Das Auf und Ab der Temperaturen bleibt auch in der aktuellen Wettervorhersage erhalten, so steigen die Temperaturwerte bis zum Freitag auf hoch sommerliche Bereiche zwischen +27/+35 Grad an, bevor zum Wochenende der nächste Tiefdruckausläufer eine erneute "Erfrischung" mit sich führen kann. Anders formuliert sind bis zum Wochenende zwar sommerliche Temperaturen zu erwarten, jedoch ist eine stabile Hochdruckwetterlage wenig wahrscheinlich. Im Zeitraum zwischen dem 19./24. Juli simulieren nun beide Wettermodelle eine überwiegend südwestlich orientierte Großwetterlage, bei der über weiten Teilen von Deutschland sehr warme, teils auch wieder heiße Luftmassen herangeführt werden können. Wie bei Südwestwetterlagen üblich, ist der Tiefdruckeinfluss über dem Nordwesten mit einer höheren Niederschlagswahrscheinlichkeit und etwas kühleren Temperaturen größer als im Südosten. Im weiteren Verlauf kippen solche Südwestwetterlagen zumeist in der Form, als sich über Skandinavien ein Zentraltief etablieren kann. Dieses steuernde Zentraltief wurde in den letzten Tagen - insbesondere vom amerikanischen Wettermodell - immer wieder simuliert, jedoch wurde der Zeitraum von Tag zu Tag weiter nach hinten verschoben. Und auch in den heutigen Simulationen des amerikanischen Wettermodells zeigt sich eine zentralisierende Position des Tiefdrucksystems im Zeitraum 26./29. Juli über dem skandinavischen Raum, welches in Folge mit höherer Wahrscheinlichkeit ein meridionales Zirkulationsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) auslösen könnte. Anders als in den letzten Tagen zuvor, ist die Simulation des europäischen Wettermodells der amerikanischen Variante ähnlicher geworden. Die Südwestwetterlage kippt demnach zum 24. Juli in ein meridionales Strömungsmuster, so dass in den letzten Juli Tagen eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein wechselhaftes Grundmuster bestehen bleibt, bei dem sich die Temperaturen im Jahreszeit-typischen bis leicht zu kühlen Bereich bewegen können. Die Kontrollläufe stützen diesen Trend mehrheitlich, wenngleich die einzelnen Varianten noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten aufweisen. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Juli zwischen +15/+31 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden, +22 Grad über dem Westen und +24/+25 Grad über dem Süden und Osten) und am 28. Juli zwischen +14/+25 Grad (Mittelwert: +17 Grad über dem Norden, +18 Grad über dem Westen und +19/+20 Grad über dem Osten und Süden). Anders formuliert simulieren auch die Kontrollläufe im Verlauf des letzten Juli-Drittels eine Normalisierung der Temperaturwerte, welche bei einer Meridionalisierung auch leicht zu kühl ausfallen können. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 23. Juli bei 5/25/70 (gestern: 25/40/35) und am 28. Juli bei 65/20/15 (35/35/30) und bestätigen ein breites Entwicklungsspektrum der Temperaturen im letzten Juli-Drittel, bei der im Trend zu Beginn des letzten Drittels eine wärmere und zum Ende eine kühlere Temperaturphase wahrscheinlicher ist.

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