Ein Tiefdruckausläufer sorgt von Donnerstag bis einschließlich Sonntag für eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung, welche insbesondere am Donnerstag, Freitag und Samstag örtlich auch zu Unwettern führen können. Die Temperaturen bleiben bis einschließlich Montag im warmen und können vielfach auch im sommerlichen Bereich liegen (mehr wie +25 Grad). Der Tiefdruckausläufer ist dabei nicht sonderlich stark, jedoch reicht dieser aus um die Labilität der Luftschichten zu erhöhen, was im Zusammenspiel mit feucht-warmen Luftmassen zu Schauern und Gewittern führen kann (Details s. Wettervorhersage Juli 2016).

Spannend blieb in den letzten Tagen die Frage, ob sich die aktuelle Hochdruckbrücke von der Mittelmeerregion bis über Skandinavien reichend weiter stabilisieren kann, oder ob es den Tiefdrucksystemen der atlantischen Frontalzone gelingen mag, das Hochdruckkonstrukt weiter nach Osten zu verlagern und somit vermehrt das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz dominieren kann.

Das amerikanische Wettermodell simuliert am 26. Juli ein Tiefdrucksystem im Bereich zwischen Island und England, während ein zweites Tiefdrucksystem über dem westlichen Russland / östliches Europa sich weiter abschwächt. Somit fehlt der Hochdruckbrücke der "Halt" auf der östlichen Seite, so dass das Tiefdrucksystem von Westen her das Hochdrucksystem nach Südosten wegdrücken kann. In Folge daraus kann sich im Zeitraum vom 27./31. Juli eine Südwestwetterlage einstellen, bei der der Hochdruckeinfluss über dem Süden noch erhalten bleiben kann, während über dem Norden die Tiefdruckdynamik das Wettergeschehen dominieren könnte. Sollte sich dieses Szenario durchsetzen, so wäre über den Gebieten nördlich der Mittelgebirge mit einer erhöhten Niederschlagsneigung bei etwas kühleren Temperaturen als über den Gebieten südlich davon zu erwarten.

Das europäische Wettermodell stützt diese Wetterentwicklung mehrheitlich, wenngleich der Hochdruckkeil des Azorenhochs weiter nördlicher - über Deutschland, Österreich und der Schweiz - verlaufen kann, was insgesamt die Niederschlagswahrscheinlichkeit verringern mag.

Mit anderen Worten zusammengefasst kann sich nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle bis Ende Juli die aktuelle Hochdruckbrücke nicht stabilisieren und wird aller Voraussicht nach im Zeitraum zwischen dem 26./27. Juli abgebaut, so dass sich in Folge daraus mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Südwestwetterlage entwickeln kann. Was für Wetterentwicklungen Anfang August möglich sind, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend August 2016.

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