Regnerisch und windig zeigt sich der "Winter im Abgang" und auch die ersten März-Tage bleiben am Mittwoch und Donnerstag unbeständig. Der Wind kann in Böen zeitweilig stürmisch auffrischen und bis zum Freitag auf südliche Richtungen drehen. Zwischendurch sinken am Mittwoch die Temperaturen auf +3/+8 Grad ab, was für Schneefälle oberhalb 700-1.300 Meter sorgen kann. Erst am Freitag und Samstag beruhigt sich das Wetter und es wird mit dem Wind aus südlichen Richtungen spürbar milder (Details s. Wetter im März 2017.

Viel Niederschlag ist bis Freitag zu erwarten

Verantwortlich für die rege Niederschlagsneigung ist eine Tiefdruckkette, welche sich vom heutigen Montag bis Freitag von Island bis nach Skandinavien erstrecken kann. Erst zum Wochenende konzentriert sich der tiefe Luftdruck voraussichtlich über England und kann mit der südlichen Anströmung der Luftmassen für mildere Temperaturwerte sorgen, wobei zum heutigen Stand auch Föhnwetterlagen mit entsprechender Niederschlagsintensität südlich der Alpen am Wochenende nicht ausgeschlossen werden können. Betrachtet man die simulierten Niederschlagssummen bis einschließlich Samstag, so erkennt man den voraussichtlichen Schwerpunkt der Niederschläge mit 15-40 l/m² südlich der Linie Köln - Dresden, wo in Staulagen örtlich auch bis 60 l/m² niedergehen können. Nördlich der Linie sind mit 8-20 l/m², örtlich bis 25 l/m² geringere Niederschlagssummen zu erwarten.

Am Wochenende sorgt die Vorderseitenanströmung für milde Temperaturen

Bedingt durch die Vorderseitenanströmung des Tiefdrucksystems gilt eine milde, teils warme Temperaturphase nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle für den Zeitraum von Freitag bis Sonntag als wahrscheinlich. Darüber hinaus zeigt sich aber mit höherer Wahrscheinlichkeit eine andere Temperaturentwicklung.

Beide Wettermodelle hatten im Ansatz der letzten Simulationen immer wieder einen Kaltluftausbruch im Zeitraum vom 8./13. März berechnet. In den aktuellen Simulationen wird aber wieder Abstand von einer nasskalten Temperaturentwicklung genommen. Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 6./10. März die Ausbildung einer Hochdruckbrücke vom Azoren- bis zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland, was den Wettercharakter trockener, aber mit einer nordöstlichen Anströmung der Luftmassen die Temperaturen nur mäßig mild erscheinen lässt. Berechnet werden bspw. am 8. März Tageshöchstwerte im Bereich zwischen +4/+8 Grad, was durchaus den Jahreszeit-typischen Werten entspricht. Im Zeitraum darüber hinaus verlagert sich das Hochdrucksystem über das östliche Europa, während von Westen her weitere Tiefdrucksysteme auf Mitteleuropa zusteuern. Die Grundströmung könnte vom 10./12. März über Deutschland, der Schweiz und Österreich auf südliche Richtungen drehen und mildere Luftmassen heranführen, bevor sich zum 12./14. März die Frontalzone über Skandinavien positionieren und erneut für einen unbeständigen Wettercharakter bei für die Jahreszeit normalen Temperaturen sorgen könnte.

Das europäische Wettermodell berechnet zum 9. März mit einem Hochdrucksystem über dem westlichen Russland / östliche Europa und einem Tiefdrucksystem zwischen Island und England eine ganz ähnliche Konstellation der Wettersysteme zueinander wie nach dem amerikanischen Wettermodell.

Wechselhaft und unbeständiges Wetter - Übergangswetter vom Winter in den Frühling

So bestätigen beide Wettermodelle heute erneut eine Jahreszeit-typische Übergangswetterlage vom 4./13. März, bei der sich keine Entwicklung einer stabilen Wetterlage abzeichnet. Eher das Gegenteils ist mit einer regen Niederschlagsneigung bei einem Auf und Ab der Temperaturen zu erwarten. Bestätigt wird das von den Kontrollläufen, welche am Wochenende mehrheitlich den Temperaturanstieg unterstützen und nachfolgend einen für die Jahreszeit normalen Temperaturtrend berechnen. So liegt das Temperaturspektrum am 7. März zwischen +1/+12 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad) und am 13. März zwischen +0/+15 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad). Da tut sich nicht viel, weder in Richtung März-Winter, noch in Richtung Frühling und zeigt zudem, dass die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells eine der wärmsten Varianten darstellt. Noch deutlicher zeigt sich die höhere Wahrscheinlichkeit einer Jahreszeit-typischen Temperaturentwicklung anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +3) / normal (+4/+9) / zu warm (>+10), welche am 9. März bei 10/55/35 und am 14. März bei 20/60/20 liegen können. Die Frage nach "Wann wird es Frühling" kann heute in etwa wie folgt beantwortet werden: Frühlingshafte Temperaturwerte sind im Zeitraum vom 4./14. März grundsätzlich möglich, eine stabile Wetterlage mit dauerhaft frühlingshaften Werten ist aber zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich.

Langfristmodell: Wetter im Frühling etwa zu warm und im Sommer normal

In seiner heutigen Wettervorhersage für den Frühling und Sommer berechnet das Langfristmodell einen zu warmen März (+1/+2 Grad über dem Mittelwert) und jeweils einen leicht zu milden April und Mai (+0,5/+1 Grad über dem Mittelwert). In Summe ein etwa +0,5/+1,5 Grad zu warmer Frühling. Für die Sommermonate zeigt sich mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad eine zum heutigen Stand normale Temperaturentwicklung mit der Tendenz auch leicht zu kühl ausfallen zu können. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich der März etwas zu trocken, der April und Mai etwas zu nass und der Sommer hat kaum Abweichungen gegenüber den Sollwerten auszuweisen.

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