Der kühlere Temperaturabschnitt Anfang August bestätigt sich auch in den heutigen Simulationen der Wettermodelle. Dabei ist der Grundcharakter am 1. und 2. August insbesondere über dem Süden noch wechselhaft, wird aber zum 3. August zunehmend beständiger, so dass die Niederschläge allgemein nachlassen können.

Der Grund für die Zufuhr kühlerer Luftmassen Anfang August liegt in der Konstellation eines Hochdruckkeils zwischen den Azoren, Island und dem europäischen Nordmeer und einem Tiefdrucksystem über dem skandinavischen Raum begründet. Zwischen beiden Systemen gelingt der Zustrom kühlerer Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz. Blickt man auf die simulierten Niederschlagssummen bis einschließlich 2. August, so liegt der Schwerpunkt mit 15-40 l/m², örtlich bis 70 l/m² etwa südlich einer Linie Stuttgart - Dresden, während nördlich davon meist 4-20 l/m² erwartet werden können. (Details siehe Wettervorhersage August).

Im Zeitraum vom 4./7. August berechnen die Wettermodelle zwei mögliche Entwicklungsvarianten, welche im wesentlichen auch gestern schon in den Berechnungen zu sehen waren. In der ersten Variante kann sich eine weitgehend stabile Hochdruckbrücke zwischen denn Azoren, der Mittelmeerregion, Deutschland bis über das östliche Europa ausbreiten, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz im Einflussbereich der Hochdruckbrücke liegen kann. In Folge daraus wäre der Wettercharakter als sommerlich warm und weitgehend trocken zu bezeichnen.

In der zweiten Variante bilden sich zwei autarke Hochdrucksysteme. Eines über den Azoren und das zweite über dem östlichen Skandinavien / westliches Russland. Zwischen den Hochdrucksystemen kann eine Lücke entstehen, in welche die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone vordringen können. In Folge dieser Variante wäre der Wettercharakter als unbeständig und mäßig warm - teils auch als kühl zu bezeichnen.

Wie das Wetter im ersten August-Drittel werden wird, hängt also maßgeblich davon ab, ob es den Hochdrucksystemen gelingen mag eine Hochdruckverbindung aufzubauen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit hierfür? Die Kontrollläufe bestätigen ein breites Entwicklungsspektrum im Zeitraum vom 5./12. August, wobei der Temperaturtrend - wie in den letzten Tagen auch - weitgehend als positiv zu bezeichnen ist. So liegt das Temperaturspektrum am 6. August zwischen +16/+32 Grad (Mittelwert: +22 Grad über dem Norden, sonst +23/+24 Grad) und am 11. August zwischen +17/+30 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad über dem Norden und Westen und +25 Grad über dem Süden und Osten). Mit anderen Worten ist die Ausbildung einer Hochdruckbrücke zum heutigen Stand die wahrscheinlichere Variante.

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+19) / normal (+20/+25) / zu warm (>+25) liegen am 7. August bei 20/45/35 und am12. August bei 25/20/55 und bestätigen mehrheitlich den positiven Temperaturtrend. Aber es bleibt dabei - Hop oder Top, kommt die Hochdruckbrücke, so bleibt der Sommer auch für längere Zeit noch erhalten. Kommt es zur "Lücke", so bleibt dem Sommer nicht mehr viel Zeit, sich mit einem hoch-sommerlichen Wettercharakter zu zeigen.

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