Die kommenden Tage zeigen sich wechselhaft und unbeständig. So ist vor allem über den westlichen und südlichen Landesteilen mit einer erhöhten Schauer- und Gewitterneigung zu rechnen, welche bis zum kommenden Dienstag anhalten kann. Die Temperaturen bleiben jedoch - je nach Niederschlagssituation, bzw. Sonnenscheindauer - mit +20/+25 Grad, bzw. +25/+30 Grad im sommerlich warmen Bereich.

Der Grund für die anhaltend hohe Schauer- und Gewitterneigung ist die Großwetterlage, welche über Deutschland, Österreich und der Schweiz aus einem Hochdruckkeil und einem Tief über Island/England besteht. So können in einem insgesamt gradientenschwachen Umfeld feucht-warme Luftmassen aus südlichen Richtungen herangeführt werden, was zu den teils unwetterartigen Schauern und Gewittern führen kann (Details: Wettervorhersage Juli 2016).

Im Zeitraum zwischen dem 26./31. Juli simuliert das amerikanische Wettermodell einen langsamen, aber dennoch steten Abbau des hohen Luftdrucks über Deutschland, so dass nachfolgend die atlantische Frontalzone mit ihren Tiefdruckausläufern bis auf Deutschland übergreifen kann. Der Hochdruckkeil kippt dabei nach Südost weg, so dass die Grundströmung bis Ende Juli noch überwiegend aus südwestlichen Richtungen kommen kann. So wäre in diesem Zeitraum mit einem insgesamt unbeständigen Wettercharakter zu rechnen, bei dem es über dem Nordwesten kühler als über dem Südosten werden kann. Wie kühl? Simuliert werden Temperaturen, welche über dem Norden im Bereich zwischen +18/+23 Grad und über dem Süden zwischen +20/+25 Grad liegen können.

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Variante, jedoch liegt hier der Hochdruckkeil etwas nördlicher, so dass der Tiefdruckeinfluss schwächer ausfällt und die Temperaturen etwas höher liegen können. Aber auch nach dieser Simulation ist im Zeitraum 26./31. Juli mit Niederschlägen zu rechnen.

Zusammenfassend: es hat sich in den letzten Tagen bereits gezeigt, dass sich der Hochdruckkeil mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht bis Ende Juli behaupten kann und die Großwetterlage zunächst einmal auf südwestliche Richtungen kippt, was grundsätzlich über dem Nordwesten zu einer höheren Niederschlagserwartung und kühlere Temperaturwerte als über dem Südosten führen kann. Darüber hinaus gibt es zwei wesentliche Wettervarianten, welche aus dieser Konstellation herausbilden können. Ob das sommerliche oder unbeständige und kühle Wettervarianten sein können, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter August.

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