Zwischen einem Tiefdrucksystem über Island, einem Hoch über Skandinavien und einem weiteren Hoch über dem Azoren zeigt sich die Tiefdruckachse zwischen Island und Mitteleuropa von Nordwest nach Südost als dominant, so dass es über Deutschland zu einer Luftmassengrenze kommen kann. Wie genau diese verlaufen wird, steht zum heutigen Stand noch nicht fest - als wahrscheinlich gilt in der aktuellen Wettervorhersage etwa eine Linie, welche zwischen Dresden und Bremen liegen kann. In diesem Streifen ist voraussichtlich mit teils länger andauerndem Niederschlag zu rechnen, sonst wechseln sich Sonne und Wolken ab und es kommt nur zu gelegentlichem Niederschlag. Südlich der Luftmassengrenze sind die Temperaturen mit +17/+23 Grad deutlich kühler als mit +25/+30 Grad nördlich davon, während mit Niederschlag die Temperaturen mit +13/+18 Grad schon richtig kühl ausfallen können. Wie geht es weiter - neigt sich der Sommer seinem Ende zu? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 19./27. August ein Hoch über Skandinavien als das dominierende Wettersystem, welches in Ansätzen auch eine Hochdruckverbindung zum Azorenhoch aufbauen kann. In Folge daraus hat die atlantische Frontalzone kaum Chancen, dass Wetter über Mitteleuropa zu beeinflussen. Stattdessen kehrt wieder etwas mehr Beständigkeit ein und die Temperaturen steigen auf mäßig warme bis warme Werte an. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich auch nach dessen Simulation eine Hochdruckdominanz über dem skandinavischen Raum im Zeitraum vom 18./25. August. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich einen sich normalisierenden Temperaturtrend bei einer mäßigen Niederschlagsneigung, welche über Süden höher als über dem Norden ausfallen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 23. August bei +14/+28 Grad (Mittelwert: +21/+22 Grad) und am 28. August bei +14/+29 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden, sonst +23/+24 Grad). Anders formuliert ist nach den heutigen Simulationen ein spätsommerlicher Wettercharakter im letzten August-Drittel wahrscheinlicher, als ein zu kühler und wechselhafter.

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