Wetter Sommer 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Frühling und Sommer 2017 - Wetterprognose vom 2. März

Typisches Aprilwetter im März ist in den kommenden Tagen zu erwarten. So ist es heute über dem Norden stürmisch und teils gewittrige Schauer können bis in tiefere Lagen als Graupelschauer niedergehen. Am Freitag und Samstag steigen die Temperaturen auf frühlingshafte +12/+17 Grad an und sinken bei einem weiterhin unbeständigen Wettercharakter bis zum Dienstag auf +2/+8 Grad ab. Langweilig wird es also beim Wetter wohl nicht werden (Details s. Wetter März 2017).

Frühlingshaft mild oder spätwinterlich nasskalt?

Doch wie geht es weiter, bestätigen sich heute die kühleren Simulationen der Wettermodelle für das zweite März-Drittel der letzten Tage? Ja und nein. Die Schwankungen bleiben in den Berechnungen der Wettermodelle hoch, aber so langsam zeichnet sich ein Verhaltensmuster ab, was zu drei wesentlichen Wetterentwicklungen im Zeitraum vom 7./15. März führen kann.

Unterschiedliche Wetterentwicklungen möglich

Mit einer höheren Wahrscheinlichkeit kann sich zum 7./9. März ein Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa entwickeln und für einen beständigeren Wettercharakter sorgen, wobei mit wechselnder Bewölkung eine leicht erhöhte Niederschlagsneigung wohl erhalten bleiben kann. Gelingt es dem Hochdrucksystem sich nun mit dem Hochdruckgebiet über dem westlichen Russland zu verbinden und über Mitteleuropa eine Hochdruckbrücke aufzubauen, so könnte das zweite März-Drittel durchaus von hohem Luftdruck dominiert werden. Allerdings würde in diesem Fall die Grundströmung aus nordöstlichen Richtungen kommen, was die Temperaturen auf einem Jahreszeit-typischen Niveau halten könnte. Frühlingshafte Temperaturwerte wären demnach weniger wahrscheinlich.

In der zweiten Variante gelingt der "Brückenschlag" zwischen den Hochdrucksystemen nicht und wird durch herannahenden Tiefdrucksysteme vom Atlantik unterbunden. So können sich in dieser Variante jeweils ein autarkes Hochdrucksystem über dem westlichen Europa (Portugal, Spanien, Frankreich) und über dem westlichen Russland ausbilden. Zwischen den Hochdrucksystemen entsteht über Mitteleuropa eine "Lücke", in welche weitere Tiefdrucksysteme vordringen und für einen unbeständigen Wettercharakter sorgen können. Die Grundströmung dreht zunehmend auf nordwestliche Richtungen und lässt den Tiefdruckeinfluss im zweiten März-Drittel über Mitteleuropa noch größer werden. Das Hoch über dem westlichen Europa weicht weiter nach Westen aus und stellt sich auf dem Atlantik in einer steilen Achsausrichtung von den Azoren bis nach Island nach Norden auf. In Folge daraus wird die atlantische Frontalzone auf dem Atlantik blockiert, gleichzeitig aber tropfen die Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa nach Süden ab. Eine für den Winter typische Wetterlage wäre das Ergebnis dieser Wetterentwicklung, welche im zweiten März-Drittel aber nur noch zu nasskalten Temperaturen und Schneeschauer bis in tiefere Lagen führen könnte.

In der dritten Variante bildet sich aus der Hochdruckbrücke über Mitteleuropa ein autarkes Hochdrucksystem über Deutschland aus, was den Wettercharakter ruhig und die Temperaturen frühlingshaft mild machen könnte.

Kontrollläufe berechnen im Mittel normale Bedingungen

Die Kontrollläufe bestätigen vom 2./13. März eine mäßig hohe Niederschlagserwartung, so dass in diesem Zeitraum mit einem unbeständigen Wettercharakter gerechnet werden kann. Vom 13./16. März zeigt sich eine leicht abnehmende Niederschlagsneigung, was die Wahrscheinlichkeiten etwas in Richtung Hochdruckdominanz verschiebt. Die Temperaturtendenz zeigt - wie in den letzten Tagen auch - im Mittelwert einen durchaus Jahreszeit-typischen Entwicklungstrend. So liegt das Temperaturspektrum am 10. März zwischen +0/+15 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad) und am 17. März zwischen -1/+14 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad). Schaut man auf die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +3) / normal (+4/+9) / zu warm (>+10), so liegen diese am 12. März bei 20/45/35 und am 17. März bei 15/55/30. Insofern ändert sich im Wettertrend wenig gegenüber den letzten Tagen: typisches Übergangswetter vom Winter in den Frühling mit allen Turbulenzen die dazugehören ist und bleibt derzeit die wahrscheinlichste Option.
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Wetter Frühling und Sommer - Wettertrend vom 1. März

Der Wettercharakter der kommende Tage könnte man durchaus der Wechselhaftigkeit des Aprils zuschreiben. Von möglichen Sturm am Donnerstag, über Schneeschauer teils bis in tiefere Lagen, bis hin zu vorfrühlingshaften Temperaturen am Freitag und Samstag und einen darauf folgenden unbeständigen Wettercharakter bis zum Start in die neue Woche (Details s. Wetter im März 2017).

Etwas ruhigere, aber durchaus unbeständige Wetterphase vom 6./10. März möglich

Im Zeitraum vom 6./10. März deutet sich nach den Berechnungen beider Wettermodelle auch heute wieder die Ausbildung einer Hochdruckbrücke vom westlichen Europa, über Deutschland bis über das westliche Russland an. Unterschiede gibt es in den Simulationen noch hinsichtlich der Ausprägung und der Stabilität des Hochdrucksystems. Geht es nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells, so liegt der Hochdruckkern zum 9. März direkt über Deutschland, während das amerikanische Wettermodell durchaus den Spielraum für Störungen von Tiefdrucksystemen über dem Norden offen hält. Im wesentlichen deutet aber vieles auf einen leicht unbeständigen und weitgehend ruhigen Wettercharakter im Zeitraum vom 6./10. März hin.

Wettermodelle schwanken zwischen winterlichen und frühlingshaften Varianten im zweiten März-Drittel

Vom 10./15. März bleibt indes die Wetterentwicklung ungewiss. Zu stark differieren die Simulationen der Wettermodelle. Woher kommen die Unsicherheiten? Das Hochdrucksystem, bzw. die Hochdruckbrücke führt zu diesen Unsicherheiten und letzten Endes wird die Hochdruckposition darüber entscheiden, on das zweite März-Drittel kalt, normal oder frühlingshaft mild ausfallen wird. So gab es in den letzten Stunden durchaus auch Varianten der Wettermodelle, welche Dauerfrost bis auf 400-600 Meter in Aussicht stellten. Wie wahrscheinlich wäre so eine Variante? Nicht selten kommt es im zweiten März-Drittel zu sog. meridionalen Strömungsmustern, welche Trogwetterlagen begünstigen. Insofern wäre ein kalter Start in das zweite März-Drittel aus statistischer Sicht gar nicht so abwegig.

Kontrollläufe bestätigen mehrheitlich einen Jahreszeit-typischen Wetterablauf zum zweiten März-Drittel

Schaut man sich die Kontrollläufe an so bewegt sich der Mittelwert vom 6./15. März klar entlang des Jahreszeit-typischen Wertes mit der Tendenz leicht zu kühl auszufallen. So liegt das Temperaturspektrum am 8. März zwischen +3/+12 Grad (Mittelwert: +7/+8 Grad) und am 15. März zwischen -3/+18 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad). Im Vergleich zu den letzten Tagen bestätigt sich damit die klassische Übergangswetterlage mit durchaus für die Jahreszeit normalen Temperaturwerten. Die Kontrollläufe bestätigen zudem eine höhere Niederschlagserwartung vom 8./14. März, was eine nachhaltige Hochdruckwetterlage weniger wahrscheinlich macht. Vielmehr deutet vieles darauf hin, dass das Ausgleichsverhalten sich durchsetzen könnte.

Langfristmodell mit einem normalen Verlauf im Sommer

Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen zum Frühling 2017 gegenüber den letzten Tagen treu und berechnet die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1/+2 Grad zu warm. Im April und Mai liegt die Abweichung mit +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich nach diesen Berechnungen in der Tendenz ein leicht zu trockener März, ein normaler April mit Trend leicht zu nass und einen positiven Niederschlagsverlauf im Mai (zu nass).

Für das Wetter im Sommer 2017 berechnet das Langfristmodell - sowohl in der Temperaturentwicklung, als auch im Niederschlagsverhalten - kaum Auffälligkeiten gegenüber den Sollwerten. Mit anderen Worten bleibt der Wettertrend für das Sommerwetter zum heutigen Stand auf einem normalen Niveau. Andere Langfristmodelle berechnen das Wetter im Sommer mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ebenfalls mit einer normalen Temperaturtendenz. Blickt man auf die letzten Jahre zurück, so wäre ein normaler Sommer aber ein Novum. Denn es ist schon 20 Jahre her, als letztmalig im Sommer 1996 die Temperaturen mit einer Abweichung von -0,1 Grad einen normalen Mittelwert erreichten. Das zeigt zum einen, dass eine Prognose für einen leicht zu warmen bis zu warmen Sommer plausibler als normale oder gar zu kalte Varianten sind und zum anderen, dass man gegenüber den Prognosen des Langfristmodells noch skeptisch sein sollte.

Wetter im Frühling und Sommer 2017 - Wettertrend vom 28. Februar

Als durchaus turbulent sind die Tage bis einschließlich Donnerstag zu bewerten. So kommt es bei einem böigen, teils auch stürmischen Wind (Windprognose) immer wieder zu Niederschlägen, welche am heutigen Dienstag und auch am Mittwoch teils bis auf mittlere Lagen hinab in Schnee übergehen können. Der Höhepunkt der Wetterdynamik wird für Donnerstag mit einem Sturmtief über Deutschland erwartet und erst zum Wochenende beruhigt sich das Wetter, so dass zum Sonntagnachmittag auch häufiger die Sonne zum Vorschein kommen kann. Mild wird es wohl am Freitag und in Teilen über Ostdeutschland auch noch am Samstag, bevor zum Sonntag die Temperaturen mit +6/+12 Grad wieder einheitlicher werden können (Details s. Wetter März 2017).

Gelingt der Hochdruckkeil über Mitteleuropa?

Im Zeitraum vom 5./7. März berechneten die Wettermodelle in den letzten Tagen durchaus plausible Varianten für einen Hochdruckkeil von den Azoren in Richtung westliches Russland. Diese Varianten werden heute nur noch im Ansatz gestützt, so dass der Wettercharakter in diesem Zeitraum relativ ruhig und vor allem über dem Norden auch weitgehend trocken verlaufen könnte. Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 7./10. März die Ausbildung eines Hochdrucksystems westlich von Deutschland, welches zum 10./11. März seinen Hochdruckkern über England positionieren kann. Deutschland, die Schweiz und auch Österreich würden somit östlich der Hochdruckgradienten liegen, was die Zufuhr kühlerer Luftmassen aus nördlichen bis östlichen Richtungen ermöglichen kann.

Wahrscheinlichkeit für einen kalten Start in das zweite März-Drittel nimmt zu

Die Wettermodelle berechnen durch die westliche und auch nördlichere Verlagerung des Hochdrucksystem im Zeitraum vom 9./14. März durchaus Varianten, welche das Hochdrucksystem noch weiter nach Westen in Richtung Island "abdriften" lassen könnten. Das wurde bereits in den letzten Tagen des Öfteren berechnet und bestätig auch heute eine zunehmend höhere Wahrscheinlichkeit für ein meridionales Strömungsmuster im zweiten März-Drittel, bei der Deutschland, Österreich und die Schweiz mit Beginn des zweiten März-Drittels auch in den Einflussbereich einer mäßig kalten Nordwest- bis Nordströmung gelangen könnten.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für einen kühleren Start in das zweite März-Drittel? Die Kontrollläufe bestätigen - wie in den letzten Tagen - mehrheitlich eine für die Jahreszeit typische Temperaturtendenz, welche im Trend allenfalls auch als leicht zu kühl bewertet werden kann. So liegt das Temperaturspektrum am 8. März zwischen +1/+11 Grad (Mittelwert: +7/+8 Grad) und am 15. März zwischen +1/+16 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad). Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +3) / normal (+4/+9) / zu warm (>+10) gegenüber gestern, so liegen diese am 9. März bei 10/50/40 (gestern: 10/55/35) und am 14. März bei 45/40/15 (gestern: 20/60/20). In Summe heute eine deutliche Verschiebung in Richtung kühlere Varianten.

Mögliche Ursachen für kühles Wetter im zweiten März-Drittel

Ein Hochdrucksystem über dem nördlichen Kanada wird von den Wettermodellen im Zeitraum vom 4./12. März als wahrscheinlich berechnet. In Folge daraus schwächt sich der aktive Kältewirbel über Kanada und Grönland ab, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik zurückgehen lässt. Das Wetter wird also mit höherer Wahrscheinlichkeit zum 5./6. März nachhaltig ruhiger werden können. Durch die nachlassende Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bieten sich dem Azorenhoch mehr Spielräume, sich in Richtung Norden auszudehnen und nachfolgend das Strömungsmuster zu meridionalisieren. Im Ergebnis daraus können über Mitteleuropa kältere Trogwetterlagen entstehen, welche gerade im zweiten März-Drittel aus statistischer Sicht auch häufiger vorkommen können.

Zusammenfassend:Die Großwetterlage befindet sich in der Übergangsphase vom Winter in den Frühling. Dazu gehören auch turbulente Wetterphasen, wie sie in den kommenden Tagen zu erwarten sind. Winterliche, bzw. kühlere "Rückschläge" sind durchaus normal und gehören zur Übergangsphase dazu. Auch wenn die Temperaturen kurzweilig mal die 15 Grad Marke erreichen können, so sollte man also mit den Frühlingsgefühlen noch sparsam umgehen.

Wetter im Frühling und Sommer 2017 - Wettertrend vom 27. Februar

Regnerisch und windig zeigt sich der "Winter im Abgang" und auch die ersten März-Tage bleiben am Mittwoch und Donnerstag unbeständig. Der Wind kann in Böen zeitweilig stürmisch auffrischen und bis zum Freitag auf südliche Richtungen drehen. Zwischendurch sinken am Mittwoch die Temperaturen auf +3/+8 Grad ab, was für Schneefälle oberhalb 700-1.300 Meter sorgen kann. Erst am Freitag und Samstag beruhigt sich das Wetter und es wird mit dem Wind aus südlichen Richtungen spürbar milder (Details s. Wetter im März 2017.

Viel Niederschlag ist bis Freitag zu erwarten

Verantwortlich für die rege Niederschlagsneigung ist eine Tiefdruckkette, welche sich vom heutigen Montag bis Freitag von Island bis nach Skandinavien erstrecken kann. Erst zum Wochenende konzentriert sich der tiefe Luftdruck voraussichtlich über England und kann mit der südlichen Anströmung der Luftmassen für mildere Temperaturwerte sorgen, wobei zum heutigen Stand auch Föhnwetterlagen mit entsprechender Niederschlagsintensität südlich der Alpen am Wochenende nicht ausgeschlossen werden können. Betrachtet man die simulierten Niederschlagssummen bis einschließlich Samstag, so erkennt man den voraussichtlichen Schwerpunkt der Niederschläge mit 15-40 l/m² südlich der Linie Köln - Dresden, wo in Staulagen örtlich auch bis 60 l/m² niedergehen können. Nördlich der Linie sind mit 8-20 l/m², örtlich bis 25 l/m² geringere Niederschlagssummen zu erwarten.

Am Wochenende sorgt die Vorderseitenanströmung für milde Temperaturen

Bedingt durch die Vorderseitenanströmung des Tiefdrucksystems gilt eine milde, teils warme Temperaturphase nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle für den Zeitraum von Freitag bis Sonntag als wahrscheinlich. Darüber hinaus zeigt sich aber mit höherer Wahrscheinlichkeit eine andere Temperaturentwicklung.

Beide Wettermodelle hatten im Ansatz der letzten Simulationen immer wieder einen Kaltluftausbruch im Zeitraum vom 8./13. März berechnet. In den aktuellen Simulationen wird aber wieder Abstand von einer nasskalten Temperaturentwicklung genommen. Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 6./10. März die Ausbildung einer Hochdruckbrücke vom Azoren- bis zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland, was den Wettercharakter trockener, aber mit einer nordöstlichen Anströmung der Luftmassen die Temperaturen nur mäßig mild erscheinen lässt. Berechnet werden bspw. am 8. März Tageshöchstwerte im Bereich zwischen +4/+8 Grad, was durchaus den Jahreszeit-typischen Werten entspricht. Im Zeitraum darüber hinaus verlagert sich das Hochdrucksystem über das östliche Europa, während von Westen her weitere Tiefdrucksysteme auf Mitteleuropa zusteuern. Die Grundströmung könnte vom 10./12. März über Deutschland, der Schweiz und Österreich auf südliche Richtungen drehen und mildere Luftmassen heranführen, bevor sich zum 12./14. März die Frontalzone über Skandinavien positionieren und erneut für einen unbeständigen Wettercharakter bei für die Jahreszeit normalen Temperaturen sorgen könnte.

Das europäische Wettermodell berechnet zum 9. März mit einem Hochdrucksystem über dem westlichen Russland / östliche Europa und einem Tiefdrucksystem zwischen Island und England eine ganz ähnliche Konstellation der Wettersysteme zueinander wie nach dem amerikanischen Wettermodell.

Wechselhaft und unbeständiges Wetter - Übergangswetter vom Winter in den Frühling

So bestätigen beide Wettermodelle heute erneut eine Jahreszeit-typische Übergangswetterlage vom 4./13. März, bei der sich keine Entwicklung einer stabilen Wetterlage abzeichnet. Eher das Gegenteils ist mit einer regen Niederschlagsneigung bei einem Auf und Ab der Temperaturen zu erwarten. Bestätigt wird das von den Kontrollläufen, welche am Wochenende mehrheitlich den Temperaturanstieg unterstützen und nachfolgend einen für die Jahreszeit normalen Temperaturtrend berechnen. So liegt das Temperaturspektrum am 7. März zwischen +1/+12 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad) und am 13. März zwischen +0/+15 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad). Da tut sich nicht viel, weder in Richtung März-Winter, noch in Richtung Frühling und zeigt zudem, dass die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells eine der wärmsten Varianten darstellt. Noch deutlicher zeigt sich die höhere Wahrscheinlichkeit einer Jahreszeit-typischen Temperaturentwicklung anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +3) / normal (+4/+9) / zu warm (>+10), welche am 9. März bei 10/55/35 und am 14. März bei 20/60/20 liegen können. Die Frage nach "Wann wird es Frühling" kann heute in etwa wie folgt beantwortet werden: Frühlingshafte Temperaturwerte sind im Zeitraum vom 4./14. März grundsätzlich möglich, eine stabile Wetterlage mit dauerhaft frühlingshaften Werten ist aber zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich.

Langfristmodell: Wetter im Frühling etwa zu warm und im Sommer normal

In seiner heutigen Wettervorhersage für den Frühling und Sommer berechnet das Langfristmodell einen zu warmen März (+1/+2 Grad über dem Mittelwert) und jeweils einen leicht zu milden April und Mai (+0,5/+1 Grad über dem Mittelwert). In Summe ein etwa +0,5/+1,5 Grad zu warmer Frühling. Für die Sommermonate zeigt sich mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad eine zum heutigen Stand normale Temperaturentwicklung mit der Tendenz auch leicht zu kühl ausfallen zu können. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich der März etwas zu trocken, der April und Mai etwas zu nass und der Sommer hat kaum Abweichungen gegenüber den Sollwerten auszuweisen.

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,57 +2,6 +1,3 398 l/m² - extrem zu trocken

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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