Mit einem sich auf südwestliche Richtungen einstellenden Zirkulationsmuster kommt es nach der aktuellen Wettervorhersage in den kommenden Tagen zu einer unbeständigen und schwül-warmen - teils schwül-heißen - Wetterlage, bei der eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung mit örtlichem Unwetterpotential zu erwarten ist. Geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, so bleibt dieses südwestlich orientierte Zirkulationsmuster mit höherer Wahrscheinlichkeit bis zum 24./25. Juli erhalten. Zwar zeigt sich in den Berechnungen der Wettermodelle eine erhöhte Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland, England und Skandinavien, allerdings verläuft die Gradientenstruktur gegenüber den vergangenen Tagen nun nördlicher und weniger stark ausgeprägt. Im Zeitraum zwischen dem 25./31. Juli simuliert das amerikanische Wettermodell eine weiterhin erhöhte Tiefdruckaktivität wobei sich die Tiefdruckrinne selbst Stück für Stück weiter nach Süden positionieren kann und in "Winkelform" zwischen Neufundland, England, Deutschland und Skandinavien verlaufen kann. In Folge daraus würde Deutschland vermehrt in den Einflussbereich der atlantischen Frontalzone gelangen, was den unbeständigen Wettercharakter auch über den 25. Juli hinaus erhalten kann. Bei den Temperaturen kann sich je nach Tiefdruckposition eine warme/heiße Vorderseite, bzw. kühle Rückseite ergeben - in Summe der Varianten zeigt sich nach dem amerikanischen Wettermodell mehrheitlich der Trend zu einer Normalisierung der Temperaturen im Zeitraum 25./31. Juli. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so wandelt sich die Südwestwetterlage mit einem nach Norden aufstrebenden Azorenhoch in Richtung Grönland im Ansatz in eine meridionale Struktur (Nord-Süd, Süd-Nord), bei der das Hoch auf dem Atlantik im Zeitraum 21./24. Juli zunächst eine blockierende Wirkung auf die Tiefdrucksysteme hat. In Folge daraus zeigt sich eine gegenüber dem amerikanischen Wettermodell gradientenschwächere Struktur, was höhere Temperaturwerte als Ergebnis bringen kann. Das Blockadehoch auf dem Atlantik schwächt sich jedoch im Zeitraum 24./25. Juli ab, so dass die Tiefdrucksysteme bis über Mitteleuropa vordringen können, was zwischen dem 26./27. Juli die Temperaturen auf Jahreszeit-typische Werte absinken lassen kann. Die Kontrollläufe bestätigen den gegenüber dem vieljährigen Mittelwert um +2/+8 Grad zu warmen Temperaturverlauf im Zeitraum 17./24. Juli bei einer leicht erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeit (Schauer und Gewitter) mehrheitlich. Im Zeitraum zwischen dem 25./31. Juli zeigt sich eine abfallende Temperaturtendenz, welche im Mittelwert bei einer weiterhin leicht erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeit um, bzw. leicht unter dem Jahreszeit-typischen Wert liegen kann. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 23. Juli zwischen +18/+32 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden, +25/+26 Grad über dem Osten und Westen und +27 Grad über dem Süden) und am 29. Juli zwischen +13/+29 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden, +20 Grad über dem Westen und +22 Grad über dem Osten und Süden). Wie wahrscheinlich ist ein möglicher Wetterumschwung zum Monatsende? Die Verhältnisse der Kontrollläufe zueinander zeigten in den letzten Tagen noch ein breites Entwicklungsspektrum auf. Daran hat sich auch heute wenig verändert, jedoch zeigt sich mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Normalisierungstendenz zum 26./27. Juli mit anschließender normal bis leicht positiv verlaufender Temperaturtendenz bis zum Monatsende. So liegen die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24) am 27. Juli bei 55/40/5 (gestern: 25/40/35) und am 31. Juli bei 20/40/40 (gestern: 35/35/30).

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