Wetter Sommer 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling / Sommer 2017 - Wettertrend vom 19. Februar

Trotz einer kühleren Temperaturphase im Verlauf der Woche wird der Februar 2017 gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu warm ausfallen. Aktuell beträgt die Abweichung +1,03 Grad und sollte bis Donnerstag weiter ansteigen können. Sollte es so kommen, so ist nach einem zu warmen Dezember und einem zu kalten Januar im deutschlandweiten Durchschnitt ein zu warmer Winter 2016/17 zu erwarten (s. Wettervorhersage Winter).

Unsichere Wetterentwicklung Anfang März

Geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, so gibt es bei der Wetterentwicklung für Anfang März noch größere Unsicherheiten. So sind weiterhin drei unterschiedliche Weiterentwicklungen im Zeitraum vom 1./5. März möglich. In der ersten Variante kann sich über Mitteleuropa ein relativ kalter Trog ausbilden, was Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen ermöglichen könnte. Das ist im Übrigen gegenüber der Statistik gar nicht einmal so untypisch für die ersten März-Tage und kommt schon mal häufiger vor, da der Polarwirbel von März bis April seinem Finale entgegen strebt und dadurch zu einer höheren Wellenausbildung entlang seiner Polarfront neigt und dadurch meridionale (Trog-) Wetterlagen wahrscheinlicher macht.

In der zweiten Variante zeigt sich in den Simulationen die Ausbildung eines Hochdruckkeils in Richtung Skandinavien, was im Bereich zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland zur Ausbildung eines autarken Hochdrucksystems führen kann. In Folge dessen wäre mit mäßig milden Temperaturen bei einem weitgehend trockenen Wettercharakter zu rechnen.

In der dritten Variante zeigt sich eine weiterhin hohe Wetteraktivität auf dem Atlantik. So bliebe nach dieser Variante die Westwindzirkulation hoch, so dass in raschen Abständen Tiefdrucksysteme über Deutschland, Österreich und der Schweiz hinweg geführt werden könnten.

Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen ein klassisches Übergangswetter zwischen Winter und Frühling, so dass Jahreszeit-typische Temperaturen wahrscheinlicher als frühlingshafte oder gar winterliche Werte sind. Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse von zu kalt (< +1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+8), welche am 1. März bei 15/30/55 und am 6. März bei 10/50/40 liegen.

Langfristmodelle berechnen eine weitgehend einheitliche Temperaturentwicklung im Frühling

Wie wird das Wetter im Frühling, bzw. wann kommt der Frühling? Aus meteorologischer Sicht endet der Winter mit dem Februar und Kalendarisch beginnt der Frühling am 20. März 11:28 MEZ. Bis dahin sind winterliche Wetterlagen durchaus noch möglich, wenngleich mit steigendem Sonnenstand sich die Temperaturwerte bis Mitte März mehr und mehr der +15 Grad Marke nähern können. Betrachtet man die Simulation des Langfristmodells, so wird der März 2017 gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einer Abweichung von +1/+2 Grad zu warm berechnet. Für den April und Mai wird eine Abweichung von -0,5/+0,5 Grad simuliert, so dass diese nach den Berechnungen des Langfristmodells normal ausfallen können.

Geht es nach den Berechnungen des Langfristmodells des DWD, so fallen die Monate von März bis Mai etwa um +0,5/+2 Grad zu warm aus. In der Jahreszeitenvorhersage zeigt sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent ein zu warmer Temperaturverlauf im Frühling 2017. Eine Wahrscheinlichkeit von 29 Prozent entfällt dabei auf zu kalte und 26 Prozent auf normale Varianten.

Das Langfristmodell der NASA berechnet jeweils eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen zu milden März und April, während der Mai weitgehend normal simuliert wird. Das IRI und das METOffice Modell berechnen den Frühling mit einer Wahrscheinlichkeit von 40-70 Prozent zu warm. In Summe zeigt sich zum heutigen Stand eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen zu milden Frühling. In der Niederschlagserwartung zeigen sich keine besonderen Auffälligkeiten gegenüber den Sollwerten, wenngleich der März im Trend leicht zu trocken und der Mai leicht zu nass ausfallen könnten.

Die Sommer der letzten 20 Jahre waren zu warm

Wie wird das Wetter Sommer 2017? Im Witterungstrend berechnen die Langfristmodelle einen verhalten positiven Temperaturtrend für den Sommer, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, da die Sommer in den letzten 20 Jahre seit 1996 gegenüber dem langjährigen Mittelwert durchweg zu warm ausgefallen sind. Anders formuliert hat der Sommer 2017 eine höhere Wahrscheinlichkeit zu warm auszufallen. In der Niederschlagserwartung zeigen sich noch keine sonderliche Abweichung gegenüber dem Sollwert.

Ausgleichsverhalten könnte für vermehrten Niederschlag sorgen

Nun war das Wetter von Dezember bis Mitte Februar deutlich zu trocken, so dass der Winter insgesamt deutlich zu trocken ausfallen wird, was dazu führt, dass der Grundwasserspiegel sich über Süddeutschland weiterhin auf einem historischen Tiefststand befindet. Der Grund für die Niederschlagsarme Zeit war eine ausgeprägte Erhaltungsneigung in den Wintermonaten, welches immer wieder zu einer trockenen Hochdruckdominanz über Mitteleuropa führte. Der Frühling hat nun mit der turbulenten Wetterphase der kommenden Woche durchaus das Potential um ein Ausgleichsverhalten herbeizuführen, was die Monate von März bis Mai/Juni gegenüber dem Sollwert positiv ausfallen lassen könnte (zu nass), als das derzeit von den Langfristmodellen berechnet wird.

In regelmäßigen Abständen werden die Wettertrends für das Wetter im Frühling und Sommer 2017 erneuert und ergänzt - zunächst unregelmäßig und ab dem 21. Februar erfolgt eine tägliche Aktualisierung in Form von Wettertrends, Wetterprognosen bis hin zu Wettervorhersagen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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