Nach den teils sommerlichen Temperaturen vom Wochenende steigt zum Sonntagabend und in der Nacht auf Montag das Schauer- und Gewitterrisiko mit örtlichen Unwetterpotential an und führt nachfolgend kühlere Luftmassen nach Deutschland. Örtlich können am Montag bei Dauerregen über dem Süden die Temperaturen auf +8/+14 Grad ansteigen, was einem Temperaturrückgang gegenüber dem Sonntag von 10/15 Grad entsprechen kann. Im Verlauf der Woche lassen die Niederschläge nach und die Temperaturen steigen bis zum Mittwoch wieder in Richtung der +20 Grad Marke an und können zum Donnerstag und Freitag mit +20/+25 Grad auch wieder in den sommerlichen Bereich ansteigen - allerdings steigt am Donnerstag und Freitag auch das Schauer- und Gewitterrisiko wieder an (s. Wetter Mai).

Im Verlauf vom 26./31. Mai zeigt sich in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle erneut der Aufbau von hohem Luftdruck im Bereich zwischen Deutschland und Skandinavien, während sich gleichzeitig die atlantische Frontalzone zwischen England, Portugal und den Azoren positionieren kann. In Folge der Konstellation der Wettersysteme gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine südliche Strömungskomponente, so dass feucht-warme Luftmassen herangeführt werden können, was die Temperaturen im weitgehend warmen Bereich verweilen und gleichzeitig die Neigung zu kräftigen Schauern und Gewitter ansteigen lassen kann.

Im weiteren Verlauf wird es in den ersten Juni-Tagen darauf ankommen, wie sich die Hochdruckachse verhalten wird. Zum heutigen Stand gibt es drei mögliche Varianten. In der ersten Variante liegt das Hoch über Skandinavien in einer von Ost nach West verlaufen den Hochdruckachse. Im Ergebnis solch einer Konstellation können die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone das Hochdrucksystem von Süden her "unterwandern" und weiterhin für warme Temperaturen, aber zunehmend unbeständigen Wettercharakter sorgen, welche im weiteren Verlauf durchaus das Potential dafür hat, sich in eine milde bis mäßig milde und unbeständige Westwetterlage zu verändern.

In der zweiten Variante erstreckt sich die Hochdruckachse von Süd nach Nord und legt sich von der Mittelmeerregion über Deutschland, Österreich und die Schweiz bis nach Skandinavien. Auch in dieser Variante liegt zwischen England und den Azoren ein Tiefdrucksystem, welches jedoch durch die blockierende Wirkung des Hochdrucksystem daran gehindert wird weiter nach Osten voranzukommen. In Folge dieser Konstellation verbleibt Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zustrom sehr warmer und teils trockener Luftmassen aus südlichen Richtungen. Diese Variante entspräche Anfang Juni noch am ehesten einer sommerlichen Großwetterlage.

In der dritten Variante weicht das Hochdrucksystem nach Westen aus und positioniert sich in Form einer Hochdruckbrücke zwischen den Azoren und Island, während ein Tiefdrucksystem im Bereich zwischen Frankreich, Deutschland und Polen für einen unbeständigen und zunehmend kühleren Temperaturcharakter verantwortlich sein kann. Unter bestimmten Voraussetzungen könnte das Hochdrucksystem auf dem Atlantik sich noch steiler aufstellen und über Mitteleuropa ein meridional ausgerichtetes Zirkulationsmuster initialisieren, was die Zufuhr noch kälterer Luftmassen ermöglichen könnte.

Was ist wahrscheinlicher? Betrachtet man die Wetterprognosen der letzten Tage, so zeigten sich immer wieder Varianten, welche Anfang Juni auch für kühlere Varianten verantwortlich sein könnten. Diese werden auch heute erneut bestätigt. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Juni zwischen +15/+26 Grad (Mittelwert: +20/+21 Grad) und am 6. Juni zwischen +14/+28 Grad (Mittelwert: +20 Grad). Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), so liegen diese am 1. Juni bei 30/55/15 (gestern 35/35/30) und am 5. Juni bei 40/35/25 (gestern 20/50/30).

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