Der Wettercharakter bleibt bis zum kommenden Wochenende durchwachsen und es immer wieder mit zeitweiligen Schauern und örtlichen Gewittern zu rechnen. Insbesondere am Donnerstag, wenn Deutschland das nächste EM-Spiel hat, zeigt sich nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells etwa östlich einer Linie Stuttgart - Dresden auch Unwetterpotential in Form von länger andauerndem Starkregen, dessen tatsächliches Eintreten und Zugbahn im Detail noch abgewartet werden muss. Die Temperaturen steigen ab Mittwoch etwas an und verweilen meist im Bereich zwischen +15/+20 Grad, können mit länger andauerndem Niederschlag mit +13/+18 Grad auch darunter liegen und dort wo die Sonne zum Vorschein kommen kann, sind auch Werte zwischen +17/+23 Grad möglich (s. Wettervorhersage Juni)

Das für den wechselhaften Wettercharakter verantwortliche Tiefdrucksystem verlagert sich bis zum Wochenende in Richtung Skandinavien und beeinflusst das Wetter mit seinen südlichen Gradienten auch noch am Samstag und Sonntag, wobei zum Sonntag die Niederschlagsneigung spürbar nachlassen kann.

Das amerikanische Wettermodell berechnet darüber hinaus bis zum 22. Juni den Aufbau eines Tiefdrucksystems im Bereich zwischen Island und England und gleichzeitig gelingt es dem Azorenhoch einen Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa aufzubauen. In Folge dessen lässt die Niederschlagsneigung über Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter nach und je nach Intensität des Tiefdrucksystems ist auch die Ausbreitung eines autarken Hochdrucksystems über Mitteleuropa nicht auszuschließen. Sollte es zu der Ausbildung des Hochdrucksystems Mitteleuropa kommen, so könnte das letzte Juni-Drittel weitgehend von hohem Luftdruck dominiert werden, bei der die Niederschlagsneigung weiter abnimmt und das Temperaturniveau auf sommerliche Werte jenseits der +25 Grad Marke ansteigen könnte.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich noch eine weitere Variante, bei der sich das Hoch nicht über Mitteleuropa ausdehnt, sondern sich über den skandinavischen Raum positionieren kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden in diesem Fall im Zeitraum vom 20./23. Juni in eine warme östliche bis südöstliche Grundströmung gelangen können. Allerdings fehlt dem Hoch die Verbindung zu Azorenhoch, so dass aus nordwestlichen Richtungen Tiefdrucksysteme vordringen und auch das Wetter über Deutschland mit beeinflussen könnten. Aber auch diese Simulation bestätigt den Aufbau von hohem Luftdruck im Bereich zwischen Mitteleuropa und Skandinavien, so dass ein Wetterwechsel zum/im letzten Juni-Drittel heute erneut bestätigt wird und damit auch wahrscheinlicher wird.

Wie wahrscheinlich wäre eine sommerliche Großwetterlage im letzten Juni-Drittel? Die Kontrollläufe bestätigen im letzten Juni-Drittel einen Rückgang der Niederschlagswahrscheinlichkeit - zwar nicht gänzlich, aber gegenüber dem zweiten Juni-Drittel doch deutlich. Gleichzeitig steigt das Temperaturniveau an. So liegt das Temperaturspektrum am 20. Juni zwischen +12/+28 Grad (Mittelwert: +18/+20 Grad) und am 27. Juni zwischen +15/+20 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad) - insbesondere der Mittelwert bewegt sich auf einem für die Jahreszeit entsprechend normalen Niveau. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 23. Juni bei 10/35/55 und am 28. Juni bei 15/50/35 und bestätigen den normalen bis zu warmen Temperaturtrend im zweiten Juni-Drittel gegenüber den Vortagen heute erneut.

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wetterprognose Sommer 2016 weiterhin eine leicht negative Niederschlagserwartung für den Juli und August (etwas zu trocken), bei einer Temperaturabweichung, welche mit -0,5/+0,5 gegenüber dem vieljährigen Mittelwert im normalen Bereich liegen kann.

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