Nach den heißen Tagen folgt ab Dienstag mit einem unbeständigen und windigen Wettercharakter eine Abkühlung nach, so dass die Temperaturen vielfach sich im Bereich zwischen +15/+20 Grad bewegen und mit etwas Sonnenschein auf bis +23 Grad ansteigen können. Das Auf und Ab geht also weiter (s. Wetter Juli 2016).

An diesem unbeständigen, wechselhaften und kühlen Wettercharakter wird sich nach den aktuellen Wetterprognosen der Wettermodelle bis zum 17. Juli wenig verändern, erst darüber hinaus ergibt sich im Zeitraum 17./24. Juli wieder mehr Spielraum für andere Varianten.

Welche Varianten wären das? Im Wesentlichen sind drei Entwicklungsmöglichkeiten in den heutigen Simulationen vorhanden. Die erste Variante ist schnell erläutert: es bleibt mit einer westlichen Zirkulationsstruktur beim Auf und Ab beim Wetter und es ändert sich so gut wie nichts.

In der zweiten Variante kann sich ein Hochdruckkeil bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz ausweiten, so dass bei einem weiterhin leicht unbeständigen Wettercharakter die Temperaturtendenz wieder ansteigend sein kann.

In der dritten Variante gelingt der Hochdruckaufbau im Bereich zwischen dem Azorenhoch und einem Hochdrucksystem über dem nördlichen Skandinavien was die Tiefdrucksysteme von Westen her kommend blockieren kann. In Folge dieser Variante ergäbe sich die Möglichkeit eines stabilen Hochdruckaufbaus über Mitteleuropa, welcher durchaus den Sommer mit sich bringen kann.

Die Hochdruckvarianten für stabilere Wetterverhältnisse im Sommer 2016 bleiben in den Simulationen erhalten, doch wie wahrscheinlich sind diese? Blickt man auf die Wetterprognose der Kontrollläufe, so bestätigt sich nach der kühlen Temperaturphase im Zeitraum 13./17. Juli ein positiver Temperaturtrend, welcher mit seinem Mittelwert sich wieder um den Jahreszeit-typischen Bereich bewegen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 15. Juli zwischen +15/+20 Grad (Mittelwert: +16/+18 Grad) und am 22. Juli zwischen +17/+30 Grad (Mittelwert: +21/+23 Grad). Das sind allesamt keine großen Sprünge, so dass vieles auf die zweite Variante hindeutet: schwacher, bzw. labiler Hochdruckeinfluss, geringere Niederschlagswahrscheinlichkeit bei gemäßigten Temperaturen.

Wann kommt der Sommer 2016? Die Höhenströmung in ca. 10.000 Meter Höhe - der Jetstream - bleibt nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells bis zum 24. Juli südlich ausgerichtet. Das bedeutet, dass Mitteleuropa vermehrt in den "Genuss" einer westlichen Grundströmung gelangen kann, was einen stabilen Hochdruckaufbau weniger wahrscheinlich macht. Die Großwetterlage erinnert dabei stark an den vergangenen Winter, als in regelmäßigen Abständen immer wieder Tiefdrucksysteme nach Deutschland gelangten und milde bis warme Luftmassen heranführten. Im Sommer ist das hinsichtlich der Temperaturen aber genau umgekehrt, während im Winter +9/+16 Grad als ungewöhnlich warm empfunden werden, so sind Temperaturwerte von +15/+20 Grad im Sommer als kalt zu definieren.

Wie liegen die Wahrscheinlichkeiten? Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+19) / normal (+20/+25) / zu warm (>+25), so liegen diese am 19. Juli bei 30/50/20 und am 24. Juli bei 55/30/15 und wer hier regelmäßig mit liest, wird feststellen, dass sich die Verhältnisse derzeit vermehrt in die eine und andere Richtung hin und her bewegen. Das ist aber mit der unsicheren Wetterentwicklung im Zeitraum 17./20. Juli weniger überraschend, denn je nachdem wie sich das mögliche Hochdrucksystem ausbilden kann, kommt es darauf an, wo es sich platzieren wird - geringfügige Positionsverschiebungen führen zu diesen Schwankungen.

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