Die kommenden Tage gestalten sich nach der aktuellen Wettervorhersage zunehmend unbeständig. Die Niederschläge gehen bei einer zunächst schwül-warmen Witterung häufig mit Gewittern einher, welche örtlich auch Unwetterpotential erreichen können. Der Wind führt aus westlichen Richtung zunehmend auch "kühlere" Luftmassen mit sich, welche am Sonntag und auch am Montag insbesondere über den nördlichen Gebieten für eine Abkühlung sorgen können, was die Gewitterneigung am Montag kurzzeitig verringern und bereits zum Dienstag mit ansteigenden Temperaturen wieder aufleben lassen kann. Der Grund für den unbeständigen, aber weitgehend warmen bis sommerlichen Wettercharakter ist eine von Neufundland über England bis nach Skandinavien verlaufende Tiefdruckrinne, welche im Verbund mit einem Hochdruckkeil über der Mittelmeerregion aus südwestlichen Richtungen die feucht-warmen Luftmassen nach Deutschland führen kann. Insbesondere zwischen den unterschiedlich temperierten Luftmassen können die Schauer und Gewitter entstehen. Im Zeitraum zwischen dem 23./31. Juli simuliert das amerikanische Wettermodell eine langsame Verlagerung des Hochdruckkeils über der Mittelmeerregion über das östliche Europa, so dass zwischen diesem und dem Azorenhoch über Mitteleuropa eine Hochdrucklücke entstehen kann, welche von Tiefdruckausläufern aus nordwestlichen Richtungen im Zeitraum 25./29. Juli vermehrt ausgenutzt werden kann. In Folge daraus bleibt der Wettercharakter im gesamten Zeitraum weitgehend unbeständig, wobei das Temperaturniveau sich zwischen dem 25./29. Juli abkühlen kann. Wie kühl? Simuliert werden aktuell Tageswerte bspw. am 27. Juli zwischen +12/+23 Grad. Wie wahrscheinlich ist die Abkühlphase? Das europäische Wettermodell simuliert bis zum 27. Juli eine ganz ähnliche Konstellation der Wettersysteme zueinander, so dass die Gemeinsamkeit beider Simulationen in einem unbeständigen Wettercharakter liegt, bei der sich die Temperaturen im Zeitraum 24./27. Juli - je nach Simulation - normalisieren, bzw. auch leicht zu kühl ausfallen können. Die Kontrollläufe bestätigen den wechselhaften Grundcharakter mehrheitlich - insbesondere der Zeitraum 23./27. Juli zeigt sich auffällig in seiner Niederschlagswahrscheinlichkeit, welche von West/Süd nach Nord/Ost eine abnehmende Tendenz aufweist. Im Temperaturverhalten zeigt sich nach den warmen bis heißen Tagen bis zum 24. Juli eine abkühlende Temperaturphase, bei der das Temperaturspektrum bspw. am 26. Juli zwischen +12/+25 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Osten, sonst +17 Grad) und am 31. Juli zwischen +14/+29 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden, sonst +22/+23 Grad) liegen kann. Anders formuliert bestätigt sich die seit Tagen simulierte abkühlende Temperaturphase heute erneut, was die Wahrscheinlichkeit hierfür weiter erhöht. Die Sommerferien beginnen Ende Juli in Baden-Württemberg und Bayern - Wie geht es weiter, gibt es Ansätze für stabile Wetterverhältnisse? Ansätze gibt es in der Form, als dass es dem Azorenhoch im Verbund mit dem osteuropäischen Hoch eine Hochdruckbrücke über Mitteleuropa Anfang August aufbauen könnte und die Tiefdruckachse auf dem Atlantik weit nach Süden in Richtung Azoren ausweicht. Blickt man auf die Luftdruckentwicklung der Kontrollläufe, so ist ein leicht positiver Trend von 1015 hPa auf 1020 hPa erkennbar - um nun aber stabiles Sommerwetter auszurufen ist diese leicht positive Luftdrucktendenz sicherlich nicht geeignet, da sollten es schon 1030 hPa bis 1040 hPa sein. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24) am 27. Juli bei 75/20/5 (gestern: 55/40/5) und am 1. August bei 30/45/25 liegt. Demnach zeigt sich die abkühlende Temperaturphase mit höherer Wahrscheinlichkeit nur vorübergehend. Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wetterprognose den August in seinem Temperaturverhalten gegenüber dem langjährigen Mittelwert als normal und im Niederschlagsverhalten als leicht negativ (zu trocken).

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