Die Temperaturen haben bereits am heutigen Dienstag eine ansteigende Tendenz, welche sich bis zum kommenden Wochenende weiter festigen kann. Der Wettercharakter selbst bleibt unbeständig und wechselhaft, so dass trockene Phasen zwar möglich sind, aber wohl nicht lange anhalten werden. Die höchsten Temperaturwerte werden mit +20/+25 Grad für den kommenden Samstag in Aussicht gestellt, bevor zum Sonntag wieder wechselhaftes und "kühleres" Rückseitenwetter dominierend sein kann (s. Wetter Mai).

Ob das Rückseitenwetter am kommenden Wochenende tatsächlich so eintreten wird, ist zum heutigen Stand noch fraglich, da sich die Wettermodelle hinsichtlich der Zugbahn des Tiefdrucksystems in ihren Berechnungen noch nicht einig sind. Zieht das Tiefdrucksystem weiter nördlicher in Richtung Skandinavien ab, so könnte das Wetter am kommenden Wochenende warm und trocken ausfallen, zieht es hingegen südlicher, so ist mit unbeständigerem und auch kühlerem Wetter zu rechnen.

Das amerikanische Wettermodell berechnet das Tiefdrucksystem am 22. Mai im Bereich zwischen dem nördlichen England und der Mitte von Skandinavien, so dass die südlichen Tiefdruckgradienten das Wetter über Deutschland mit beeinflussen können - anders formuliert wird es nach diesen Berechnungen am kommenden Wochenende wieder unbeständiger und mit +10/+15 Grad, örtlich bis +18 Grad möglicherweise auch wieder kühler.

Das europäische Wettermodell verzögert diesen Prozess auf den 23. Mai und aufgrund der fehlenden Dynamik ist das Tief auch nicht ganz so kräftig wie nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells. In Folge dessen wäre zwar auch eine Abkühlung zu erwarten, welche jedoch nur von kurzer Dauer sein könnte, denn im Zeitraum zwischen dem 23./27. Mai baut sich eine schwache Hochdruckbrücke von der Mittelmeerregion über Deutschland bis nach Skandinavien auf, so dass die Temperaturen rasch wieder ansteigen können.

Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum vom 22./31. Mai eine ganz ähnliche Wettervariante, wenngleich die atlantische Frontalzone deutlich aktiver ist und sich im Bereich zwischen Island und England positionieren kann. Im Ergebnis dieser Konstellation, kann sich über dem östlichen Europa eine Hochdruckbrücke nach Norden hin aufbauen, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz im Einflussbereich beider Wettersysteme liegen kann. Könnte sich die Hochdruckbrücke weiter westlich positionieren, so wäre die eine stabile - sommerliche - Wetterlage zu erwarten.

Der Trend zu hohem Luftdruck zeig sich ja schon seit ein paar Tagen in den Simulationen der Wettermodelle für den Wetterverlauf im letzten Mai-Drittel. Wie wahrscheinlich ist dieser heute? Die Kontrollläufe bestätigen den Temperaturanstieg bis zum 22. Mai mit einen nachfolgendem Temperaturrückgang um 5/10 Grad, was dem oben beschriebenen "Rückseitenwetter" entspräche. Im Zeitraum zwischen dem 23./31. Mai zeigt sich in den Kontrollläufen eine deutliche Abschwächung der Niederschlagserwartung, was den Aufbau von hohem Luftdruck auch heute wahrscheinlicher macht. Deutlicher zeigt sich die positive Temperaturentwicklung anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+23) / zu warm (>+23), welche am 27. Mai bei 20/30/50 und am 1. Juni zwischen 5/35/60 liegen und nur noch eine geringe Wahrscheinlichkeit für zu kalte Varianten berechnen. Es sieht zum heutigen Stand ganz danach aus, als ob der meteorologische Beginn des Sommers am 1. Juni auch sommerliche Wetterverhältnisse bringen können.

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