Zwar zeigen sich die Temperaturen im Frühling gegenüber dem langjährigen Mittelwert als weitgehend "normal", subjektiv werden die Temperaturen aber von vielen als zu kühl empfunden. Das hat sich zwar im Mai geändert, doch zu Pfingsten kommt der nächste Kaltlufteinbruch - welcher, rein statistisch betrachtet, zu den sog. Eisheiligen gehört und nichts außergewöhnliches darstellt. Schade ist für viele sicherlich die Tatsache, dass das am verlängerten Wochenende passiert. Darüber hinaus gibt es aber im letzten Mai-Drittel in den Simulationen der Wettermodelle vielversprechende Ansätze für eine Normalisierung der Temperaturen, mit der Tendenz - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - auch leicht positiv ausfallen zu können (s. Wetter Pfingsten | Wetter Mai).

Sollte sich ein westliches Strömungsmuster im letzten Mai Drittel einstellen können, so stehen die Wahrscheinlichkeiten nicht schlecht, als dass sich das Jahreszeiten-typische Wetter Anfang Juni fortsetzen kann. Was bedeutet Jahreszeiten-typisch? Rein statistisch gibt es Anfang Juni häufiger Schönwetterphasen, welche im Zeitraum vom 10./20. Juni von der "Schafskälte" abgelöst werden können, bevor der Sommer sich dann durchsetzen und unter Umständen auch stabilisieren könnte. Entscheidend für den Verlauf des Wetters im Sommer ist aber der Zeitraum zwischen dem 21. Juni/11. Juli mit der sog. Siebenschläferregel (Siebenschläfertag 7. Juli). Die Wetterlage, welche sich in diesem Zeitraum einstellen kann, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 60-80 Prozent das Wetter über dem Süden in den kommenden Wochen dominieren können. Für Norddeutschland ist die Siebenschläferregel nicht anwendbar, da dort das Wetter maritimer ausgeprägt ist, aber durchaus auch Einfluss haben kann. Die Sommer sind in Deutschland nur mäßig warm und die Tageswerte liegen häufig zwischen +22/+27 Grad und seltener über der +30 Grad Marke. Hinzu kommt ein steter Wechsel zwischen Hochdruck- und Tiefdrucksystemen.

Das Langfristmodell verändert seine Wetterprognose für den Sommer gegenüber den letzten Wochen kaum. So liegt die simulierte Temperaturabweichung zum heutigen Stand gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Juni, Juli und August mit -0,5/+0,5 Grad im normalen Bereich. Das deutet auf einen normalen Temperaturverlauf im Sommer hin und stützt weniger eine Variante eines Hitzesommers. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich nach der Berechnung des Langfristmodells der Juni etwas zu nass und der Juli und August gegenüber seinem Sollwert im weitgehend normalen Bereich. Zusammengefasst deutet zum heutigen Stand vieles auf einen "typischen" Verlauf des Sommers hin.

In regelmäßigen Abständen werden diese Witterungstrends für das Wetter Sommer 2016 erneuert und ergänzt - zunächst unregelmäßig, im Frühjahr durch Wettertrends regelmäßiger und ab dem 20. Mai und über den Sommer hinweg erfolgt mit Wetterprognosen und Wettervorhersagen eine tägliche Aktualisierung zum Wetter Sommer 2016.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!