Der Grundcharakter des Wetters bleibt in der kommenden Woche wechselhaft und unbeständig. So ist vor allem über den südlichen Landesteilen mit vermehrten Schauern und Gewittern zu rechnen, wobei die gewittrigen Anteile im Wochenverlauf weiter nachlassen können. Der Wind dreht ab Mittwoch auf nördliche Richtungen und sorgt für den Zustrom kühlerer Luftmassen, so dass diese von Mittwoch mit +20/+25 Grad (örtlich bis +27 Grad) bis zum Freitag auf +16/+21 Grad (örtlich bis +23 Grad) absinken können (s. Wetter Juni).

So zeigt sich bereits in der Wettervorhersage die sich seit Tagen berechnete "Abkühlung" aus den Simulationen der Wettermodelle im Wochenverlauf. So richtig kalt ist das aber nicht wirklich und entspricht in vielen Regionen auch dem langjährigen Mittelwert, lediglich über dem Norden und Osten kann es gegenüber dem Jahreszeit-typischen Wert auch leicht zu kalt werden. Wie lange hält sich die kühle Luft und wann kommt der Sommer?

Der Blick auf die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells zeigen am 10. Juni ein Hochdruckkeil, welcher sich vom westlichen Mittelmeer über Spanien, England bis nach Island/Grönland erstrecken kann. Auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystem liegt ein Tiefdrucksystem über dem östlichen Skandinavien, dessen Gradienten über Osteuropa bis über das östliche Mittelmeer reichen können, während auf der Westseite des Hochdrucksystems sich die atlantischen Tiefdrucksysteme anstauen. Es ist demnach nur eine Frage der Zeit, bis das Hochdrucksystem entweder abgebaut, oder nach Osten verschoben wird. Nach den aktuellen Berechnungen wird das Hochdrucksystem nach Osten weggedrückt und positioniert sich zum 14. Juni über Weißrussland. Somit wird der Weg frei für die atlantische Frontalzone, sich bis über Mitteleuropa durchzusetzen und das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz im Zeitraum 13./18. Juni unbeständiger zu machen und die Temperaturen in einem mäßig warmen Bereich zu lassen.

Die Simulation des europäischen Wettermodells sieht hinsichtlich Sommerwetter noch "deprimierender" aus. So positioniert sich im Zeitraum vom 12./15. Juni ein Tiefdrucksystem mit seinem Tiefdruckkern direkt über Deutschland, so dass nach diesen Berechnungen mit mehr Niederschlag und kühleren Temperaturen zu rechnen ist.

So verändert sich in der Wetterprognose für das zweite Juni-Drittel gegenüber den letzten Tagen nur wenig und ist hinsichtlich den von vielen "herbei gewünschten" stabilen Sommerwetter eher ernüchternd. Allerdings - und diese Variante sollte angesprochen werden - verläuft die Tiefdruckrinne weiter südlich als üblich. Somit ergeben sich durchaus Chancen für ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum, was das Grundprinzip des unbeständigen Wettercharakters noch einmal "auf den Kopf" stellen könnte. Diese Variante gilt es in den kommenden Tagen näher zu beobachten.

Die Kontrollläufe stützen den wechselhaften Wettercharakter im Zeitraum vom 13./20. Juni mehrheitlich und das Temperaturniveau liegt meist knapp über dem langjährigen Mittelwert. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums in diesem Zeitraum meist zwischen +19/+21 Grad. Und auch die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 15. Juni bei 35/40/25 und am 20. Juni bei 30/45/25 und bestätigen eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine hoch sommerliche Wetterphase - aber im Vergleich zu gestern konnten die wärmeren Varianten zunehmen, was maßgeblich an dem theoretischen Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum liegen mag, dessen Entwicklung sich aber in den kommenden Tagen in den Simulationen erst beweisen muss.

Das Langfristmodell bleibt seiner Wettervorhersage Sommer 2016 der letzten Tage treu und simuliert den Juni leicht zu warm, den Juli und August hingegen normal und in der Niederschlagswahrscheinlichkeit zeigt sich der Juni zu nass, der Juli und August normal mit der Tendenz auch leicht zu trocken auszufallen.

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