Der Wettercharakter der kommende Tage könnte man durchaus der Wechselhaftigkeit des Aprils zuschreiben. Von möglichen Sturm am Donnerstag, über Schneeschauer teils bis in tiefere Lagen, bis hin zu vorfrühlingshaften Temperaturen am Freitag und Samstag und einen darauf folgenden unbeständigen Wettercharakter bis zum Start in die neue Woche (Details s. Wetter im März 2017).

Etwas ruhigere, aber durchaus unbeständige Wetterphase vom 6./10. März möglich

Im Zeitraum vom 6./10. März deutet sich nach den Berechnungen beider Wettermodelle auch heute wieder die Ausbildung einer Hochdruckbrücke vom westlichen Europa, über Deutschland bis über das westliche Russland an. Unterschiede gibt es in den Simulationen noch hinsichtlich der Ausprägung und der Stabilität des Hochdrucksystems. Geht es nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells, so liegt der Hochdruckkern zum 9. März direkt über Deutschland, während das amerikanische Wettermodell durchaus den Spielraum für Störungen von Tiefdrucksystemen über dem Norden offen hält. Im wesentlichen deutet aber vieles auf einen leicht unbeständigen und weitgehend ruhigen Wettercharakter im Zeitraum vom 6./10. März hin.

Wettermodelle schwanken zwischen winterlichen und frühlingshaften Varianten im zweiten März-Drittel

Vom 10./15. März bleibt indes die Wetterentwicklung ungewiss. Zu stark differieren die Simulationen der Wettermodelle. Woher kommen die Unsicherheiten? Das Hochdrucksystem, bzw. die Hochdruckbrücke führt zu diesen Unsicherheiten und letzten Endes wird die Hochdruckposition darüber entscheiden, on das zweite März-Drittel kalt, normal oder frühlingshaft mild ausfallen wird. So gab es in den letzten Stunden durchaus auch Varianten der Wettermodelle, welche Dauerfrost bis auf 400-600 Meter in Aussicht stellten. Wie wahrscheinlich wäre so eine Variante? Nicht selten kommt es im zweiten März-Drittel zu sog. meridionalen Strömungsmustern, welche Trogwetterlagen begünstigen. Insofern wäre ein kalter Start in das zweite März-Drittel aus statistischer Sicht gar nicht so abwegig.

Kontrollläufe bestätigen mehrheitlich einen Jahreszeit-typischen Wetterablauf zum zweiten März-Drittel

Schaut man sich die Kontrollläufe an so bewegt sich der Mittelwert vom 6./15. März klar entlang des Jahreszeit-typischen Wertes mit der Tendenz leicht zu kühl auszufallen. So liegt das Temperaturspektrum am 8. März zwischen +3/+12 Grad (Mittelwert: +7/+8 Grad) und am 15. März zwischen -3/+18 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad). Im Vergleich zu den letzten Tagen bestätigt sich damit die klassische Übergangswetterlage mit durchaus für die Jahreszeit normalen Temperaturwerten. Die Kontrollläufe bestätigen zudem eine höhere Niederschlagserwartung vom 8./14. März, was eine nachhaltige Hochdruckwetterlage weniger wahrscheinlich macht. Vielmehr deutet vieles darauf hin, dass das Ausgleichsverhalten sich durchsetzen könnte.

Langfristmodell mit einem normalen Verlauf im Sommer

Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen zum Frühling 2017 gegenüber den letzten Tagen treu und berechnet die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1/+2 Grad zu warm. Im April und Mai liegt die Abweichung mit +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich nach diesen Berechnungen in der Tendenz ein leicht zu trockener März, ein normaler April mit Trend leicht zu nass und einen positiven Niederschlagsverlauf im Mai (zu nass).

Für das Wetter im Sommer 2017 berechnet das Langfristmodell - sowohl in der Temperaturentwicklung, als auch im Niederschlagsverhalten - kaum Auffälligkeiten gegenüber den Sollwerten. Mit anderen Worten bleibt der Wettertrend für das Sommerwetter zum heutigen Stand auf einem normalen Niveau. Andere Langfristmodelle berechnen das Wetter im Sommer mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ebenfalls mit einer normalen Temperaturtendenz. Blickt man auf die letzten Jahre zurück, so wäre ein normaler Sommer aber ein Novum. Denn es ist schon 20 Jahre her, als letztmalig im Sommer 1996 die Temperaturen mit einer Abweichung von -0,1 Grad einen normalen Mittelwert erreichten. Das zeigt zum einen, dass eine Prognose für einen leicht zu warmen bis zu warmen Sommer plausibler als normale oder gar zu kalte Varianten sind und zum anderen, dass man gegenüber den Prognosen des Langfristmodells noch skeptisch sein sollte.

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