Der Sommer kommt ab Samstag wieder zurück nach Deutschland - zuerst über den südlichen Regionen, ab Montag dann auch über den nördlichen Landesteilen. Der Grund hierfür ist ein Hochdruckkeil, welcher sich von der Mittelmeerregion bis über Skandinavien erstrecken kann. In Folge daraus stellt sich über Deutschland eine weitgehend südliche Grundströmung ein, was die warmen Luftmassen auch über das nördliche Deutschland transportieren kann (Details s. Wetter August 2016).

Für den Zeitraum über den 17./18. August hinaus simulierten beide Wettermodelle in den letzten Tagen zum 18. August, eine Übergangsphase, welche im weiteren Verlauf mehr und mehr von Tiefdrucksystemen dominiert werden konnte. Insgesamt galt die Wetterentwicklung als Komplex und entscheidend über einen möglichen Fortbestand der sommerlichen Hochdruckwetterlage, oder vermehrten Tiefdruckeinfluss über Deutschland, Österreich und der Schweiz war die Positionierung des Hochdrucksystems.

Um es gleich vorweg zu nehmen - die Simulationen sind heute etwas anders als gestern. Das europäische Wettermodell simuliert vom 18./22. August ein Hochdrucksystem über dem Bereich Barentssee/nördliches Skandinavien und ein weiteres über England in einer von Süd nach Nord verlaufenden Hochdruckachse. Zwischen beiden Hochdrucksystemen liegt ein Tiefdruckgebiet, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz auf den östlichen und damit kühleren Hochdruckgradienten des Hochdrucksystems bei England gelangt. Ein wechselhafter und mäßig warmer Wettercharakter wäre hieraus die Folge.

Anders die Berechnung des amerikanischen Wettermodells. Nach diesen Berechnungen bleibt das Hochdrucksystem bis zum 20. August weitgehend "stabil", wenngleich der Norden von Deutschland zeitweilig von einem Tiefdrucksystem über der Ostsee beeinflusst werden könnte. Erst zum 21. August gelingt der atlantischen Frontalzone kurzweilig der Durchbruch in Richtung Deutschland, jedoch zeigt sich nachfolgend wieder rasch der Aufbau eines Hochdrucksystems, welches sich bis zum 25. August zu einem stabilen und autarken Hochdrucksystem direkt über Mitteleuropa entwickeln könnte (mit Hochdruckkern über Deutschland).

Die unterschiedlichen Berechnungen und auch Schwankungen der Wettermodelle bestätigt die seit Tagen angesprochene Komplexität der kommenden Wetterentwicklung. Und wie knapp die Entscheidung zwischen kühl und warm sein kann, zeigen die Kontrollläufe. So ist - Aufgrund zur Nähe eines Tiefdrucksystems über der Ostsee - über dem Norden und Osten ein kühleres Temperaturspektrum als über dem Süden und Westen zu erkennen. So liegt der Mittelwert des Spektrums am 21. August bei +20/+21 Grad über dem Norden und Osten und +22/+23 Grad über dem Süden und Westen und am 26. August zwischen +21/+22 Grad über dem Norden und Osten und +23/+24 Grad über dem Süden und Westen. Zudem ist die Niederschlagserwartung in den Kontrollläufen über dem Norden und Osten im Zeitraum 19./26. August etwas höher als über dem Westen und Süden einzustufen.

Zusammenfassend: die Wettermodelle berechnen heute erneut unterschiedliche Entwicklungsvarianten für den Zeitraum vom 17./26. August, bei der sowohl die Dominanz einer Tiefdruckaktivität, als auch ein höherer Einfluss eines Hochdrucksystems gleichermaßen möglich ist. Das Temperaturspektrum orientiert sich dabei weitgehend am Jahreszeit-typischen Bereich und kann über dem Westen und Süden leicht darüber und über dem Norden und Osten zeitweilig leicht darunter liegen.

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