Wie wird das Wetter Sommer 2016 - warm, normal oder kalt und ist mit viel oder wenig Regen zu rechnen? Eine eher noch spekulative Auskunft hierüber gibt das Langfristmodell. Demnach liegt die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert über die Sommermonate Juni, Juli und August durchweg bei -0,5/+0,5 Grad und bewegen sich somit im normalen Bereich. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im Sommer keine besondere Abweichung gegenüber dem Sollwert, jedoch ist eine leicht positive Entwicklung zu beobachten (etwas zu nass).

Blickt man etwas genauer auf die Temperaturentwicklung des Langfristmodells für Europa, so erkennt man - zum heutigen Stand - eine überwiegend normale Temperaturabweichung über Frankreich, Österreich, der Schweiz, Italien und den gesamten Mittelmeerraum, während Spanien und Portugal, sowie Osteuropa und der skandinavische Raum zu warm simuliert werden.

Welche Großwetterlage lässt sich hieraus ableiten? Ist es über Skandinavien zu warm, so ist ein Hochdrucksystem nicht weit entfernt. Gut denkbar wäre dementsprechend über Mitteleuropa eine Südwest-, teils auch Westwetterlage. Die andere Variante wäre ein Azorenhoch und ein Hochdrucksystem im Bereich über dem westlichen Russland. Dazwischen entsteht eine Lücke, in die immer wieder Tiefdrucksysteme aus westlichen oder gar nordwestlichen Richtungen vorstoßen können. Anders formuliert sind demnach eher durchwachsene Sommermonate zu erwarten, deren Temperaturspektrum sich am langjährigen Mittelwert orientiert. Was ist die normale Temperatur im Sommer? 22-27 Grad, ab und an bis +30 Grad, seltener über +30 Grad.

Betrachtet man die Singularität der vergangenen Winter 2013/14, 2014/15 und 2015/16, so sind allesamt zu warm ausgefallen. Die darauf folgenden Sommer waren ebenfalls zu warm, allerdings mit einem Unterschied. Die Frühlingsmonate waren in Summe ebenfalls zu warm. Ob man das für den Sommer 2016 so Fortschreiben kann, bleibt fraglich, da der März 2016 aktuell den Trend hat zu kalt auszufallen. Was würde ein zu kühler Frühlingsverlauf bedeuten? Wären alle drei Frühlingsmonate zu kalt, so zeigt sich eine ausgeprägtes Ausgleichsverhalten, welches wiederum in eine Erhaltungsneigung übergeht. Somit würde die Wahrscheinlichkeit eines normalen bis zu kühlen Sommer 2016 steigen.

Zusammenfassend sind für den Sommer 2016 aktuell keine Auffälligkeiten zu beobachten die zu einer nennenswerten Abweichung in Richtung zu kalten oder zu warmen Verlauf des Wetters sprechen - der Trend bleibt "normal".

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