Am Donnerstag Übergangswetter, am Freitag über dem Süden und Osten häufig Dauerregen, am Samstag nachlassend und von Sonntag bis Montag wieder sommerliches Hochdruckwetter. So lässt sich der Wetterbericht der kommenden Tage in aller Kürze zusammenfassen (Details s. Wettervorhersage August 2016).

Das sommerliche Hochdrucksystem ist nach den jüngsten Berechnungen beider Wettermodelle aber nur von kurzer Dauer und kann sich gegen die herannahenden Tiefdruckausläufer der atlantischen Frontalzone nicht behaupten. In Folge daraus nimmt bereits am Dienstag die Niederschlagstätigkeit von Norden her zu und führt mit einem kräftigen, teils auch stürmischen Wind über dem Norden spürbar frischere Luftmassen nach Deutschland. So können im Zeitraum vom 10./11. August die Temperaturen bei einer regen Niederschlagsaktivität auf +11/+16 Grad absinken, während mit etwas Sonnenschein +15/+20 Grad erreicht werden könnten.

So bestätigt sich heute im Detail der Temperaturabschwung zum zweiten August-Drittel, welcher sich in den letzten Tagen in den Simulationen immer mehr abzeichnete und zwischenzeitlich sehr wahrscheinlich geworden ist. Der Grund für die kühlere Temperaturphase ist ein Hochdrucksystem über den Azoren, welches sich mit einem Hochdruckkeil nach Norden in Richtung Grönland aufwölbt. Somit fehlt über der Mittelmeerregion der hohe Luftdruck, welcher die Tiefdrucksysteme von Norden her kommend blockieren könnte. In Folge dessen findet über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine sog. Austrogung mit nachfolgenden Temperaturrückgang statt.

Die Frage, welche sich heute stellt, ist nicht mehr ob es kühler wird, sondern wie lange der kühle Temperaturcharakter wohl anhalten wird.

Geht es nach der Berechnung des europäischen Wettermodells, so ist im Zeitraum vom 10./14. August mit kühleren Temperaturwerten zu rechnen, welche bis zum 14. August langsam wieder unter Hochdruckeinfluss geraten können. Anders formuliert - kühler ja, jedoch mit geringeren Niederschlagsneigung und nachfolgend ansteigenden Temperaturen.

Das amerikanische Wettermodell berechnet die Dynamik der atlantischen Frontalzone stärker, so dass die für die Jahreszeit zu kalten Temperaturen bis zum 14. August anhaltend und sich darüber hinaus bis zum 17. August nur langsam erwärmen können. Der Wettercharakter selbst ist deutlich unbeständiger als nach der Berechnung des europäischen Wettermodells zu bewerten.

Die Kontrollläufe stützen den Temperaturabschwung vom 10./14. August mehrheitlich. So liegt der Mittelwert der Temperaturen um 4/7 Grad unter dem langjährigen Mittelwert und erreichen mit ihrem Tiefpunkt am 12. August Werte, welche im Bereich zwischen +12/+21 Grad liegen können (Mittelwert: +16/+18 Grad). Das erinnert mehr an Frühling, als an Hochsommer. Gibt es denn Anzeichen eines Temperaturaufschwungs? So ein Trog Mitteleuropa hält sich im Sommer meist nicht lange und so ist zum 15. August mit einer langsamen Normalisierung der Temperaturen und ab dem 16./17. August mit einen positiven Temperaturtrend zu rechnen.

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