Die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen kräftig an und erreichen bis zum kommenden Mittwoch und Donnerstag verbreitet Werte, welche zwischen +24/+28 Grad, örtlich auch darüber im hoch sommerlichen Bereich liegen können. Es scheint dabei vielfach die Sonne, wobei am Sonntag sich eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung zeigt. Erst zum, bzw. schon in der Nacht auf Donnerstag ziehen von Westen her kräftige Schauer und Gewitter auf, welche tagsüber weiter nach Osten vorankommen und örtlich Unwetterpotential erreichen können (s. Wetter Juli 2016).

Die Schauer und Gewitter am Donnerstag leiten nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells eine erneute Übergangsphase ein, bei der die heißen Temperaturen im Nachgang eine Normalisierung erfahren. Die Großwetterlage zeigt sich am Sonntag mit einer kräftigen Tiefdruckaktivität im Bereich zwischen dem östlichen Kanada, Neufundland, Island, England und Skandinavien. Gleichzeitig wölbt sich von der Mittelmeerregion ein Hochdrucksystem nach Norden auf und beeinflusst somit das Wetter bis zum kommenden Mittwoch über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dieses Hochdrucksystem kann sich bis zum 20./21. Juli weiter nach Norden bis über Skandinavien erstrecken und sich zum 22. Juli zum einem eigenständigen Hochdrucksystem über dem östlichen Skandinavien und dem westlichen Russland entwickeln. So befindet sich Deutschland, Österreich und die Schweiz bis zum 25. Juli im labilen Hochdruckumfeld, so dass mäßig warme bis warme Temperaturwerte zu erwarten sind, jedoch die Schauer- und Gewitterneigung anhaltend hoch bleiben könnte. Im Zeitraum vom 25./30. Juli kann sich das Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum nicht behaupten, so dass schwachgradientige Tiefdrucksysteme den Bereich zwischen Island, England und Skandinavien beeinflussen können. Mit anderen Worten: Es bleibt nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells bis Ende Juli wechselhaft bei einem Auf und Ab der Temperaturen.

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Entwicklung der Großwetterlage, bei der bis zum 27. Juli immer wieder Tiefdrucksysteme zwischen den Hochdrucksystemen über den Azoren und dem östlichen Skandinavien in Richtung Mitteleuropa vordringen können.

Stabile Wetterverhältnisse sind zusammenfassend in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle nicht zu erkennen. Die Kontrollläufe bestätigen den Trend mehrheitlich. So liegen bis zum 22./23. Juli die Temperaturen etwa um 5/8 Grad über dem langjährigen Mittelwert und haben darüber hinaus bis zum 30. Juli ein normalisierende Tendenz. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Juli zwischen +17/+30 Grad (Mittelwert: +23 Grad über dem Norden und Westen und +24/+25 Grad über dem Süden und Osten) und am 30. Juli zwischen +15/+28 Grad (Mittelwert: +23/+24 Grad).

Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+19) / normal (+20/+25) / zu warm (>+25) und vergleicht sie mit gestern, so liegen diese am 25. Juli bei 10/55/35 (gestern: 15/60/25) und am 30. Juli bei 30/40/30 (gestern: 60/20/20). Die Erkenntnis daraus? Die Warmphase ist bis zum 25. Juli zunehmend wahrscheinlich und darüber hinaus sind die unterschiedlichsten Wetterentwicklungen noch möglich, wobei kühlere Varianten weniger wahrscheinlicher werden, als das gestern noch der Fall war. Woran liegt das? Betrachtet man die Gemeinsamkeiten der Simulationen, so ist im Zeitraum vom 25./30. Juli mit einem gradientenschwachen Umfeld zu rechnen und entscheidend wird sein, ob sich ein Tiefdrucksystem mit stärkerer Bewölkung in der Nähe von Deutschland positionieren oder ob hoher Luftdruck mit vermehrten Sonnenschein das Wetter dominieren kann - Je nachdem sind wärmere oder auch kühlere Temperaturen zu erwarten - jedoch zeigt sich im gradientenschwachen Umfeld immer eine gewisse Labilität der Luftschichten, so dass die Neigung zu Schauer und Gewitter wohl erhalten bleibt.

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