Die sommerlichen, bzw. hoch sommerlichen Temperaturverhältnisse können sich nach der aktuellen Wettervorhersage in den ersten August-Tagen wieder durchsetzen. Bleibt der Sommer beständig oder ist das nur eine vorübergehende Warmphase? Das amerikanische Wettermodell simuliert ein stetes "anrennen" der Tiefdrucksysteme aus dem Westen gegen das Hochdrucksystem, welches sich im Zeitraum 5./9. August von der Mittelmeerregion bis über Deutschland, später auch über das östliche Europa erstrecken kann. In der heutigen Berechnung kommt es zu einer Pattsituation der beiden Systeme, so dass weder das Hoch noch das Tief sich über Deutschland dominierend durchsetzen kann. Stattdessen gelangt Deutschland in den sehr warmen, teils heißen Zustrom der Luftmassen aus südlichen Richtungen, was die Temperaturen im Zeitraum 5./8. August verbreitet in den Bereich der +30 Grad Marke und mancherorts auch in Richtung +40 Grad Marke bringen kann. Im Detail wird es darauf ankommen, wie sich die Systeme zueinander positionieren - wenige Kilometer Unterschied kann aus hoch sommerlichen Wetter einen unbeständigen und mäßig warmen Wettercharakter machen. Und aus der Nähe des Tiefdrucksystems können die Luftmassen ab dem 4./5. August zunehmend feuchter werden, so dass das allgemeine Schauer- und Gewitterrisiko ansteigen kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich auch nach dessen Simulation eine weitgehende Pattsituation für Deutschland, wobei der Westen und Norden auch zeitweilig von kühleren Luftmassen beeinflusst werden könnte, während über dem Süden die sommerlichen Temperaturen im Zeitraum 4./9. August weitgehend erhalten bleiben können. Zusammenfassend simulieren die Wettermodelle ein überwiegend sommerliches Temperaturverhalten im ersten August-Drittel, bei dem die Niederschlagsneigung ab dem 5. August eine in ganz Deutschland ansteigende Tendenz aufweist. Die Kontrollläufe stützen die sommerliche Temperaturvariante im ersten August-Drittel mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 5. August zwischen +17/+32 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden, +23 Grad über dem Westen und +26/+27 Grad über dem Osten und Westen) und am 9. August zwischen +16/+32 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad über dem Norden und Westen und +24/+25 Grad über dem Süden und Osten). Wie geht es weiter? Sollte sich die simulierte Pattvariante tatsächlich so durchsetzen können, wären im Zeitraum 10./14. August drei Varianten denkbar. Zum einen zeigt das stete "Anrennen" der atlantischen Frontalzone seine Wirkung, bei der sich über dem skandinavischen Raum über kurz oder lang ein Tiefdrucksystem positionieren kann. In Folge dessen hätte es ein Hochdrucksystem schwer sich über Mitteleuropa zu behaupten, so dass mit weiter nachfolgenden Tiefdrucksystemen die Grundströmung auf westliche Richtungen kippt und nachfolgend für wechselhaftes, windiges und mäßig warmes bis kühles Wetter sorgen kann. In der zweiten Variante behauptet sich das Hoch über Mitteleuropa, so dass der Grundcharakter im schwachgradientigen Zustand relativ trocken und sommerlich warm sein kann. In der dritten Variante kann sich das Hochdrucksystem gegen die atlantische Frontalzone behaupten, so dass der Achsverlauf von Südwest nach Nordost verlaufen kann. In Folge dessen wäre eine wechselhafte, mäßig warme bis warme Südwestwetterlage die wahrscheinlichste Variante. In den Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24) zeigt sich der erweiterte Temperaturtrend zum 10. August mit 15/30/55 und am 14. August mit 45/40/15 langsam normalisierend bis leicht zu kühl. Trotz der warmen Phase bleibt das Langfristmodell seinen Berechnungen gegenüber der letzte Tage treu und simuliert über dem Norden mit einer Abweichung von -1/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen leicht zu kühlen Temperaturverlauf, welcher mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im Süden ein normales Temperaturniveau aufweist - eine Veränderung der Prognose der Langfristmodells in eine normale bis zu warme Tendenz wäre in den kommenden Tage keine Überraschung.

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