Das aktuell dominante Hochdrucksystem wird in den kommenden Stunden nach der aktuellen Wettervorhersage weiter nach Osten ausweichen und somit den Zustrom schwül-warmer, teils auch schwül-heißer Luftmassen ermöglichen, so dass die Schauer- und Gewitterneigung in den kommenden Tagen und Nächten eine ansteigende Tendenz aufweist. Die Hochdruckachse verlagert sich bis zur Wochenmitte etwas, so dass die Ausrichtung der Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und osteuropäischen Hoch südwestlich geprägt ist. Die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik können in weit nördlicher Position vor Mitteleuropa abgedrängt werden, so dass das sommerliche Temperaturniveau weiter anhalten wird (über dem Nordwesten etwas "kühler" als über dem Südosten, bzw. Osten). Im Zeitraum zwischen dem 12./16. August simuliert das amerikanische Wettermodell einen langsamem aber stetigen Abbau der Hochdruckverbindung über Mitteleuropa, so dass die beiden Hochdrucksysteme zunehmend autark zueinander agieren können. Das Azorenhoch liegt in einer Südost-Nordwest Achse über den Azoren und das osteuropäische Hoch verlagert seine Position über den skandinavischen Raum. So entsteht eine Lücke welche die Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend ausnutzen und das Wetter über Deutschland wechselhafter und auch kühler gestalten können. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so bleibt die Hochdruckachse zwischen Azoren- und Skandinavienhoch weitgehend intakt, so dass sich am sommerlichen bis hoch sommerlichen Temperaturniveau bis zum 17. August kaum etwas verändern wird. Bei beiden Simulationen ist eine erhöhte Neigung zu Schauern und Gewittern feststellbar, welche eine von West nach Ost abnehmende Tendenz aufweist. Die Kontrollläufe stützen im Zeitraum vom 11./17. August ein für die Jahreszeit um +2/+6 Grad erhöhtes Temperaturniveau, welches darüber hinaus einen langsamen Normalisierungstrend aufweist. Das Niederschlagsverhalten ist insbesondere über den südlichen und südwestlichen Landesteilen gut ausgeprägt und wird sich überwiegend in Form von Schauern und Gewittern zeigen. In den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24) zeigt sich der erweiterte Temperaturtrend zum 17. August mit 25/45/30 und am 22. August mit 30/35/35 zunächst noch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für normale bis zu warme Temperaturen und zeigt im letzten August-Drittel ein breiteres Entwicklungsspektrum der Temperaturen auf. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wetterprognose für August mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5/+2 Grad einen deutlich zu warmen Temperaturverlauf über den südlichen Landesteilen, welcher mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad über dem Norden weitgehend normal ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten simuliert das Langfristmodell einen zu trocknen Verlauf über dem Süden welcher nach Norden hin sich normalisieren kann.

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