Nach den nun folgenden heißen Tagen erfolgt zum Wochenende - nach der aktuellen Wettervorhersage - voraussichtlich eine mäßige Abkühlung, bevor zum Start in die neue Woche sich erneut heiße Luftmassen aus südwestlichen Richtungen durchsetzen könnten. Der Grund hierfür ist eine auflebende Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, deren Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, England und Skandinavien in "Winkelform" verläuft und über Deutschland im Verbund mit hohem Luftdruck über dem Mittelmeerraum eine südwestlich orientierte Grundströmung zur Folge haben kann. Über den weiteren Verlauf simulieren die Wettermodelle heute unterschiedliche Varianten, wobei die Gemeinsamkeit bei beiden in einer nicht stabilen Wetterlage liegt. So simuliert das amerikanische Wettermodell unter zunehmender Tiefdruckdynamik im Zeitraum zwischen dem 22./26. Juli eine Verschiebung der Tiefdruckaktivität von England über den skandinavischen Raum, was über Deutschland einen wechselhafteren und auch kühleren Wettercharakter zur Folge haben kann. Wie kühl? Simuliert werden bspw. für den 24. Juli Tageswerte zwischen +16/+23 Grad. Im Detail wird es jedoch darauf ankommen, wie weit die Tiefdruckgradienten nach Süden vorankommen können. Geht es nach der Simulation des europäischen Wettermodells, so verläuft die Tiefdruckrinne zunächst in ähnlicher Zugbahn zwischen Neufundland, England und Skandinavien und hat auch hier eine südwestlich orientierte Grundströmung bis zum 22./23. Juli zur Folge. Im Unterschied zum amerikanischen Wettermodell fehlt jedoch die Dynamik, da sich auf dem Atlantik das Azorenhoch weit westlich bis nach Grönland erstrecken kann und somit den "Nachschub" an Tiefdrucksystemen unterbinden kann. In Folge daraus verbleibt Deutschland im Zeitraum 23./26. Juli im gradientenschwachen Bereich, was mäßig warme bis warme Temperaturen bei einem wechselhaften Grundcharakter im Ergebnis bringen kann. Die Kontrollläufe stützen eine Zunahme der Niederschlagswahrscheinlichkeit ab dem 23. Juli. Im Temperaturverhalten zeigt sich nach den warmen - teils heißen - Tagen zum 23. Juli nach den Kontrollläufen eine Abkühlung, welche im weiteren Verlauf eine normalisierende Tendenz aufweist. So liegt das Temperaturspektrum am 23. Juli zwischen +16/+29 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden, sonst +24/+25 Grad) und am 27. Juli zwischen +14/+28 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden, +21/+22 Grad über dem Westen und Osten und +23 Grad über dem Süden). Wie zeigt sich der Trend zum Beginn in die Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayern? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so zeigt sich eine geringere Wahrscheinlichkeit für den Aufbau eines stabilen Hochdrucksystems über Mitteleuropa. Stattdessen kann sich über dem skandinavischen Raum immer wieder ein Tiefdrucksystem positionieren, was einen weiterhin wechselhaften und teils mäßig warmen Wettercharakter demnach wahrscheinlicher macht. Allerdings zeigt sich die Hochdruckstruktur auf dem Atlantik in nördlich verschobener Position mit einer Keilausbildung in Richtung Mitteleuropa, was in Ansätzen zu einer stabilen Wetterlage zum Monatswechsel führen kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 27. Juli bei 25/40/35 und am 31. Juli bei 35/35/30 und bestätigen ein breites und unsicheres Entwicklungsspektrum der Temperaturen in den letzten Juli Tagen. Und für das Wetter August? Geht es nach dem Langfristmodell, so liegt die Abweichung der Temperaturen im August zum heutigen Stand gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,5/+0,5 Grad im überwiegend normalen Temperaturbereich mit der Tendenz über dem Norden mit einer Abweichung von -1/+0,5 Grad auch leicht zu kühl auszufallen. In der Niederschlagsprognose zeigt sich im August ein weitgehend normales Verhalten mit der Tendenz auch leicht zu trocken auszufallen.

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