Die Wettermodelle simulieren für Ende Mai/Anfang Juni mehrheitlich eine Variante, welche in den ersten Juni-Tagen für stabile Wetterverhältnisse sorgen könnte (s. Wetter Juni). Doch solch eine Konstellation der Wettersysteme kann auch noch andere Varianten mit sich führen, welche wir hier genauer untersuchen möchten.

Rein statistisch betrachtet zeigt sich das erste Juni-Drittel häufig hochdruckdominiert, bevor im zweiten Juni-Drittel die sog. Schafskälte Einzug halten kann. In 2016 passt bisweilen fast jede Wettersingularität und betrachtet man die aktuelle Simulationen der Wettermodelle, so könnte mit dem Hochdrucksystem Ende Mai / Anfang Juni sich die Statistik für den Juni bewahrheiten.

Andere Varianten sind aber nicht außer Acht zu lassen, da die Hochdruckvariante zwar durchaus wahrscheinlich ist, aber eben durch unterschiedliche Positionierungen sich noch andere Varianten ergeben können.

So könnte sich in einer weiteren Variante das Hochdrucksystem im Bereich zwischen Skandinavien und Island in einer Ost-West verlaufenden Hochdruckachse ausbilden, welches die atlantische Frontalzone auf eine südlichere Bahn lenken und somit über Deutschland, Österreich und der Schweiz für wechselhaftes aber weitgehend mildes Wetter sorgen kann. Mit sommerlich stabilem Hochdruckwetter hat diese Variante aber wenig gemeinsam.

Ein weitere Variante ist eine westlichere Position des Hochdrucksystems, so dass es über Deutschland, Österreich und der Schweiz erneut zu einer kühleren Witterungsperiode kommen kann.

Und in der letzten Variante drückt das Frontensystem die Hochdruckbrücke von der Mittelmeerregion bis nach Skandinavien reichend langsam über das östliche Europa, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine sehr warme, aber zunehmend feuchte Anströmung der Luftmassen gelangen kann. So wären die Temperaturen zwar als sommerlich einzustufen, jedoch ohne die dazugehörigen stabilen Wetterverhältnisse.

Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+23) / zu warm (>+23), so liegen diese am 31. Mai bei 15/30/55 und am 3. Juni zwischen 30/35/35 und bestätigt damit die noch unsichere Wetterentwicklung für Anfang Juni.

Das Langfristmodell verändert seine Wetterprognose Sommer 2016 etwas. So kann die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert über den Gebieten etwa südlich der Mittelgebirge mit +0,5/+1 Grad auch leicht zu warm und zu trocken ausfallen, sonst bleibt die Abweichung mit -0,5/+0,5 Grad und einer unauffälligen Niederschlagsneigung im normalen Bereich. Für die Sommermonate Juli und August gibt es keine sonderlichen Abweichungen gegenüber den "Sollwerten", bzw. dem "Normalbereich".

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