Wetter Sommer 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling Sommer 2017 - Wettertrend vom 23. Februar

Die Wettermodelle stützen derzeit eine höhere Wahrscheinlichkeit für Jahreszeit-typische Temperaturwerte Anfang März bei einem insgesamt wechselhaften Wettercharakter. Dabei bestätigen die Simulationen von heute Nachmittag durchaus noch einmal die Möglichkeit für Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer im Zeitraum vom 1./2. März (Details s. Wetter März).

Im Zeitraum vom 3./8. März berechnet das amerikanische Wettermodell in den letzten Simulationen immer wieder die Möglichkeit einer neuerlichen Ausbildung eines Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum, gleichzeitig stellt aber die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik die Nachhaltigkeit des Hochdrucksystems in Frage. Nach den gängigsten Simulationen sind somit drei wesentliche Wetterentwicklungen im ersten März-Drittel in Betracht zu ziehen.

In der ersten Variante liegt das Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum und kann von den Tiefdrucksystemen an seinen südlichen Gradienten "unterwandert" werden. Nicht selten führt dies über Süddeutschland zu einer höheren Niederschlagsneigung als über dem Norden, die Grundströmung kommt aber aus östlichen Richtungen und kann mit Werten zwischen +4/+8 Grad noch unangenehm frisch ausfallen.

In der zweiten Variante baut sich das Hochdrucksystem über dem östlichen Europa auf und kann unter Umständen auch eine Hochdruckverbindung zum Kontinentalhoch über Russland aufbauen. Somit entsteht in dieser Variante eine regelrechte "Blockadewand", was die die Tiefdrucksysteme vom Atlantik kommend blockieren kann. Deutschland, die Schweiz und auch Österreich würden in dieser Variante zwischen den Fronten in einer mäßig bis milden Anströmung der Luftmassen aus südlichen Richtungen liegen können. Ob es dabei nass oder trocken werden kann, entscheidet letztlich die Position der Systeme zueinander. Häufiger gibt es aber in dieser Variante über dem Westen mehr Niederschlag als über dem Osten zu erwarten.

In der dritten Variante setzt sich das zonale Zirkulationsmuster mit einer klassischen West-, bis Südwestwetterlage durch. In diesem Fall wäre mit einem abwechslungsreichen und mäßig milden (normalen) Wettercharakter zu rechnen, bei der in regelmäßigen Abständen Tiefdrucksysteme über Deutschland von West nach Ost hinwegziehen können.

Schaut man sich die Berechnungen des Polarwirbels an, so fallen zwei Entwicklungen besonders auf. Zum einen Konzentriert sich der aktive Kältepol des Polarwirbels über dem Bereich Kanada und Grönland und sorgt für eine Zufuhr kalter Luftmassen in Richtung Neufundland. Dort treffen die Luftmassen auf den relativ warmen Atlantik und es kommt zu einer erhöhten Tiefdruckaktivität in diesem Bereich. Diese Tiefdrucksysteme ziehen nach Osten in Richtung Mitteleuropa, während gleichzeitig sich eine Verstärkung des Hochdrucksystems über dem russischen Kontinent zeigt, welcher als Gegenpol zur atlantischen Tiefdruckaktivität gewertet werden kann. Mit anderen Worten wäre eine "Patt-Situation", bei der sich Deutschland zwischen den Fronten eines Hochdrucksystem über dem Osten und der Tiefdruckaktivität über dem Westen befindet, nicht die unwahrscheinlichste Variante.

Was aber einen Wettertrend zum heutigen Stand im ersten März-Drittel ungenau macht, ist die Tatsache, dass sich das Wetter in einer Übergangsphase vom Winter in den Frühling befindet. Der Sonnenstand steigt und erwärmt die Landmassen schneller als die Meeresoberfläche. So nehmen die Turbulenzen generell zu und mit steigendem Sonnenstand nähert sich auch der Polarwirbel so langsam seinem winterlichen Finale und neigt entlang seiner Polarfront zu einer Verstärkung der sog. Wellenbewegung (Rossby-Welle). Unsicherheiten sind also vorprogrammiert und auch die mögliche "Patt-Situation" kann je nach Verschiebung der Systeme in eine kühle oder auch milde Wetterlage umschwenken.

Besonders deutlich zeigt sich das in den sog. Kontrollläufen der Wettermodelle. So liegt die Differenz der Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe bspw. am 5. März bei rund 20 Grad und erstreckt sich von -11 bis +9 Grad. In der Theorie könnte sich das Temperaturspektrum in Bodennähe zwischen Werten von -2 Grad und bis zu +20 Grad erstrecken. Deutlich sticht aber der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells hervor, welcher die wärmste Variante der Kontrollläufe darstellt und somit ein "Ausreiser" ist. Gut möglich also, dass dieser sich in den kommenden Stunden dem Mittelwert - welcher im übrigen den Jahreszeit-typischen Werten entspricht - anpassen kann. Zusammenfassend ist im ersten März-Drittel noch vieles an Wetterentwicklungen möglich, wobei die Tendenz zum heutigen Stand durchaus der Jahreszeit-typischen Normalität entsprechen könnte.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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