Die Neigung zu Schauern und Gewittern bleibt mit der südwestlichen Strömung nach der aktuellen Wettervorhersage voraussichtlich bis zum Ende der kommenden Woche erhalten, wobei der Schwerpunkt sich zunehmend auf die südlichen und südwestlichen Landesteile verlagern kann - die Temperaturen bleiben im gesamten Wochenverlauf überwiegend im sommerlichen bis hoch sommerlichen Bereich. Im Zeitraum zwischen dem 13./17. August kann sich nach dem amerikanischen Wettermodell voraussichtlich die Hochdruckzelle über dem skandinavischen Raum behaupten, wobei die Hochdruckbrücke zwischen dem Skandinavien- und dem Azorenhoch eine Schwächung aufweist, welche Tiefdruckausläufer ausnutzen können (15./18. August). In Folge daraus kann in diesem Zeitraum die Schauer- und Gewitterneigung - insbesondere über dem Westen und Südwesten hoch bleiben - an dem sommerlichen bis hoch sommerlichen Temperaturniveau ändert sich aber zunächst noch wenig. Eher das Gegenteil könnte der Fall sein, wenn man den Zeitraum darüber hinaus betrachtet. So kann sich demnach eine erneut stabile Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch aufbauen, was den Hochsommer bis in das letzte August-Drittel verlängern könnte. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich auch hier zum nächsten Wochenende eine Schwächung der Hochdruckverbindung, welche im weiteren Verlauf mit einen Hoch über Skandinavien wieder an Kraft und Einfluss auf das Wetter über Deutschland gewinnen kann. Wie weit können die Temperaturen zurückgehen? Geht es nach den Kontrollläufen, so zeigt sich nach der erneut warmen bis heißen Woche zum 16. August hin eine Normalisierungstendenz der Temperaturwerte gegenüber dem Jahreszeit-typischen Wert ab. So liegt das Temperaturspektrum am 16. August zwischen +13/+31 Grad (Mittelwert: +25 Grad über dem Osten, sonst +20/+21 Grad) und am 22. August zwischen +14/+28 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden, sonst +22 Grad). Wie wahrscheinlich ist diese Normalisierungstendenz? In den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+23) / zu warm (>+23) zeigt sich der erweiterte Temperaturtrend zum 18. August mit 45/30/25 und am 24. August mit 30/25/45 noch in einem breiterem Entwicklungsspektrum. Das Langfristmodell simuliert für den August mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert nun für weite Teile von Deutschland einen zu warmen Temperaturverlauf, welcher über dem Norden mit -0,5/+0,5 Grad auch normal und mit bis +3 Grad über dem Osten deutlich zu warm verlaufen kann.

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