Das Auf und Ab beim Wetter bleibt zunächst einmal bestehen. Der Grund ist die Konstellation aus einem Hochdrucksystem, welches sich von den Azoren bis nach Grönland erstrecken kann und auf der östlichen Seite ein Tiefdrucksystem nach Süden hin "austrogen" kann. In Folge daraus gerät Mitteleuropa und insbesondere Deutschland, Österreich und die Schweiz zum Dienstag in eine nordwestliche bis nördliche Anströmungskomponente, was die Temperaturen spürbar kühler und den Wettercharakter unbeständiger machen kann (Details s. Wettervorhersage August 2016).

Die Frage stellte sich bereits gestern: wie lange wird die für die Jahreszeit etwa um 5/7 Grad zu kalte Temperaturphase andauern? Dazu gibt es zwei Varianten. In der ersten Variante ist die kühle Wetterphase nur von kurzer Dauer. Begründet ist das mit der weiterhin hohen Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland, Island und Skandinavien, welche eine nachhaltige Austrogung über Mitteleuropa verhindern und auf ihren südlichen Gradienten den Aufbau einer Hochdruckbrücke ermöglichen können. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden somit bereits zum 12. August wieder in den Einflussbereich eines Hochdrucksystems gelangen können, welches sich mit seinem Kern bis zum 20. August im Bereich zwischen England, Deutschland und Frankreich positionieren und somit für weitgehend stabile und warme Wetterverhältnisse sorgen könnte.

Die zweite Variante ist schnell erklärt. Das meridionalisierende Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) festigt sich mit einem Trog Mitteleuropa, so dass von nordwestlichen Richtungen immer wieder Tiefdrucksysteme ach Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Regen und für die Jahreszeit relativ kühlen Temperaturen vordringen können.

Betrachtet man die Kontrollläufe, so findet der Temperaturabschwung vom 9./12 August eine Bestätigung. Der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt bspw. am 11. August verbreitet bei rund +16/+17 Grad und steigt zum 13. August wieder in Richtung der +20 Grad Marke und bleibt darüber hinaus bis zum 19. August im positiven Trend (+24/+26 Grad). Somit ist zum heutigen Stand nicht davon auszugehen, als dass sich eine längere Kaltluftphase über Mitteleuropa halten könnte.

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+19) / normal (+20/+25) / zu warm (>+25) liegen am 15. August bei 35/55/10 und am 20. August bei 20/45/35 und bestätigen - zum heutigen Stand - eine nach der kühlen Temperaturphase ansteigende Temperaturtendenz im zweiten August-Drittel.

Das Langfristmodell bleibt in seiner Wetterprognose für den August bei seiner bisherigen Prognosen: sowohl im Temperatur-, als auch im Niederschlagsverhalten zeigt sich der August "normal" gegenüber dem langjährigen Mittelwert, mit der Tendenz über dem Südosten auch leicht zu nass auszufallen.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!