Bis einschließlich kommenden Mittwoch zeigt sich mit zunehmend hohem Luftdruck eine sich stabilisierende Wetterlage, so dass die Temperaturen bis zum Mittwoch langsam, aber auch stetig wieder sommerliche, teils auch hoch sommerliche Werte jenseits der +25 Grad Marke erreichen können. Zwischendurch ist am Sonntag und Montag immer wieder mit Schauern zu rechnen, welche örtlich auch mit Gewittern einhergehen können (s. Wetter Juli 2016).

Stabilisiert sich nun die Wetterlage passend zum Ferien- und Urlaubsbeginn in vielen Bundesländern? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell: Nein. Warum? Der Tiefdruckeinfluss aus westlichen Richtungen ist zu dominant, als dass sich über Mitteleuropa ein Hochdrucksystem durchsetzen könnte. So gehört das kommende Hochdruckkonstrukt lediglich zu einer Tiefdruckvorderseite, welche bereits zum 21./22. Juli von einem herannahenden Tiefdrucksystem nach Osten weggedrückt werden kann. So kommt es nach diesen Berechnungen nach dem warmen/heißen Vorderseitenwetter zum 21./22. Juli zu einer Übergangsphase, bevor zum 23./24. Juli eine kühle und unbeständige Rückseitenwetterlage nachfolgen kann. Blickt man noch etwas weiter in die Zukunft, so simuliert das amerikanische Wettermodell eine Aufrechterhaltung der Tiefdruckrinne, welche zwischen Neufundland, Island/England, dem südlichen Skandinavien und dem Norden von Deutschland verlaufen kann. So bleibt demnach der gewohnt abwechslungsreiche Wettercharakter der letzten Tage und Wochen wohl bis Ende Juli erhalten.

Das europäische Wettermodell baut in seiner heutigen Berechnung die Hochdruckstruktur etwas anders als das amerikanische Wettermodell auf. Der Hochdruckkeil verläuft westlicher und erstreckt sich im Bereich zwischen den Azoren, England und Skandinavien. Somit kann die Tiefdruckrinne der atlantischen Frontalzone unterbunden, bzw. gestört werden, so dass es die Tiefdrucksysteme selbst schwerer haben werden, sich bis über Mitteleuropa, bzw. Skandinavien durchzusetzen. Mit anderen Worten könnte der Zeitraum vom 17./25. Juli nach diesen Berechnungen durchaus sommerlich ausfallen. Ob darüber hinaus sich ein stabiles Hochdrucksystem entwickeln kann, bleibt zum heutigen Stand aber noch abzuwarten.

So gibt es also auch heute erneut zwei unterschiedliche Varianten der Wettermodelle. Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich einen weitgehend trockenen und warmen Wettercharakter im Zeitraum 15./21. Juli. Darüber hinaus zeigt sich eine Normalisierung des Temperaturmittelwerts gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer ansteigenden Niederschlagserwartung. So liegt das Temperaturspektrum am 22. Juli zwischen +20/+34 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad über dem Norden und Westen und +25/+26 Grad über dem Süden und Osten) und am 28. Juli zwischen +17/+28 Grad (Mittelwert: +20/+22 Grad).

Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+19) / normal (+20/+25) / zu warm (>+25), so liegen diese am 25. Juli bei 15/60/25 und am 30. Juli bei 60/20/20 und bestätigen - zumindest heute - mehrheitlich die Variante des amerikanischen Wettermodells. Jedoch zeigt sich der Ansatz eines "Störimpulses" des europäischen Wettermodells als vielversprechend und muss in den kommenden Tagen genauer beobachtet werden (mehr zum Thema "Störimpuls" können Sie zur gestrigen Wetterprognose zum Wetter August 2016 nachlesen).

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