Heute sind vor allem über dem Mittelgebirgen und im weiteren Tagesverlauf auch über dem Süden teils kräftige Schauer und Gewitter zu erwarten, sonst bleibt es bis Mittwoch weitgehend trocken und sonnig und die Temperaturen steigen allmählich in Richtung der +30 Grad Marke und örtlich auch darüber hinaus. Erst zum Donnerstag und Freitag können erneut kräftige Schauer und Gewitter wieder für Abwechslung sorgen - die Temperaturen verbleiben aber auf einem warmen bis heißen Niveau (s. Wetter Juli 2016).

Der Grund für den Warmluftschub ist eine Hochdruckbrücke, welche sich aktuell von Süden her aufbaut und bis zum Dienstag sich von der Mittelmeerregion über Österreich, der Schweiz und Deutschland bis nach Skandinavien erstrecken kann. Gleichzeitig positioniert sich im Bereich zwischen Island und England ein Tiefdrucksystem, so dass im Verbund beider Wettersysteme eine südliche Strömung zustande kommen kann, welche sehr warme - aber auch zunehmend feuchte - Luftmassen von Süd nach Nord führt.

Dieses Hochdruckkonstrukt weitet sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells bis zum 21. Juli weiter nach Norden aus und erstreckt sich von der Mittelmeerregion über Skandinavien bis über das westliche Russland. Gleichzeitig liegt über dem östlichen Europa ein kleinräumiges Tiefdrucksystem, was die Hochdruckbrücke zunächst einmal stabilisieren mag, während die Tiefdrucksysteme bei Island und England nicht sonderlich weit nach Osten vorankommen. Das Hochdrucksystem ist jedoch als labil zu bezeichnen, so dass der Zeitraum vom 21./25. Juli zwar als warm definiert werden kann, jedoch ist mit einer erhöhten Neigung zu Schauern und Gewittern zu rechnen.

Das europäische Wettermodell stützt den Aufbau einer Hochdruckbrücke Mitteleuropa nicht und berechnet eine höhere Einflussnahme von Tiefdrucksystemen im Zeitraum 24./28. Juli, wenngleich die Temperaturen noch im warmen Bereich verbleiben können. Interessant ist in dieser Simulation die Aufwölbung des Azorenhochs in Richtung Island/Grönland, was das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz Ende Juli "empfindlich" kühl gestalten könnte.

Die Kontrollläufe stützen den Höhepunkt der "Hitze" zum 21. Juli und die darüber hinaus eine anhaltend warme Wetterphase bis zum 25. Juli. In der Niederschlagserwartung ist vom 21./25. Juli mit einer erhöhten Niederschlagsneigung in Form von Schauern und Gewittern zu rechnen, deren Schwerpunkt über dem Süden und Osten von Deutschland liegen kann. Im Zeitraum vom 25./28. Juli bestätigt sich die Normalisierungstendenz der Temperaturen der letzten Tage. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Juli zwischen +16/+28 Grad (Mittelwert: +24 Grad) und am 28. Juli zwischen +15/+28 Grad (Mittelwert: +23/+24 Grad). Eine kühlere Wetterperiode wird somit bis Ende Juli weniger wahrscheinlich, jedoch nicht grundsätzlich auszuschließen. Entscheidend wird sein, wie sich das Hochdrucksystem aufbauen kann. Bleibt es labil und schwächt sich ab, oder kann es sich weiter stabilisieren und welche Auswirkungen können die unterschiedlichen Entwicklungen auf das Wetter Anfang August haben? Mehr dazu gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter August 2016.

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