Als Sommer "light" lässt sich der Wettercharakter der kommenden Tage wohl am besten bezeichnen. So ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit bis Samstag (mit Ausnahme des Donnerstags) als schwach zu bezeichnen und die Temperaturen schwanken meist im Bereich zwischen +20/+25 Grad und können mit entsprechender Sonnenscheindauer auch knapp darunter, bzw. auch darüber liegen (Details s. Wetter August 2016).

So bleibt das Temperaturniveau nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle bis zum 19. August im durchaus Jahreszeit-typischen Bereich und steigt zum 19./20. August weiter an, bevor zum 21. August mit teils kräftigen Niederschlägen und zurückgehenden Temperaturen sich die Tiefdrucksysteme wieder vermehrt bemerkbar machen können.

Offen bleibt heute noch die Frage, ob sich in den Tagen zwischen dem 22./28. August eine stabile Hochdruckverbindung zwischen dem Azorenhoch und den Kontinentalhoch über dem westlichen Russland aufbauen kann. Sollte dies gelingen, so wäre das letzte August-Drittel von einen überwiegend sommerlichen und stabilen Wettercharakter geprägt. Gelingt der "Brückenschlag" zwischen den Hochdrucksystemen nicht, so können sich im Wesentlichen zwei weitere Wetterentwicklungen daraus ergeben. In der ersten Variante wird der hohe Luftdruck nach Süden "weggedrückt", so dass eine westlich orientierte Großwetterlage daraus entstehen kann. In Folge solch einer Wetterentwicklung wäre im letzten August-Drittel eher mit mäßig warmen und unbeständigen Wetter zu rechnen. In der zweiten Variante kann sich weder das Hochdrucksystem noch das Tiefdrucksystem durchsetzen, so dass über Deutschland, Österreich und der Schweiz es beim Auf und Ab der Temperaturen bleiben kann.

Die Kontrollläufe stützen jedoch - wie bereits in den letzten Tagen - ein gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um +3/+8 Grad zu warmes Temperaturniveau im Zeitraum vom 23./29. August bei einer geringen Niederschlagsneigung. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums über dem Norden zwischen +23/+25 Grad, sonst zwischen +24/+26 Grad. Mit anderen Worten ist zum heutigen Stand eine weitgehende Hochdruckdominanz im letzten August-Drittel die wahrscheinlichere Variante.

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