Der Wettercharakter ist im Wochenverlauf als unbeständig zu bezeichnen und im Schwerpunkt sind vom Nachmittag des Rosenmontag bis Aschermittwoch teils kräftige und auch länger andauernde Niederschläge zu erwarten. Die bis einschließlich Freitag kommender Woche zu erwartenden Niederschlagssummen liegen nach den aktuellen Modellberechnungen etwa westlich der Linie Hamburg - Bayerischer Wald zwischen 20-40 l/m² und in Staulagen teils bis 70 l/m², während östlich davon 10-20 l/m² weniger an Niederschlag erwartet werden kann.

Ungemütlicher Start in den März mit kurzzeitig absinkender Schneefallgrenze

Es wird ungemütlich und unbeständig und die Temperaturen schwanken im mäßig warmen Bereich, können aber zum 1. März auch kurzzeitig zurückgehen, was die Schneefallgrenze bis auf 700 Meter herab absinken lassen könnte. Somit bestätigt das bereits seit Tagen simulierte Übergangswetter in den ersten März Tagen heute erneut (Details s. Wetter März).

Großwetterlage neigt zu einem unbeständigen Wettercharakter

Beide Wettermodelle stützen den äußerst wechselhaften Wettercharakter vom 1./4. März. Der Grund hierfür ist die atlantische Frontalzone, welche sich im Zeitraum vom 1./3. März über Skandinavien positionieren kann. Gleichzeitig verläuft die dazugehörige Tiefdruckrinne von Neufundland über England bis nach Skandinavien relativ weit südlich, so dass Deutschland, die Schweiz und auch Österreich von den Tiefdruckausläufern erfasst werden können. Den Gegenpol zu der Tiefdruckaktivität bildet eine Hochdruckbrücke von den Azoren über die Mittelmeerregion bis über das östliche Europa. Ob die Temperaturen nun mäßig mild oder mild ausfallen werden, wird auch davon abhängen, wie sich die Wettersysteme zueinander verhalten.

Das europäische Wettermodell berechnet die Hochdruckbrücke weitgehend stabil, was die Grundströmung aus westlichen Richtungen kommen lassen kann und die Temperaturwerte im mäßig milden Bereich belässt. Das amerikanische Wettermodell berechnet zum 2./3. März eine Abschwächung der Hochdruckbrücke, was auf der Tiefdruckvorderseite milde - teils schon warme Luftmassen - aus südlichen Richtungen nach Deutschland führen kann.

Im Zeitraum vom 4./8. März berechnet das amerikanische Wettermodell eine zaghafte Ausbildung eines Hochdruckkeils vom Azorenhoch in Richtung Mitteleuropa, was zwar weitere Niederschläge ermöglicht, diese jedoch in ihrer Intensität nachlassen können. Das europäische Wettermodell berechnet bis zum 8. März einen höheren Tiefdruckeinfluss über Deutschland, so dass das erste März-Drittel demnach zu nass ausfallen kann.

Zum Ende des ersten März-Drittels wieder kälter?

Übergangswetter vom Winter in den Frühling bedeutet nicht zwangsläufig, dass nun das Wetter stringent in den Frühling übergeht, sondern dass sich die Großwetterlage mit steigendem Sonnenstand langsam auf den Frühling umstellt. Winterliche, oder zumindest kalte Rückschläge sind da durchaus möglich. Und diese Rückschläge berechnen die Wettermodelle in den letzten Tagen immer wieder im Zeitraum vom 8./13. März.

Doch wie wahrscheinlich sind diese? Die Kontrollläufe stützen einen Temperaturverlauf im ersten März-Drittel, welcher Anfang leicht zu kalt, im Zeitraum 4./6. März zu warm und darüber hinaus bis zum 13. März den Jahreszeit-typischen Werten entsprechen kann. So kann das Temperaturspektrum am 7. März zwischen +2/+12 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad) und am 13. März zwischen +0/+13 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad) liegen. Deutlicher zeigt sich der Jahreszeit-typische Temperaturtrend anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +2) / normal (+3/+8) / zu warm (>+9), welche am 8. März bei 20/55/25 und am 13. März bei 20/45/35 liegen können.

Langfristmodell berechnet einen zu warmen Frühling und einen normalen Sommer

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wetterprognose Frühling für den März eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1/+2 Grad im zu warmen Bereich. Für den April und Mai liegt die Abweichung mit +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich. Für die Sommermonate Juni, Juli und August wird eine Abweichung von -0,5/+1 Grad simuliert. Der Juni könnte demnach normal und der Juli und August im Trend leicht zu warm ausfallen.

In der Niederschlagsberechnung des Langfristmodells wird zum heutigen Stand der März leicht negativ (zu trocken), der April und Mai positiv berechnet (tendenziell zu nass). Der Juni, Juli und August zeigen keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert, wobei im Trend der Juni leicht zu nass und der August etwas zu trocken ausfallen könnten.

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