Die Hochdruckbrücke, welche in Deutschland in den letzten Tagen für die sehr warmen Temperaturen verantwortlich war, schwächt sich in den kommenden Tagen mehr und mehr ab, so dass feucht-warme Luftmassen mit zahlreichen Schauern und Gewittern - welche örtlich auch Unwetterpotential erreichen können - zu erwarten sind. Der Schwerpunkt der Schauer- und Gewitteraktivität liegt voraussichtlich über den südlichen und westlichen Regionen, während die Neigung zu Schauern und Gewittern über dem Norden und Nordosten nachlässt. Die Temperaturen gehen etwas zurück, bleiben aber - je nach Sonnenscheindauer, bzw. Niederschlagssituation - mit +21/+27 Grad, bzw. +25/+30 Grad im warmen, teils auch heißen Bereich. Daran wird sich bis zum Dienstag der kommenden Woche kaum etwas verändern (siehe Wetter Juli 2016).

Die Hochdruckbrücke hält sich also relativ gut und schwächt sich nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen und europäischen Wettermodells zum 27./28. Juli kurzweilig ab, so dass erneut mit Schauern und Gewittern bei zurückgehenden Temperaturen zu rechnen ist. Wie kühl könnte es werden? Berechnet werden Werte, welche bspw. am 28. Juli zwischen +20/+25 Grad in einem durchaus für die Jahreszeit-typischen Bereich liegen können.

Im Zeitraum vom 28./31. Juli zeigt sich nach dem amerikanischen Wettermodell eine Verstärkung des Hochdruckkeils, so dass daraus mit einem Tiefdrucksystem zwischen Island und England eine warme, aber weiterhin unbeständige Südwestwetterlage mit Schauern und Gewittern entstehen kann.

Das europäische Wettermodell berechnet den Hochdruckkeil des Azorenhochs nur bis über Deutschland reichend, so dass auch demnach der Wettercharakter als unbeständig einzustufen ist, jedoch die Temperaturen mit +20/+25 Grad, örtlich bis +27 Grad kühler ausfallen können.

Die Kontrollläufe stützen weitgehend den Normalisierungstrend der letzten Tage bis Ende Juli bei einer über dem Süden und Westen schwach bis mäßigen und über dem Norden und Osten mäßigen bis erhöhten Niederschlagsneigung. Das Temperaturspektrum liegt am 27. Juli zwischen +18/+31 Grad (Mittelwert: +22/+24 Grad über dem Westen und Norden und +25/+26 Grad über dem Süden und Osten) und am 31. Juli zwischen +16/+30 Grad (Mittelwert: +21/+22 Grad über dem Norden und Westen und +23/+24 Grad über dem Süden und Osten). Man sieht alleine schon an der großen Bandreite des Temperaturspektrums, wie unsicher die Temperaturverteilung Ende Juli sein kann und wird maßgeblich davon abhängen, wie sich der Hochdruckkeil positionieren kann. Was daraus sich für Wetterlagen Anfang August entwickeln können, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter August 2016.

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