Unbeständig und wechselhaft präsentiert sich das Wetter bis einschließlich dem kommenden Wochenende. So ist immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen, welche heute noch teils bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen- oder auch Graupelschauer niedergehen können. Das Temperaturspektrum schwankt von nasskalten +2/+7 Grad bis zu vorfrühlingshaft milden Werten von +8/+14 Grad. Schaut man auf die Niederschlagsprognose bis einschließlich Sonntag, so kann der voraussichtliche Niederschlagsschwerpunkt mit 15-35 l/m² etwa südlich der Linie Hamburg und Berlin liegen - in Staulagen der Alpen, des Schwarzwaldes und der Mittelgebirge sind auch bis 30-60 l/m² möglich (in den Zentralalpen werden bis zu 120 l/m² berechnet). Weniger an Niederschlag ist mit 5-15 l/m² nördlich der Linie zu erwarten (Details s. Wetter März 2017).

Amerikanisches Wettermodell stützt Hochdruckvariante Skandinavien

Entscheidend wie das Wetter im zweiten März-Drittel werden wird, hängt u.a. auch davon ab, wie sich Hochdrucksystem, bzw. eine Hochdruckbrücke positionieren wird. Nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells beginnt die Ausprägung der Hochdruckbrücke von den Azoren in Richtung westliches Russland bereits heute, wird aber durch ein Tiefdrucksystem der atlantischen Frontalzone unterbunden. Im zweiten Anlauf dehnt sich bis zum 11. März das Hochdrucksystem über Deutschland bis nach Skandinavien aus und geht kurzweilig auch eine Hochdruckverbindung in Richtung Grönland ein. Aber auch dieser Versuch misslingt, da es der atlantischen Frontalzone mit ihren Tiefdrucksystemen vom 11./13. März erneut gelingt die Hochdruckverbindung zu stören. Im dritten Anlauf weitet das Azorenhoch vom 14./19. März einen Keil über das westliche Europa bis nach Skandinavien aus, so dass zeitweilig der Brückenschlag zum Kontinentalhoch gelingen mag. In Folge daraus gelangt Deutschland, die Schweiz und auch Österreich in eine gemäßigt milde bis kühle Grundströmung aus nordöstlichen Richtungen, was die Tageswerte - trotz vermehrten Sonnenschein - bspw. am 16. März auf +4/+8 Grad absinken lassen kann. In den Nächten wäre demzufolge vom 12./19. März wieder mit leichtem Nachtfrost zu rechnen, die Niederschlagsneigung lässt jedoch insgesamt nach.

Europäisches Wettermodell mit ähnlicher Variante - etwas kälter

Das europäische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 13./16. März eine ganz ähnliche Variante wie nach dem amerikanischen Wettermodell. Allerdings dominiert das Kontinentalhoch das Hochdrucksystem über Skandinavien, was aus nordöstlichen Richtungen noch kältere Luftmassen nach Deutschland führen könnte. Tageswerte von +0/+6 Grad wären demnach vom 13./16. März nicht auszuschließen.

Frühling lässt auf sich warten

Somit bestätigt sich der Trend der letzten Tage einer kühleren Temperaturphase im zweiten März-Drittel heute erneut. Doch wie ist diese hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit zu bewerten? Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich einen Temperaturrückgang vom 13./20. März bei dem sich der Mittelwert knapp unter den Jahreszeit-typischen Werten bewegen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 15. März zwischen +0/+12 Grad (Mittelwert: +4/+7 Grad) und am 21. März zwischen -1/+14 Grad (Mittelwert: +5/+7 Grad). Viel Bewegung ist da nicht zu erkennen. Noch deutlicher zeigt sich der normale Temperaturtrend anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +4), normal (+5/+10), zu warm (>+11), welche am 17. März bei 20/75/5 und am 22. März bei 10/55/35 liegen können. Anders formuliert steigen nach einem möglicherweise normal bis zu kalt temperierten zweiten März-Drittel die Chancen auf frühlingshafte Werte mit Beginn des letzten März-Drittels allmählich an.

Langfristmodell stützt zunehmend frühlingshaft milde Temperaturen im letzten März-Drittel

Das Langfristmodell weicht nicht von seinen Wetterprognosen für März der letzten Tage ab und berechnet auch heute wieder eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1/+2 Grad im zu warmen Bereich. Schaut man sich die aktuelle Temperaturabweichung der bereits vergangenen März-Tage an, so liegt diese bei +2,31 Grad im deutlich zu warmen Bereich. Sollte sich die Temperatur im zweiten März-Drittel normal bis leicht zu kalt entwickeln können, so wäre am Ende des zweiten März-Drittels noch mit einem Temperaturüberschuss im Bereich von +0,5 bis +1,5 Grad zu rechnen. Insofern zeigen sich die Berechnungen des Langfristmodells auch heute noch plausibel und berechnet eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis leicht zu warmen Temperaturtrend im letzten März-Drittel.

Frühlingsmonate zu warm, Sommer normal bis leicht zu warm

Im weiteren Verlauf berechnet das Langfristmodell im April und Mai eine Abweichung von -0,5/+1 Grad im normalen bis leicht zu milden Bereich, was im Schnitt den Frühling mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad leicht zu warm ausfallen lassen könnte. Für die Sommermonate von Juni bis August zeigt sich mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad eine allenfalls leicht zu warme Temperaturentwicklung. Im Niederschlagsverhalten werden die Monate März und Mai positiv berechnet (zu nass) und der April zu trocken. Die Monate Juni, Juli und August weisen keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert aus, wobei der Juni im Trend leicht zu trocken und der Juli und August auch leicht zu nass ausfallen könnten.

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