Nach einer in der Wettervorhersage unbeständigen, frischen und windigen Westwetterlage folgt in der erweiterten Wetterprognose im Zeitraum 1./5. August mit höherer Wahrscheinlichkeit ein sommerlicher aber weiterhin unbeständiger Wetterabschnitt nach. So kann sich in der Simulation beider Wettermodelle eine stabile und sommerliche Hochdruckwetterlage in den ersten August-Tagen nicht durchsetzen. Welchen Einfluss kann das auf die nachfolgenden Tage haben? Im Wesentlichen sind im Zeitraum 6./10. August drei Varianten zum heutigen Stand wahrscheinlich. Zum einen kann sich die Südwestwetterlage behaupten, so dass sich am unbeständigen aber grundsätzlich warmen bis heißen Temperaturniveau wenig verändert. In einer weiteren Variante gewinnt die atlantische Frontalzone an Dynamik und "drückt" den Hochdruckkeil weiter nach Osten ab, so dass der Einfluss mit vermehrten Niederschlägen, Wind und zurückgehenden Temperaturen auf Deutschland größer werden kann. In der dritten Variante kann sich das Azorenhoch in "runder" Formation auf dem Atlantik positionieren, so dass die Tiefdrucksysteme weit über dem Norden auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems über Mitteleuropa nach Süden "abrutschen" können, was in Folge das Temperaturniveau zu kühl ausfallen lassen könnte (Trogneigung, meridionales Zirkulationsmuster). Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe simulieren bis zum 7. August ein - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - etwa um +2/+4 Grad erhöhtes Temperaturniveau, welches bis zum 10. August eine Normalisierung erfahren kann. So liegt das Temperaturspektrum am 6. August zwischen +15/+33 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden, +22 Grad über dem Westen und +25/+26 Grad über dem Süden und Osten) und am 10. August zwischen +13/+28 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden, sonst +21/+22 Grad). In der Niederschlagssimulation zeigt sich nach den Kontrollläufen im Zeitraum 6./10. August ein erhöhtes Niederschlagsverhalten, so dass eine stabile Hochdruckwetterlage im ersten August-Drittel zum heutigen Stand auch nach den Kontrollläufen weniger wahrscheinlich ist. Das Langfristmodell bleibt seiner Wetterprognose der letzten Tage treu und simuliert über dem Norden mit einer Abweichung von -1/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine leicht zu kühle bis normale Temperaturentwicklung und über dem Süden mit -0,5/+0,5 Grad überwiegend normale Temperaturentwicklung im August. Im Niederschlagsverhalten simuliert das Langfristmodell keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem Soll.

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