströmung gelangen können. In Folge daraus können die Temperaturen mit +3/+8 Grad - trotz Sonnenschein - relativ kühl ausfallen und in den Nächten wäre auch wieder mit Nachtfrost zu rechnen. Im Zeitraum vom 15./19. März berechnet das amerikanische Wettermodell eine höhere Einflussnahme der atlantischen Frontalzone, deren Durchbruch aber nicht so recht gelingen mag. In Folge daraus wäre zunächst mit einem relativ trockenen aber kühlen Wettercharakter zu rechnen, welcher zum Ende des zweiten März-Drittels unbeständiger und wieder milder werden kann.

Das europäische Wettermodell berechnet vom 10./13. März im Ansatz den Aufbau einer Hochdruckbrücke, jedoch gelingt es der atlantischen Frontalzone den Ansatz zu unterbinden und dringt in die entstehende Lücke über Mitteleuropa vor. In Folge daraus bleibt das Azorenhoch weit nördlich und positioniert sich zum 14. März zwischen den Azoren, Spanien, Frankreich und England. Gleichzeitig aber zieht sich das Kontinentalhoch weiter nach Osten zurück, was der atlantischen Frontalzone mehr Spielraum bietet, sich bis über Skandinavien auszuweiten. Mit anderen Worten wäre nach diesen Berechnungen eine aktiv-dynamischen Westwetterlage im Verlauf des zweiten März-Drittels nicht auszuschließen.

Frühling lässt auf sich warten - ansteigende Temperaturtendenz im letzten März-Drittel

Die Kontrollläufe berechnen auch heute erneut eine Temperaturentwicklung im zweiten März-Drittel, welche größtenteils den Jahreszeit-typischen Werten entspricht und in der Tendenz auch leicht zu kühl ausfallen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 15. März zwischen -1/+13 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad) und am 22. März zwischen +3/+17 Grad (Mittelwert: +9/+10 Grad). So bestätigt sich nach der weitgehend normalen Temperaturentwicklung im zweiten März-Drittel heute erneut eine ansteigende Temperaturtendenz zum letzten März-Drittel . Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +4), normal (+5/+10), zu warm (>+11) gegenüber gestern, so liegen diese am 17. März bei 5/55/40 (gestern: 20/75/5) und am 22. März bei 5/50/45 (gestern: 10/55/35).

Wann kommt der Frühling?

Der Temperaturtrend der Kontrollläufe zum Ende des letzten März-Drittels ist positiv und entspricht durchaus auch der Statistik, bei der sich im letzten März-Drittel häufiger auch frühlingshaft milde Temperaturen durchsetzen können. Ein weiteres Indiz für ein wärmeren Ausklang vom März berechnet das Langfristmodell, welches die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert im März mit +1/+3 Grad gegenüber den letzten Tagen sogar noch etwas angehoben hat (vorher +1/+2 Grad). Vor allem über den östlichen Landesteilen wird die Temperaturabweichung mit bis +3 Grad deutlich zu warm berechnet. Zusammenfassend ist zum heutigen Stand die Wahrscheinlichkeit von normalen Temperaturen im zweiten März-Drittel mit anschließend wärmer werdenden Werten im letzten März-Drittel höher einzustufen, als zu kalte Varianten.

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